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Einfach mal anfangen: Wie trifft man eine Entscheidung für Jesus?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben
Einfach mal anfangen: Wie trifft man eine Entscheidung für Jesus?

Stell dir vor, jemand kommt zu dir und fragt dich: „Wie trifft man eigentlich eine Entscheidung für Jesus?“ Was würdest du ihm antworten?

„Na ja, am besten kommst du mal mit zum Gottesdienst und dann passiert das irgendwann irgendwie automatisch.“

Vielleicht ist das nicht wortwörtlich, was wir sagen, doch manchmal vermitteln wir genau diese Botschaft. Dabei gibt die Bibel eine ziemlich klare Antwort auf die Frage, wie man eine Entscheidung für Jesus trifft.

Weshalb muss ich mich überhaupt entscheiden?

Der Glaube erfordert eine bewusste Entscheidung und geschieht nicht automatisch – das ist zumindest meine Überzeugung.

Wenn du christlich aufgewachsen bist, fällt es dir vielleicht schwer, einen bestimmten Moment zu bestimmen, in dem du „angefangen“ hast, zu glauben, als du vorher also nicht geglaubt hast. Wahrscheinlich hast du eher die Entscheidung getroffen, den Glauben, den du mit auf den Weg bekommen hast, nicht abzulegen. Doch auch das ist eine Entscheidung.

In einem Sprichwort heißt es:

„Gott hat keine Enkelkinder.“

Du bist ein Kind Gottes, weil du dich für den Glauben entschieden hast.

„All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ (Johannes 1:12 NGÜ)

Wofür entscheide ich mich, wenn ich an Jesus glaube?

„Ich glaube an Gott“ – doch was bedeutet dieser Glaube eigentlich wirklich? Jakobus schrieb in seinem Brief sehr eindrücklich:

„Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt? Schön und gut! Aber auch die Dämonen glauben das – und zittern!“ (Jakobus 2:19 NGÜ)

Eine Entscheidung für Jesus zu treffen, bedeutet mehr, als einfach nur an Gott zu glauben. Wenn ich an Jesus glaube, dann traue ich ihm als Sohn Gottes zu, dass er mich retten und mir ewiges Leben schenken kann.

Dazu vielleicht kurz eine Erklärung: Gott hatte sich das Leben mit den Menschen in einer freiwilligen und versöhnten Beziehung vorgestellt. Die Menschheit hat sich jedoch dafür entschieden, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und ohne Gott zu leben.

Wenn man genau hinschaut, haben wir uns ziemlich verrannt. Es bleibt eine verzweifelte Suche nach Liebe, Sinn und Annahme. Die Bibel nennt diese Zielverfehlung Sünde – „verrannt“ trifft es deshalb eigentlich ganz gut.

Gott kehrt diese Sünde nicht unter den Teppich. Sie ist ein echtes Problem mit schwerwiegenden Konsequenzen. Der Mensch lebt in Trennung von Gott. Wenn nichts passiert, dann bleibt es bis in alle Ewigkeit so.

Weil wir uns verrannt haben, rennt Gott uns entgegen. Jesus kam als Sohn Gottes auf diese Welt und starb als Opfer am Kreuz. Das ist ziemlich spannend, denn damals brachte man Opfer dar, um Schuld zu tilgen. Am besten ein makelloses Tier.

Vielleicht verstehst du nun, weshalb Jesus (Gottes Sohn selbst) als perfektes Opfer am Kreuz starb. Er konnte die gesamte Schuld der Menschheit auf sich nehmen. Er trug die Strafe und die Trennung von Gott. Am Kreuz rief er: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Am dritten Tag stand er von den Toten auf und er besiegte damit den Tod und die Sünde ein für alle Mal. Wenn ich also an Jesus glaube, dann traue ich ihm als Sohn Gottes zu, mich zu retten und mir ein neues, ewiges Leben zu schenken.

Wie treffe ich eine Entscheidung für Jesus?

Auch hier nimmt die Bibel im wahrsten Sinne des Wortes kein Blatt vor den Mund. Paulus schrieb im Römerbrief:

„Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“ (Römer 10:9 NGÜ)

Du kannst jetzt auf deine Knie gehen – als bewusstes Zeichen vor Gott – und ihn bitten, dass du dein Leben von heute an so leben möchtest, wie es ursprünglich gedacht war. In Gemeinschaft mit Gott. Das nennt man Umkehr. Bitte Gott um Vergebung für all die Momente, in denen du ihm den Rücken zugekehrt, ihn ignoriert oder Dinge getan hast, von denen du weißt, dass Gott sie sich anders vorgestellt hat. Sag ihm, dass du daran glaubst, dass er für deine Schuld gestorben und von den Toten auferstanden ist. Bitte ihn, dich nicht mehr loszulassen und dir das Leben zu zeigen, das er für dich vorbereitet hat. Steh dann in der Gewissheit auf, dass du gerade eine Entscheidung getroffen hast. Mit deiner Entscheidung bist du Teil einer großen Gemeinschaft geworden. Nun ist es an der Zeit, Menschen zu suchen, die ebenfalls glauben, und mit ihnen gemeinsam Jesus nachzufolgen. Wenn du niemanden kennst, kannst du uns gern kurz per WhatsApp schreiben. Wir schauen dann, ob wir jemanden in deiner Nähe kennen. 😊 Jetzt geht es erst richtig los, denn nun beginnt ein Leben, in dem du lernst, wie Jesus zu leben. Bis in Ewigkeit.

Persönliches Gebet

Jesus, du hast mich persönlich angesprochen.

Jetzt verstehe ich, dass du mich meinst. Du liebst mich und hast alles für mich gegeben.

Du sollst mein Retter und Meister sein. Ich möchte zu dir umkehren und in deine Arme laufen.

Auf meinen Knien möchte ich dich um Vergebung bitten.

Jesus, ich glaube, dass du der Sohn Gottes bist, dass du für meine Schuld am Kreuz gestorben und am dritten Tag von den Toten auferstanden bist.

Diese gute Botschaft möchte ich glauben, auch wenn ich manchmal zweifele. Hilf mir, dich und dein Reich an erste Stelle zu setzen.

Ich freue mich schon jetzt auf die Ewigkeit bei dir. Hilf mir doch, schon jetzt ein Leben zu leben, wie es dir gefällt.

Ich möchte dein Jünger sein. Lehre mich! Amen.