Ein neues Jahr beginnt. Neue Möglichkeiten tuen sich auf. Möglichkeiten voller Veränderung. Wer kennt es nicht? Die guten, alten Vorsätze fürs neue Jahr.
Voller Elan starten wir am 1. Januar durch - ähm, natürlich nachdem wir ausgeschlafen haben. Zwei Wochen später holt uns der Alltag mit seiner Routine ein - wir beginnen, Ausnahmen zu machen. Vier Wochen später bleibt dann doch alles beim Alten. Die guten Vorsätze geraten in Vergessenheit.
Kapitulation. Zu schwierig. Resignation. Ich bleibe doch beim Alten.
Wer kennt es nicht? Es scheint, normal zu sein.
Doch das muss es nicht. Heute möchte ich dir 5 Tipps für erfolgreiche Veränderung geben. Sie sind einfach und doch so revolutionär. Beginne damit, sie umzusetzen, und erlebe, wie Veränderung wirklich passiert.
Tipp 1: Setze dir kleine und messbare Ziele. Feier deine Erfolge.
Zu viele machen den Fehler, ihre Ziele zu hoch zu setzen. Dabei sind sie unkonkret und nicht wirklich messbar. "Ich möchte freundlicher sein." Das Ziel ist gut und ebenso nicht zu hoch gegriffen - doch ist es völlig unkonkret.
Du möchtest deinem Körper ein neues Verhalten beibringen. Das ist schwer genug für einen Organismus, der absolut energiesparend denkt. Wenn der nächste Schritt nicht konkret ist, wirst du dich nur für kurze Zeit dazu bewegen können, die Veränderung wirklich in die Tat umzusetzen. Es kostet einfach zu viel Energie.
Anders, wenn die Ziele überschaubar und messbar sind. Wie wäre es damit: "Ich möchte jede Woche einer Person bei der Arbeit ein ganz besonderes Kompliment machen." Du findest das Ziel zu schwach? Denk mal darüber nach. Am Ende des Jahres hättest du 52 Komplimente gemacht, die Leben geprägt und verändert haben.
Es geht darum, kleine konkrete Schritte zu gehen und diese zu feiern. Das wird dir helfen, dranzubleiben. Dein Kopf speichert die Veränderung als Erfolg ab und will der Veränderung automatisch nachgehen.
Tipp 2: Unterlass alte Verhaltensweisen, indem du sie durch neue ersetzt.
Wusstest du, dass es für deinen Körper schwieriger ist, alte Verhaltensweisen zu unterlassen, anstatt sie einfach durch neue zu ersetzen? Es ist wirklich so. Warum sind E-Zigaretten nur so erfolgreich? Genau deswegen.
Wenn du aufhören möchtest, so viel Schokolade zu essen, dann finde beispielsweise ein Obst, welches du liebst. Immer, wenn du zugreifen möchtest, dann nimm dir statt der Schokolade das Obst.
Natürlich ist das auch nicht sonderlich einfach, doch garantiert einfacher, als ohne Ersatz auf die Schokolade zu verzichten.
Tipp 3: Etabliere Gewohnheiten. Gleicher Kontext. Gleiche Zeit. Gleicher Ort.
Gewohnheiten sind wie Straßen in unserem Kopf. Sie werden gebaut und täglich von uns befahren. Wir fahren nicht durchs Feld, sondern auf der vorgesehenen Straße neben dem Feld. Es wäre zu mühsam und aufwendig, sich selbst täglich den Weg zur Schule, Uni oder Arbeit zu suchen. Wir fahren in vorgefertigten "Bahnen".
Und genauso funktioniert auch unser Gehirn. Es entwickelt Gewohnheiten, Automatismen und Routinen, um Energie zu sparen. Dabei baut die Wiederholung die Gewohnheit. Wenn ich eine Sache zur gleichen Zeit am gleichen Ort und im gleichen Kontext immer wieder tue, dann wird sich über lange Sicht eine Routine entwickeln, die weniger Energie kostet.
Schon mal überlegt, wie das Zähneputzen in dein Leben gekommen ist? Du musst nicht darüber nachdenken, wie lange du rechts und wie lange du links deine Zähne putzt. Es geht von allein. Es ist die Straße, die dein Gehirn durch Wiederholung gebaut hat.
Das Thema Gewohnheiten ist komplex und vielschichtig. Lass mich dir sagen: Es ist sinnvoll, sich damit zu beschäftigen.
Tipp 4: Sei geduldig. Es braucht Zeit, eine neue Verhaltensweise zu etablieren.
Sei nicht so streng mit dir selbst. Du hast mehr gewonnen, wenn du aus Fehlern lernst, anstatt sie zum Grund fürs Aufgeben zu nehmen. Sei dankbar für das, was du geschafft hast. Feier deine Erfolge und lerne aus deinen Fehlschlägen.
Es geht immer weiter. Du bist stärker, als du denkst. Also fass neuen Mut und gib nicht auf. Sei geduldig mit dir selbst.
Du hast es schon tausendmal probiert und immer wieder hat es nicht funktioniert? Dann versuche es erneut. Edison (derjenige, der die Glühbirne zu einem alltagstauglichen Gerät weiterentwickelte) sagte einmal:
"Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10000 Wege gefunden, die nicht funktionieren. Veränderung braucht Zeit und kommt nicht von heut auf morgen. Sei geduldig und feier deine kleinen Erfolge."
Tipp 5: Beobachte dich selbst und notiere deine Ergebnisse.
Führe ein kleines Tagebuch über deine Veränderung. Wenn du keine Person der großen Worte bist, reicht auch eine kleine Checkliste, auf der du täglich deinen Haken setzen kannst.
Protokolliere und werte aus. Das hat geklappt und hier muss ich mich weiter bemühen. Wenn du es mit der Veränderung wirklich ernst meist, dann nimm dir täglich kurz Zeit, um deine Ergebnisse zu notieren. Wie gesagt, ein Haken kann schon reichen.
Es geht darum, sich mit der Veränderung auch mental auseinanderzusetzen. Sie muss präsent in deinem Kopf sein. Erst dann wird sie auch nicht in Vergessenheit geraten.
Ebenso macht es Sinn, einen guten Freund mit in dein Vorhaben einzuweihen. Erzähle ihm von deinen Zielen und gib ihm Rechenschaft für dein Tun ab.
Selbst, wenn du keine blöden Kommentare von deinem Freund erwarten brauchst, wird es dich motivieren, dein Bestes zu geben.
Wie könnte dein nächster Schritt aussehen?
Formuliere ein messbares Ziel fürs neue Jahr. Zum Beispiel habe ich mich dazu entschieden "Jeden Monat einer Person, die ich kenne, ein kleines Geschenk zu machen." Eigentlich möchte ich großzügiger sein, doch das war mir zu unkonkret. Ich habe es mir aufgeschrieben und ich freue mich, wenn ich das Strahlen der Gesichter sehe, die ich beschenke.
Das ist nur ein möglicher Schritt unter vielen.
Finden deinen und fang an, eine Veränderung zu erleben.
Repost, 04.01.2018