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Das Strohhalm-Prinzip

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Finanzen
Das Strohhalm-Prinzip

Was stellst du mit deinem Geld an? Was kommt am Ende dabei raus? Was denkt Gott darüber? Ist es egal, was du mit deinem Geld machst? Hast du eine Rechenschaft vor Gott abzulegen? Bist du ein guter Verwalter?

Ehrlich gesagt mache ich ungern Menschen ein schlechtes Gewissen beim Thema Finanzen. Ganz einfach aus dem Grund, weil ich glaube, dass jeder selbst entscheiden muss, wie er mit seinem Geld umgeht.

Doch wenn ich in die Bibel schaue, dann lese ich so „krass gute Sachen“ über Finanzen, dass ich sie dir unbedingt weitergeben möchte – und warum nicht etwas provokant.

Vorab eine Randbemerkung. Ich glaube, Gott interessiert sich nicht für Geld. Das würde vorne und hinten keinen Sinn ergeben. Er braucht keinen Finanzplan. Er hat keine Schulden. Und er macht sich auch keine Sorgen, ob das Geld reicht.

Er ist unabhängig von all dem. Ich glaube, er widmet dem Geld nur deshalb Aufmerksamkeit, weil wir uns dafür interessieren. Weil es unser Leben bestimmt. Weil er sich für uns interessiert. Und weil er ein Gott ist, der uns im Leben begegnet. Das ist unser Gott!

Doch wie können wir nun mit unserem Geld gut umgehen? Welchen Prinzipien können wir folgen? Welche Kultur sollten wir prägen? Ich denke, man könnte viel dazu sagen, deshalb möchte ich mich heute auf ein hilfreiches Prinzip beschränken.

DAS STROHALM-PRINZIP

Ein Strohhalm hat einen Eingang und einen Ausgang. Wenn eine Flüssigkeit in den Strohhalm hineinfließt, hat sie immer das Ziel, wieder herauszufließen. Es ergibt keinen Sinn, die Flüssigkeit in dem Strohhalm festzuhalten. Ganz im Gegenteil: Die Flüssigkeit ist „berufen“, durch den Strohhalm hindurchzufließen.

Was ist, wenn dein Geld dazu berufen ist, durch dein Leben hindurchzufließen? Gott sagte eines zu Abraham:

„Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen.“ (1. Mose 12:2)

Genauso wie der Strohhalm hat dein Geld eine Quelle – einen Eingang -, doch hat dein Geld ebenso einen Ausgang – ein Ziel? Lass mich die Frage etwas konkretisieren: Was wäre, wenn es nie darum ging, das Geld zu besitzen – im Strohhalm festzuhalten -, sondern es zum Segen für andere „fließen“ zu lassen.

Das bedeutet nicht, dass du kein Geld haben und verwalten sollst. Schließlich fließt das Geld durch dein Leben – durch deinen Strohhalm.

Doch wo mündet es? Das ist die entscheidende Frage.

Ich habe erlebt, wie Gott Großzügigkeit segnet. Als würde aus dem Strohhalm ein Gartenschlauch werden. Das Prinzip bleibt dabei das gleiche, doch fließt eine größere Menge Wasser hindurch. Nicht, weil Gott ein Gott des Wohlstandes ist, sondern weil er dem, der gut verwaltet, mehr anvertraut. Das glaube ich.

Paulus schreibt den Korinthern zu der Thematik einer Spende für die Jerusalemer Gemeinde Folgendes. Schau genau hin und entdecke das Strohhalm-Prinzip:

„Gott liebt den, der fröhlich gibt. Er hat die Macht, euch mit all seiner Gnade zu überschütten, damit ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeit alles habt, was ihr zum Leben braucht, und damit ihr sogar noch auf die verschiedenste Weise Gutes tun könnt. […] Er wird euch in jeder Hinsicht so reich beschenken, dass ihr jederzeit großzügig und uneigennützig geben könnt. Und wenn wir dann eure Spende überbringen, werden die, die sie empfangen, Gott danken.“ (2 Korinther 9:7-8,11)

In meinem Leben möchte ich mir nicht die Frage stellen: Wie viel muss ich geben? Ich möchte immer die Frage stellen: Wie viel kann ich geben? Ich möchte das Geld, welches Gott mir geschenkt hat, nicht besitzen, ich möchte es verwalten. Ich möchte beten und glauben. Ich möchte empfangen und weitergeben, wie ein Kind. Ich möchte treu im Strohhalm sein, und ebenso treu im Wasserschlauch. Gott allein ist mein Versorger.

DEIN NÄCHSTER SCHRITT

Wenn du das Strohhalm-Prinzip verstanden hast, möchte ich dir die Frage stellen: Besitzt du oder verwaltest du dein Geld? Bete darüber und frage Gott, wie du in deinem Alltag Großzügigkeit leben kannst. Finde mit Gottes Führung deinen Weg. Triff eine Entscheidung und lebe Großzügigkeit. Es ist wunderbar!

Die Flüssigkeit ist nicht dazu „berufen“, im Strohhalm festgehalten zu werden, sondern hindurchzufließen.