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Den Glauben weitergeben: Schwierige Fragen beantworten

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben
Den Glauben weitergeben: Schwierige Fragen beantworten

Kennst du diese Situation? Du sprichst mit einer Person über den christlichen Glauben. Vielleicht ist dieser Mensch schon mit Jesus unterwegs. Vielleicht kennt sie oder er Gott aber noch nicht. Und dann kommt sie: Eine schwierige Frage zum christlichen Glauben, die du nicht beantworten kannst.

Zum Beispiel:

„Wenn Gott so gut ist, warum lässt er dann all das Böse in der Welt zu?“

Oder die hier:

„Wie kann ein gerechter Gott einem Mörder einfach so vergeben, nur weil er Christ geworden ist? Das ist doch ungerecht!“

Du stehst da, überlegst hin und her, doch dir fehlen die richtigen Worte. Vielleicht ruft die Frage deines Gegenübers am Ende selbst in dir Zweifel an Jesus hervor. So nach dem Motto:

„Stimmt, diese Frage kann die Bibel wirklich nicht beantworten … Ist mein Glaube an Gott dann tatsächlich wahr?!“

Solche Gespräche sind gar nicht so untypisch. Zumindest habe ich sie bereits einige Male in meinem Leben geführt. Und ich stand nicht selten auch ziemlich ratlos dar.

Wie kann es uns nun aber gelingen, auch schwierige Fragen zum christlichen Glauben weise und sinnvoll zu beantworten?

Hier einige Tipps von mir, die ich selbst als hilfreich empfunden habe:

1. Zweifel und Fragen zulassen

Zunächst sei gesagt: Der christliche Glaube DARF hinterfragt werden. Wir folgen keinem Gott, der uns dazu auffordert, unseren Verstand an der Türklinke abzugeben, sobald wir Jesus kennengelernt haben. Er hat uns als denkende Wesen erschaffen, die ihre Fragen stellen dürfen. Auch direkt an ihn! In der Bibel haben die Heldinnen und Helden der Geschichten nicht selten selbst Gott und seine Taten hinterfragt. Mose, Petrus und David sind nur einige Beispiele dafür. In dem biblischen Buch der Psalmen findest du einige Fragen, die König David direkt an Gott richtete, weil er so manches an Gott und seinen Entscheidungen nicht verstehen konnte.

Also: Stell deine Fragen und suche nach Antworten. Das gilt genauso für deine Gesprächspartner. Kommuniziere ihnen deutlich, dass bei Gott Fragen an ihn und sein Handeln erlaubt sind! Der Glaube ist eine Reise, auf der es viel zu entdecken gibt. Es geht darum, sich auf diese Glaubensreise einzulassen.

2. Gute Ressourcen finden

Die Frage, die dein Gegenüber sich stellt oder du dir selbst stellst, wurde sicherlich schon oft gestellt. Ja, über die letzten 2.000 Jahre seit der Entstehung des Christentums bestimmt haufenweise. Das bedeutet: Es gibt und gab bereits Menschen, die sich konstruktiv mit dieser Frage an den christlichen Glauben auseinandergesetzt haben!

Natürlich lassen sich anhand des Studiums der Bibel viele Fragen beantworten. Die Bibel selbst gibt tatsächlich auf eine Fülle an Fragen, die immer wieder kursieren, fundierte und teils sehr eindeutige Antworten. Jedoch kann dies ein biblisches (Vor-)Wissen erfordern, was sich nicht unbedingt jede Person bereits angeeignet hat. Deshalb die folgende Anmerkung dazu:

Heutzutage ist es aufgrund des Internets kein Problem mehr, Impulse zu biblischen Fragen schnell zu finden, die bereits publikumsfreundlich und leicht verständlich aufgearbeitet wurden. An dieser Stelle sei der deutschsprachige YouTube-Kanal „Apologetik Projekt“ (*keine Werbung) empfohlen, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, den christlichen Glauben gegen ein kritisches Hinterfragen zu verteidigen und Antworten auf Glaubenszweifel zu geben.

Auch wir haben in unserer Blogreihe „Ansprechbar“ hier in der App und auf unserer Webseite bereits zahlreiche schwierige Fragen zum Glauben beantwortet. Schau dazu gern einmal in unserer Mediathek vorbei. Vielleicht wurde auch deine Frage oder die deines Gegenübers schon beantwortet. Wenn nicht: Schreib uns gern bei Instagram oder eine E-Mail an info@stayonfire.de und wir schauen, dass wir deine Frage so gut wie möglich beantworten werden.

Darüber hinaus gibt es natürlich zahlreiche Bibelkommentare, Bücher und Predigten von Theologen zu finden, die Antworten geben möchten.

3. Christ/in zu sein, bedeutet nicht, perfekt zu sein!

Weder erwartet Gott von dir, dass du alle schwierigen Fragen an deinen Glauben beantworten kannst, noch erwartet Gott, dass man zuerst alle Antworten gefunden haben muss, um sich für ein Leben mit Jesus zu entscheiden. Das Gegenteil ist der Fall!

Vermittle deinem Gegenüber in aller Deutlichkeit, dass Gott sich einfach wünscht, in einer lebendigen Glaubensbeziehung mit uns Menschen zu leben und dass sie oder er, wenn sie oder er sich für ihn entscheidet und um die Vergebung der eigenen Sünden bittet, sich einfach mal auf die Glaubensreise mit Gott einlässt und Jesus erleben wird!

Es ist eine Chance, die jede/r von uns nutzen darf. Jede/r kann nach seiner Entscheidung für Jesus selbst entdecken, wer dieser Gott wirklich ist, und wird im Laufe seines Glaubenslebens bestimmt so einige Antworten auf Fragen finden. Auch ich durfte genau das bereits in meinen bald 10 Jahren mit Jesus erleben.

In diesem Sinne wünsche ich dir Gottes Segen und seine Weisheit bei der Suche nach Antworten auf die (berechtigten und) schwierigen Fragen an den christlichen Glauben! Fragen zu stellen und Antworten auf Zweifel zu suchen, bedeutet, dass du im Glauben Schritte vorwärtsgehst und Jesus immer besser kennenlernen möchtest und wirst.