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Ist die Bibel glaubwürdig?

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Glaubensleben
Ist die Bibel glaubwürdig?

Die Bibel – das meistverkaufte Buch der Welt und die Grundlage des Christentums. Sie behauptet von sich, das geschriebene Wort Gottes zu sein. Sie nimmt Einfluss auf ganze Nationen und steht seit jeher scharf in der Kritik. Da muss man sich die Frage stellen: Ist die Bibel wirklich glaubwürdig?

Mit dieser Frage habe ich mich in der letzten Zeit befasst. Nachfolgend habe ich zwei häufig gebrauchte Argumente gegen die Glaubwürdigkeit der Bibel unter die Lupe genommen.

1. Die Bibel ist ein Märchenbuch, sie hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Diese Aussage hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Eine göttliche Instanz, die eine Erde schafft, Wunder, Totenauferweckungen und übernatürliche Wesen … Das klingt schon ziemlich nach Märchenbuch, oder?

In der Bibel finden sich über 3.000 Vorhersagen, die sich auf verschiedene Zeitfenster beziehen. Um zu prüfen, ob die Bibel glaubwürdig ist, ist es also wichtig, herauszufinden, ob diese Vorhersagen tatsächlich Hand und Fuß haben.

Schauen wir uns hierzu einmal Hesekiel 26 und 29 an. In Kapitel 26 wird der Fall der Stadt Tyrus vorhergesagt. Die Stadt sollte zerstört werden und ihre Trümmer im Meer verschwinden. Heute weiß man: Es ist tatsächlich genau so eingetroffen. Sie wurde 13 Jahre belagert, einige Zeit später von Alexander dem Großen zerstört und die Trümmer wurden genutzt, um einen Wall im Meer zu errichten.

Ein anderes Beispiel finden wir in Daniel 5. Hier heißt es, dass Daniel bei einem Fest des Königs Belsazar geladen war, um eine mysteriöse Schrift an der Wand zu entziffern. Lange Zeit gingen Kritiker davon aus, dass die Bibel an dieser Stelle falsch berichtet, denn Urkundenfunden nach müsste der König dieser Zeit „Nabonid“ geheißen haben. Dann fand man einen interessanten Stein: Auf diesem ist ein Gebet eingraviert, in dem um ein langes Leben für Nabonid und dessen Sohn Belsazar gebeten wird. Vor einigen Jahrzehnten fand man zudem einige Berichte, die belegen, dass Nabonid häufig unterwegs war und seine Königswürde vertretungsweise seinem Sohn übergab. Die Bibel berichtet also auch an dieser Stelle ganz genau.

Ähnliche Beispiele finden wir in großer Zahl im Alten und im Neuen Testament.

Widmen wir uns nun dem Dreh- und Angelpunkt des Christentums: Der Auferstehung Jesu von den Toten. Wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann ist das Christentum nämlich der größte Fake der Weltgeschichte.

Jesus wurde nach seinem Tod von über 500 Augenzeugen gesehen. Seine 12 Jünger sind da besonders zu betrachten: Sie waren allesamt einfache Menschen wie Fischer oder Zöllner. Es ist absolut unwahrscheinlich, dass diese Menschen eine 180°-Wendung machen und für eine Überzeugung ihr Leben opfern, die nicht absolut bestätigt war. Denn wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann hätte es zur damaligen Zeit Gerüchte gegeben über den Verbleib seines Leichnams, und die Lüge, dass er wieder leben würde, hätte sich überhaupt nicht halten können.

Zudem breitete sich das Christentum rasant aus, sodass sich bereits Kaiser Nero so bedroht fühlte, dass er Christen verbrennen ließ. Diese schnelle Ausbreitung eines Glaubens ist in der Geschichte absolut einmalig.

All das spricht dafür, dass die Bibel keineswegs ein ausgedachtes Buch ist.

2. Die Bibel ist so alt, sie muss doch mit der Zeit verfälscht sein.

Die Bibel ist über 1.600 Jahre hinweg von 40 verschiedenen Autoren verfasst worden. Da könnte man schnell annehmen, dass jemandem beim Abschreiben mal ein Fehler unterlaufen ist, oder?

Um das zu überprüfen, braucht es natürlich möglichst viele Schriftstücke, die man miteinander vergleichen kann. Das antike Werk „Der Gallische Krieg“ von Julius Cäsar zum Beispiel wird von Historikern als echt anerkannt; hiervon existieren rund 10 Handschriften. Vom Neuen Testament der Bibel hingegen existieren ungefähr 5.600 bekannte Handschriften. Das ist eine ganze Menge! Zudem hatten die Rabbiner, die für das Verfassen der Schriftstücke verantwortlich waren, haargenaue Abschreibregeln und es war nicht unüblich, lange Textpassagen komplett auswendig zu können.

Interessant ist auch die innere Schlüssigkeit der Bibel, denn obwohl sie von 40 verschiedenen Menschen verfasst wurde, die zu ganz unterschiedlichen Zeiten lebten und sich in den wenigsten Fällen kannten, durchzieht die Bibel ein roter Faden von der ersten bis zur letzten Seite. Die Texte weichen untereinander in einem sehr geringen Umfang ab. Die Hauptunterschiede sind Satzzeichen, Wortendungen, kleine grammatikalische Abweichungen und Änderungen der Wortreihenfolge; so wird zum Beispiel aus „Jesus Christus“ auch mal „Christus Jesus“. Diese Abweichungen ändern in keinem Fall etwas an der Aussage des Textes. Diese genaue Übereinstimmung so vieler Handschriften gibt es bei keinem anderen historischen Werk.

Doch was bedeutet das jetzt für mich, dass die Bibel ein glaubwürdiges Buch ist?

Nun, wenn die Aussagen der Bibel zutreffen, Jesus tatsächlich auferstanden ist und wir nachvollziehen können, dass die Bibel unverfälscht ist, dann gibt es tatsächlich einen Gott, der diese Erde geschaffen hat und eine Beziehung mit dir und mir führen möchte. Es bedeutet, dass deine Schuld wirklich vergeben werden kann und dass Jesus dich jederzeit mit offenen Armen empfängt. Ich möchte dich ermutigen: Nimm die Bibel zur Hand und erfahre selbst, wie sehr dieses Buch dein Leben verändern kann.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, denn es gibt unglaublich viele Hinweise für die Glaubwürdigkeit der Bibel, wenn man sich mit dem Thema befasst.

Jesus sagt:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich.“

Glaubst du das?