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Leben in der Erwartung des Kommens Jesu

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Hoffnung
Leben in der Erwartung des Kommens Jesu

„Hey, Jesus könnte heute wiederkommen!“

Stehst du morgens auf und hast du als erstes diesen Gedanken? Ich ehrlich gesagt (auch) nicht. Und doch wäre es absolut richtig! In Apostelgeschichte 1 heißt es:

„Und als sie unverwandt zum Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihnen, die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!“

Wie cool ist das denn? Jesus Christus ist einmal auf die Welt gekommen, um für unsere Sünden am Kreuz zu sterben und einen Weg in die Ewigkeit bei und mit Gott zu schaffen. Und er wird ein zweites Mal kommen, um seine Herrschaft anzutreten und das Gericht über diese Welt einzuleiten. So weit, so gut, magst du denken, doch was bringt mir dieses Wissen jetzt in meinem Alltag?

Jesus selbst sagte in Matthäus 24:44:

„Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“

Jesu zweites Kommen wird also überraschend geschehen. Den Zeitpunkt können wir nicht errechnen. Also ist es wichtig, jederzeit bereit zu sein. Jesus vergleicht sich im Wort Gottes mit einem Bräutigam, der seine Braut, also uns Gläubige, als seine Gemeinde zu sich holen wird. Es gilt, ein Leben zu leben, das Jesus immer erwartet! Und diese Haltung wirkt sich auf alle Bereiche in unserem Leben aus.

Ich habe mich mit dreien davon enger befasst und glaube, dass es die wichtigsten sind:

1. Freude

Stell dir vor, du könntest jederzeit ein riesig tolles Geschenk erhalten. Du freust dich! Du gehst durch den Tag und denkst dir immer wieder: JETZT könnte es kommen! Genau so und noch viel besser ist es mit unserem Herrn. Zu wissen, dass Jesus in jedem Moment seine Herrschaft antreten könnte, erfüllt mich mit Vorfreude und hilft mir auch, Dinge hier auf der Erde mit dem richtigen Blickwinkel zu sehen. Nehmen wir hierfür mal ein recht „banales“ Bild: Manchmal, wenn ich eine Prüfung vor mir hatte und nervös war, hat es mir geholfen, meinen Blick auf die Ewigkeit zu richten, also mir klarzumachen, dass ich eines Tages bei Jesus in der Ewigkeit sein würde. Schon wurde mir klar, dass diese Prüfung zwar wichtig für mein irdisches Leben war, für die Ewigkeit jedoch keine Relevanz hat. Damit sage ich jetzt aber nicht, dass du für keine Prüfung mehr lernen sollst! 😄

Ich möchte betonen, dass uns die Perspektive Ewigkeit hilft, Dinge richtig einzuordnen und uns eine klare und freudvolle Sicht auf das Leben auf Erden gibt.

2. Heiligung

Ein entscheidender Punkt im Leben eines Christen ist die Heiligung. Heiligung beschreibt den Prozess, Jesus immer ähnlicher zu werden. Ich weiß nicht, wie das bei dir als Kind war, aber ich hatte ab einem bestimmten Alter ein Smartphone, welches ich bis ungefähr 21 Uhr nutzen durfte. Oft kam es vor, dass ich es danach noch weiter genutzt habe. Dann habe ich manchmal die Schritte meiner Mutter oder meines Vaters in der Nähe gehört und ließ ganz schnell das Smartphone unter dem Kissen verschwinden. Meinen Eltern war das natürlich nicht entgangen. Ich glaube, manchmal schleicht sich in unser Leben als Christ eine gewisse Heimlichkeit ein. Vielleicht nicht bewusst, doch unbewusst tun wir Dinge, bei denen wir eigentlich genau wissen, dass Jesus sie nicht tun würde. Unter Umständen fallen dir jetzt beim Lesen sogar Punkte ein. Nun stell dir vor, du tust gerade etwas, was Jesus nicht gefällt und in genau diesem Moment erscheint er. Wie würdest du dich fühlen? Was würdest du ihm sagen? Wenn ich mir das vorstelle, schäme ich mich ehrlich gesagt manchmal.

Wenn wir uns das vor Augen halten, ist es logisch, dass wir diesem „ertappt-werden“ entgehen möchten. Deshalb ist es wichtig, sich immer wieder daran zu erinnern, dass Jesus bald wiederkommt, denn dann werden wir deutlich leichter das, was nicht seinem Willen entspricht, unterlassen und gute Dinge tun!

3. Evangelisation

Das ist vermutlich der wichtigste Punkt. Unser Glaube verliert jede Sinnhaftigkeit, wenn wir ihn für uns behalten möchten. Es ist unsere Aufgabe, sogar unsere Pflicht als Christ, die rettende Botschaft weiterzugeben. Das geschieht natürlich durch die beiden oben genannten Punkte. Es ist wichtig, dass die Menschen um uns herum unseren Lebensstil sehen und daran erkennen können, dass wir zu Jesus gehören. Doch gleichzeitig ist es entscheidend, dass wir auch davon erzählen! Die eindeutigste Aufforderung dazu gab Jesus uns in Matthäus 28:19, dem sogenannten Missionsbefehl:

„So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Doch weshalb ist das so wichtig?

Wenn Jesus wiederkommt, wird die Ewigkeit unter seiner Herrschaft anbrechen. Das bedeutet auch, dass Gericht geschieht. Und jeder, der nicht an Jesus glaubt, wird das volle Urteil erhalten, also die ewige Verdammnis. Das hätte jeder von uns verdient! Es ist reine Gnade, dass Jesus uns die Augen geöffnet hat und wir zu ihm gehören dürfen. Darum lasst uns so vielen Menschen wie möglich diese Rettung nahebringen und beten, dass Gott die gleiche Rettung an ihnen geschehen lässt, indem wir uns täglich vor Augen führen, dass der Herr zu jeder Zeit wiederkommen könnte und es dann für einige Menschen zu spät ist.

Ich möchte dir als Ermutigung mitgeben:

Wenn du zu Jesus gehörst, trägst du eine Freude und eine Hoffnung in dir, die nicht von dieser Welt ist. Wir wissen, dass das Leid und die Schrecken hier auf der Erde ein Ende haben werden, wenn Jesus wiederkommt, und dass bei ihm jede Träne abgewischt wird.

Lass dein Leben diese Hoffnung widerspiegeln und so ein Licht sein für die Menschen um uns herum, denn, wer weiß …, unserem Gott ist nichts unmöglich!