Blogpost
Ansprechbar: "Wie kann ich gute Entscheidungen treffen?"
Das Leben besteht aus vielen kleinen und großen Entscheidungen: Welches Studium werde ich wählen? Für welchen Job bewerbe ich mich? In welche Stadt möchte ich ziehen? Mit welchen Menschen umgebe ich mich? In welche Kirche gehe ich oder gehe ich überhaupt in eine? Mit welcher Person möchte ich den Rest meines Lebens verbringen? ... Vielleicht lautet die Lebensfrage, vor der du aktuell stehst, aber ganz anders. Ich habe hier nur mal ein paar klassische Beispiele aufgezählt.
Ein Sprichwort besagt:
„Der schlimmste Weg, den man wählen kann, ist der, keinen zu wählen.“
Bedeutet: Jeden Tag werden wir Menschen dazu aufgefordert, große und kleine Entscheidungen zu treffen. Wenn wir keine Entscheidung treffen, werden wir stehen bleiben und im Leben nicht vorankommen. In der Konsequenz bedeutet das: Ob du willst oder nicht, du musst entscheiden!
Und ja, Entscheidungen können oftmals richtig schwer sein. Denn sie fordern von uns, dass wir (weit) in die Zukunft denken. Alle möglichen Konsequenzen dieser Entscheidung einkalkulieren. Verstand und Bauchgefühl zusammenbringen. Alle Argumente möglichst gut abwägen und dann eben die bestmögliche Entscheidung treffen. Eine heftige Aufgabe, die für einen Menschen allein schon mal sehr „überfordernd“ sein kann. (Da spreche ich absolut aus Erfahrung!)
Wie kann ich also lernen, gute Entscheidungen zu treffen?
Allem voran möchte ich dir aber sagen: Perfekte Entscheidungen werden du und ich niemals treffen können oder müssen. Denn nur Gott allein kennt die Zukunft! (Vgl. z. B. Psalm 16:11) Wir Menschen können nur mehr und mehr lernen, mit den Mitteln, die wir zum jeweiligen Zeitpunkt zur Verfügung haben, bessere Entscheidungen zu treffen als zuvor. Dieser Aspekt darf dich auch entspannen: Von dir hängt nicht das Glück dieser Welt oder deines Lebens ab, sondern von Gott! Er kann eben auch auf krummen Wegen deines Lebens deine Geschichte noch gerade weiterschreiben. ;-)
Hier ein paar Impulse, die mir weitergeholfen haben, und dir hoffentlich auch:
1. Frage Gott nach Weisheit!
First things first: Die Bibel ist ein allumfassendes Buch für dein ganzes Leben und jede Frage, die das Leben so bietet. Wunderbar! Einerseits kannst du darin als Allererstes überprüfen, ob die Entscheidung, die du treffen willst, grundsätzlich gegen den Willen Gottes spricht. Verbietet die Bibel das Ergebnis einer deiner Entscheidung? Gott hat Leben in Fülle für dich und mich als Gedanken. Wir tun also gut daran, unsere Entscheidungen grundsätzlich an seinem Wort und seinen Geboten auszurichten.
Andererseits finden wir eine sehr ermutigende Bibelstelle zum Thema „Entscheidungen treffen“ in der Bibel:
„Wenn es aber einem von euch an Weisheit fehlt, bitte er Gott darum, und sie wird ihm gegeben werden; denn Gott gibt allen gern und macht dem, der ihn bittet, keine Vorhaltungen.“ (Jakobus 1:5)
Gott verspricht dir und mir in seinem Wort, dass er dir und mir Weisheit geben wird! In der Bibel selbst finden wir auch viele weitere Beispiele, bei denen Menschen ganz konkret eine Frage hatten und dann dafür gefastet und gebetet haben, dass Gott ihnen Weisheit schenkt, die richtige Entscheidung zu treffen (vgl. Apostelgeschichte 13:1-3). Ich selbst habe das konkret schon zweimal in meinem Leben getan und wurde von dieser Methode alles andere als enttäuscht. Also meine Ermutigung an dich, dasselbe zu probieren. (Mehr Praktisches zum Thema Fasten und Gebet findest du in unserer Mediathek hier in der App, wenn du bspw. nach dem Blogbeitrag „Ein Gamechanger für dich und deine Freunde“ suchst.) Gottes Weisheit kommt nicht (immer) als eine klare Anweisung von oben, dass du nun nach links oder rechts abbiegen sollst, sondern vielmehr als eine Weisheit, die in dir zunimmt, und durch die du daraufhin selbstständig Entscheidungen treffen kannst, die innerhalb von Gottes Willen sind. (Große Empfehlung ist an dieser Stelle, dass du dir dieses Video aus unserer Mediathek hier in der App ansiehst:* „Wenn Gott scheinbar nichts tut“*.)
