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Impuls

Besser als du?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Lukas

Kapitel 18, Vers 9–​14

PHARISÄER UND ZOLLEINNEHMER

9Jesus erzählte ein weiteres Gleichnis. Er wandte sich damit besonders an die Menschen, die selbstgerecht sind und auf andere herabsehen: 10»Zwei Männer gingen hinauf in den Tempel, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zolleinnehmer. 11Selbstsicher stand der Pharisäer dort und betete: ›Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie andere Leute: kein Räuber, kein Betrüger, kein Ehebrecher und auch nicht wie dieser Zolleinnehmer da hinten. 12Ich faste zwei Tage in der Woche und gebe von allen meinen Einkünften den zehnten Teil für dich.‹ 13Der Zolleinnehmer dagegen blieb verlegen am Eingang stehen und wagte es nicht einmal aufzusehen. Schuldbewusst betete er: ›Gott, sei mir gnädig und vergib mir, ich weiß, dass ich ein Sünder bin!‹ 14Ihr könnt sicher sein, dieser Mann ging von seiner Schuld befreit nach Hause, nicht aber der Pharisäer. Denn wer sich selbst ehrt, wird gedemütigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird geehrt werden.«

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"Danke, Jesus, dass ich nicht so schlimm bin wie diese Person." Ein Gedanke, den ich bereits öfters gedacht habe. Du auch? Ich glaube schon, dass wir dankbar für das sein dürfen, was Gott uns geschenkt hat. Natürlich darfst du Gott danken, dass er dir vielleicht ein besseres Elternhaus oder eine bessere Bildung ermöglicht hat als vielen anderen Menschen. Doch grundsätzlich hat ein solches Vergleichen mit anderen Menschen einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Denn leicht kippt solch ein harmloser Vergleich hin zu einem Gefühl der eigenen Überlegenheit. Und Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Gott mag es überhaupt nicht, wenn sich eine Person einer anderen gegenüber als besser ansieht. Erst recht nicht, wenn es um das Thema Sünde geht wie in diesem Text für heute.

Nur weil dein Nachbar, deine Freundin oder sonst jemand in deinem Umfeld eine vermeintlich schlimmere Sünde begangen hat, ist deine Sünde nicht einfach weggewaschen. Dennoch stehst du vor Gott weiterhin in voller Verantwortung für deine individuellen Taten! Er sehnt sich nach deiner Reue. Er sehnt sich nach deiner Buße. Er ist dazu bereit, dir absolut alles zu vergeben, was du so an Schuld in deinem Leben auf dich geladen hast. Er will dich kennenlernen, falls ihr euch noch nicht kennt, doch einem hochmütigen Herzen begegnet Gott nicht so leicht. Deine Demut ist gefragt. Die Sünden der anderen sind keine Ausrede für deine eigenen.