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Was es braucht, um mit Gott Geschichte zu schreiben
Was braucht es, um mit Gott Geschichte zu schreiben? Diese Frage möchte ich heute angehen und dabei möchte ich dir offen aus meinem Leben erzählen. Mein Wunsch ist es, dass du am Ende dieses Blogbeitrags neu ermutigt bist, mit Gott deine eigene Geschichte zu schreiben. Die folgende Liste rühmt sich keiner Vollständigkeit. Sie ist vielmehr ein Spiegel meiner persönlichen Geschichte. Dennoch glaube ich zutiefst, dass sie auch in dein Leben sprechen kann.
Was es braucht: Bereitschaft
Ich erinnere mich an tiefgehende Momente in meiner Jugend (haha, klingt so, als wäre ich mega alt; wie soll ich es anders ausdrücken, Teenie-Zeit?), in denen ich Gott unmissverständlich klargemacht habe, dass ich für seine Geschichte in meinem Leben bereit bin. Ob in meinem kleinen Kinderzimmer oder bei irgendwelchen starken Konferenzen. Ein Worship Song prägte mich dabei besonders: „Come Away“ von Jesus Culture. Dieses Lied hörte ich im Oktober 2011 zum ersten Mal live.
Danach spielte ich es ganz bewusst in vielen Momenten meines bisherigen Lebens ab. Als ich aus dem Zug ausstieg, um zu einem Vorstellungsgespräch an meinem zukünftigen Theologischen Seminar zu gehen, als ich meine jetzige Frau kennenlernte und in vielen weiteren wegweisenden Momenten. Das Lied handelt davon, dass es nicht zu spät ist, Gott zu vertrauen. Er möchte mit dir Geschichte schreiben. Er hat einen Plan. Es könnte unglaublich werden! Bist du bereit?
Was es braucht: Mut
Wenn du mit Gott Geschichte schreiben möchtest, dann braucht es Mut. Mut, um einen neuen Schritt zu gehen. Henry Ford (für mich jemand, der echt viele weise Dinge gesagt hat) meinte: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ Dieses Zitat ist vielleicht nicht von der Wirtschaft eins zu eins auf den Glauben übertragbar. Das habe ich auch gar nicht vor. Dennoch gilt das grundlegende Prinzip hinter der Aussage ebenso im Glauben. Jedenfalls für mich.
STAYONFIRE war eine Sache, die ich unbedingt starten wollte. Ehrlich gesagt, dafür brauchte es nicht unfassbar viel Mut (wir haben ‘ne Facebook-Seite und eine Webseite an den Start gebracht – das war erstmal nichts Großes). Der Schritt, aus STAYONFIRE meinen Beruf zu machen und sich in die Abhängigkeit von Spenden zu bewegen, kostete und kostet schon mehr Mut. Doch das war und ist es wert! Gehe einen neuen Schritt und vertraue Gott dabei.
Was es braucht: Wachsamkeit
Ich meine, es schon oft gesagt zu haben, doch lass es mich noch einmal betonen. STAYONFIRE ist kontinuierlich gewachsen. Die Reichweite, das Team, der Content. Step by step. Wir sind weder durch die Decke gegangen, noch haben wir irgendeinen „Erfolg über Nacht“ erlebt. Manchmal betet man ja dafür, dass Gott solche Wunder tut.
Dabei übersieht man vielleicht, was Gott alles schon getan hat. Er tut eine Menge unscheinbare „Prozess-Wunder“. Ohne Witz! Ich glaube, dass Gott oft kein neues Wunder tun muss, sondern wir seine bereits vollbrachten Wunder neu entdecken sollten! Also: Wenn du bereit bist, dass Gott mit deinem Leben Geschichte schreibt, wenn du den Mut hast, einen neuen Schritt zu gehen, dann schau genau hin, was Gott bereits getan hat! Er arbeitet oft auch im Verborgenen. Im Prozess. Er bereitet vor. Lenkt. Führt. Sei wachsam!
Was es braucht: Veränderung
Es gäbe sicherlich noch viel zu sagen. Heute möchte ich nur noch einen letzten Punkt anbringen. Es braucht Veränderung. So, wie es gestartet hat, wird es wahrscheinlich nicht enden. Und das ist, denke ich, okay. Als ich STAYONFIRE gestartet habe, war mein Glaube kompromisslos „on fire“. Junge, Junge! Die Bibel spricht von einer „ersten Liebe“ in Bezug auf Gott. Ein unbändiges Feuer für den Herrn. Ich meine, diese Feuer damals in mir gespürt zu haben. Heute sehne ich mich häufig nach diesem anfänglichen Feuer zurück. Dabei spüre ich jedoch, wie mein Glaube sich über die Zeit verändert hat.
Damit meine ich nicht die Liebe an sich (wobei, vielleicht ehrlich gesagt ein bisschen), sondern eher die Art und Weise, wie ich ihr Ausdruck verleihe. Manchmal fällt es mir schwer, das zu akzeptieren. Ich möchte zurück. Doch wenn ich nicht aufpasse, finde ich mich in einem Hamsterrad wieder. Ich werde frustriert, hänge in der Vergangenheit fest und komme nicht vorwärts. Doch ich möchte dir sagen: Es ist okay, dass sich der Glaube verändert. Er hat eben eine Geschichte mit Erfolgen und Enttäuschungen erlebt. Das prägt einfach. Ich würde sagen, solange wir ganz nah an Jesus bleiben, läuft unsere Entwicklung in die richtige Richtung. Davon bin ich überzeugt.
So, Freunde, genug getippt. Ich hoffe, das hat dich vielleicht auch angesprochen 🙂
Schreib uns gern. Wir sind gemeinsam auf dem Weg, mit Gott Geschichte zu schreiben.