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Über Jesus reden - Wie?

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Berufung
Über Jesus reden - Wie?

Über Jesus reden – Wie?

Ganz ehrlich: Das ist ein Thema, welches mich momentan sehr beschäftigt. Mein Mann hat sich in seinem Studium mit einer Studie beschäftigt, bei der erforscht wurde, wie viele gläubige Christen in Deutschland sind.

Das Ergebnis ist erschreckend: Nur rund 1 % in Deutschland ist wirklich gläubig! Damit wird Deutschland zu einem unerreichten Volk. Mit diesem Wissen sollte sich unser Wunsch verstärken, mehr von Jesus zu reden.

Doch wie tue ich das? Es gibt zwei Wie‘s, die es zu beantworten gilt.

Einmal die Frage: Wie komme ich überhaupt zu einem Gespräch über Jesus?

Und dann die Frage: Wie führe ich solch ein Gespräch?

Ich glaube, in Deutschland sind wir kulturbedingt etwas verklemmt und steif. Man will niemandem auf den Schlips treten und kümmert sich immer erst mal gern um sich selbst. Und gerade da ist der erste Ansatz: „Von Jesus reden“ beginnt im Herzen.

Wenn wir von einer Sache wirklich überzeugt sind, dann haben wir auch den Drang, mit anderen darüber zu sprechen, weil wir glauben, dass diese Sache auch für sie so gut ist.

Ich habe mich mal mit jemandem über Veganismus unterhalten. Diese Person ist absolut überzeugt davon, dass es für den Körper am besten ist, vegan zu leben. Auch ethisch gesehen gibt es seiner Meinung nach eigentlich keine andere Option. Wir haben uns vorher über meinen Glauben unterhalten. Ich habe seine Leidenschaft für das Thema Veganismus als Beispiel verwendet und ihm erklärt, dass es für mich unglaublich wichtig ist, ihm von meinem Glauben zu erzählen, weil ich absolut davon überzeugt bin, dass er das hören muss. Denn das Evangelium bezieht sich nicht nur auf Gesundheit und Ethik, es rettet Leben über die Zeit auf dieser Erde hinaus! Ich war froh darüber, dass er durch den Vergleich tatsächlich verstanden hat, weshalb es mir so wichtig war, ihm von Jesus zu erzählen.

Dennoch muss ich mich selbst fragen: Wieso fehlt mir diese Einstellung manchmal?

Ich glaube, wir müssen diese Sache wirklich im Gebet vor Gott bewegen und ihn bitten, uns die Dringlichkeit dessen immer stärker aufs Herz zu legen.

Wenn wir an Jesus Christus glauben, sind wir eine neue Schöpfung, das heißt, der Heilige Geist, also Gott selbst, lebt in uns und verändert uns. Wir werden automatisch mit dem auffallen, was wir sagen und tun. Das ist gut so! Selbst dann, wenn wir noch nicht mit jemandem über Jesus gesprochen haben, sollte er oder sie an deinem Verhalten erkennen, dass du anders tickst als die Welt.

Und an diesem Punkt kann sich direkt ein Gespräch ergeben. Vielleicht wirst du gefragt, weshalb du auf eine bestimmte Weise gehandelt hast. Vielleicht habt ihr euch auch über euer Wochenende unterhalten und du hast erzählt, dass du im Gottesdienst warst.

Hier kommt der erste Tipp für dein Gespräch über Jesus:

Erzähle aus deiner eigenen Erfahrung!

Weshalb glaubst du, dass es einen Gott gibt? Wie hat sich dein Leben verändert? Hast du eine besondere Erfahrung mit Gott gemacht?

Das alles sind Dinge, anhand derer man leicht ins Gespräch kommen kann und bei denen ich wirklich gemerkt habe, dass mein Gegenüber mir zugehört hat.

Mein zweiter Rat ist: Sei offen für Fragen!

Entscheidend ist, dass deine Motivation, über Jesus zu sprechen, nicht dem Drang entspringt, ein bestimmtes Thema zu diskutieren. Sei offen dafür, dass dein Gegenüber dir Fragen stellt, und beantworte sie ehrlich! Und wenn du mal keine Antwort auf eine Frage hast, darfst du auch das offen zugeben.

An dieser Stelle rate ich dir, dich mit der Bibel als glaubwürdige Schrift auseinanderzusetzen. Schau dir vielleicht zu Beginn einmal den YouTube-Kanal „Apologetik Projekt“ an.

Zuletzt möchte ich dir den wichtigsten Punkt mit an die Hand geben:

Erzähle das ganze Evangelium!

So häufig höre ich oder erwische ich mich selbst dabei, dass ich davon spreche, dass Gott mein Gegenüber liebt … und dann bleibt man da stehen. Das ist zwar nett und auf jeden Fall nicht falsch, ist aber nicht die Botschaft, die uns gerettet hat.

Es ist entscheidend, dass unser Gesprächspartner von Gott nicht nur als dem liebenden Vater hört, sondern auch als dem gerechten Richter. Denn wenn ich nicht verstehe, dass ich ein Problem habe, wofür brauche ich dann eine Lösung?

Lass dir 1. Johannes 1:9 ein Leitfaden sein:

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Am wichtigsten ist, dass wir ständig mit Gott im Gebet verbunden sind und uns klar ist, dass unsere Mitmenschen verlorengehen, wenn sie nicht das Evangelium hören und daraufhin umkehren.

Ich bete, dass wir den Mut und den Willen haben, über Kritik oder Anfeindungen hinwegzusehen und das Evangelium unseren Mitmenschen zu bringen!