2. Nutze deine Ressourcen!
Gott hat uns mit Absicht nicht allein in diese Welt gestellt. Er hat uns Wegbegleiter in Form von Menschen an unserer Seite geschenkt! Und diese Ressourcen dürfen und sollten wir nutzen.
Vielleicht gibt es in deiner Gemeinde einen Leiter oder eine Leiterin, dem/der du dich mit deinen Fragen anvertrauen kannst. Jemand, der für dich betet und dir vielleicht ein paar Tipps geben kann.
Im besten Fall fragst du zu deiner konkreten Frage eine Person, die deine Entscheidung in ihrem Leben bereits getroffen hat. Hier bekommst du die besten Tipps, da dieser Mensch deine Fragen gut verstehen kann und dir direkt aus seinem Leben berichten kann, was er bei dieser Entscheidung anders gemacht hätte oder eben nicht. Wenn es da niemanden in deinem Umfeld gibt, findest du bestimmt auch im Internet einige Erlebnisberichte von Menschen, die dieselbe oder eine ähnliche Entscheidung treffen mussten wie du jetzt gerade.
Freunde und Familie, die es gut mit dir meinen, in deine Entscheidungsfindung einzubeziehen, ist ebenso sehr zu empfehlen. Durch eine Sicht von außen können eventuelle Irrtümer deinerseits besser aufgedeckt werden. Außerdem wissen Menschen, die dich schon länger begleiten, von deinen Stärken und Schwächen und können dir auch so helfen, eine gute Entscheidung zu treffen. Und wenn du von anderen Menschen begleitet wirst, bist du eher dazu bereit, mutige Schritte zu gehen, und verzweifelst auch weniger an der nahenden Entscheidung.
3. Praktischer Schritt: Angst vs. Hoffnung
Noch ein praktischer Schritt, den ich dir mitgeben möchte:
„Mögen deine Entscheidungen deine Hoffnungen aufzeigen, nicht deine Ängste.“ (Frei übersetzt nach Nelson Mandela)
Ist das nicht ein absoluter Traum? Wie wäre es, wenn deine Entscheidungen voller Hoffnung sind, dass Veränderung möglich ist?! Wie großartig wäre es, wenn du dich nicht schon wieder gegen Veränderung entscheiden würdest, weil deine Ängste einfach zu groß sind?!
Deshalb möchte ich dir folgenden praktischen Schritt ans Herz legen. Dieser Schritt klingt vielleicht sehr simpel, doch er ist sehr effektiv:
Nimm dir die Zeit und erstell zu deiner Frage, zu der du eine Entscheidung treffen möchtest, eine Pro-Kontra-Tabelle. Was spricht für die eine Sache und was dagegen?
Geh dann deine Pro-und-Kontra-Tabelle mit allen ihren sachlichen und emotionalen Argumenten durch, und wirf den ehrlichen Blick darauf: Sind es Ängste, die das jeweilige Argument bestimmt haben? Oder sind es Hoffnungen, die auf der Pro-und-Kontra-Seite stehen?
Streiche alle Argumente durch, die von Ängsten bestimmt sind! (Beispiel für ein solches Argument: „Die anderen Menschen werden nicht an mich und meine Idee glauben.“)
Kreise alle Argumente ein, die von Hoffnung sprechen! (Beispiel für ein solches Argument: „Schon seit Jahren habe ich diesen Traum und diese Entscheidung könnte mich meinem Traum näherbringen.“)
Und dann geh deine Liste noch mal durch. Auf welcher Seite überwiegen jetzt die Argumente? Für welche Entscheidung sprechen die meisten eingekreisten Argumente, also solche, die eindeutig von Hoffnung sprechen? Das ist die Entscheidung, die Veränderung voller Hoffnung bringen kann.
4. Geh Schritte!
Am wichtigsten ist, dass du dann auch Schritte gehst. Hadere nicht zu lange mit einer Entscheidung, denn es gilt: Gott kann nur fahrende Boote lenken.
Vielleicht biegst du auf dem Weg tatsächlich mal falsch ab. Doch wer kann schon beurteilen, ob eine Entscheidung wirklich falsch war? „Schwierig“ bedeutet nicht automatisch „falsch“. Gott kann vielleicht genau diese Idee für dein Leben gehabt haben, die von dieser vermeintlich „falschen“ Entscheidung verursacht wurde. Letztendlich können wir das nie final beurteilen.
Jeden Mittwoch beantworten wir auf unserer Instagram-Seite @stayonfire.official im Format „Ansprechbar“ eure Fragen. Nicht jede Frage lässt sich im Rahmen einer kurzen Insta-Story beantworten. Daher gehen wir auf einige komplexere Fragen sonntags als Blogbeitrag in unserer App ein.
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