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Paradox der Bibel: Größter Widerstand auf dem richtigen Weg

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Glaubensleben
Paradox der Bibel: Größter Widerstand auf dem richtigen Weg

Hast du schon einmal erlebt, dass du glaubtest, das Richtige zu tun, und dabei unglaublich viel Gegenwind bekamst? Vielleicht wolltest du mal jemandem von deinem Glauben erzählen und hast stattdessen einen wirklich fiesen Kommentar geerntet. Oder du hast mal bei einer Evangelisation teilgenommen und wurdest daraufhin beschimpft oder ausgelacht. Manchmal treffen wir auch eine schwierige Entscheidung, und danach will irgendwie nichts mehr so richtig klappen.

Da fragt man sich doch: Wenn ich so viel Widerstand erlebe, ist es dann überhaupt richtig? Für die Antwort auf diese Frage werfen wir am besten einen Blick in die Bibel, zum Beispiel auf Paulus. Paulus wurde für seinen Glauben nicht nur abgelehnt, er wurde schwer verfolgt und schließlich sogar dafür hingerichtet.

Ein anderes Beispiel ist der Prophet Jesaja: Zu Beginn seiner Berufung sagte Gott ihm, dass Jesaja predigen soll, sich aber niemand darauf hin bekehren würde. Damit bekam Jesaja eine der schwierigsten Aufgaben: Er sollte predigen, obwohl Gott ihm bereits sagte, dass das Volk nicht auf ihn hören würde (vgl. Jesaja 6:9-10).

Wir sehen: Es ist nicht unüblich, dass wir in dieser Welt Gegenwind bekommen. Ein aktuelles Beispiel ist die Ermordung von Charlie Kirk, ich schreibe diesen Blogbeitrag, während die Nachricht von seinem Tod frisch durch die Medien geht. Er starb, weil er sich nicht scheute, seine Meinung zu teilen, und sich öffentlich zu Jesus bekannte.

Jesus selbst sagte im Johannes-Evangelium Folgendes:

„Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch achthaben.“ (Johannes 15:18-20)

Also, hast du Lust, jetzt mit mir zu evangelisieren? Eher nicht? Ja, das kann ich verstehen. Jesus gibt hier keine sonderlich rosige Prognose für die Reaktionen. Und doch ist es absolut der richtige Weg, von unserem Glauben zu erzählen und auch dafür einzustehen. Dazu gibt uns Jesus im Matthäus-Evangelium extra den Auftrag!

Doch was ist jetzt, wenn ich eine Entscheidung treffen muss, zum Beispiel in Sachen Berufswahl oder für oder gegen einen Kauf, und ich da nicht weiß, was der richtige Weg ist? Kann ich daraus vielleicht ein Prinzip machen: Widerstand = richtige Entscheidung? Davon würde ich abraten. Wir können anhand verschiedener Parameter beurteilen, ob etwas Gottes Willen entspricht oder nicht.

1. Was steht im Wort Gottes?

Unser erster Schritt sollte immer sein, unsere Entscheidung mit der Bibel zu prüfen. Gibt es eine explizite Aussage zu meiner Situation? Wenn nicht, gibt es bestimmte Prinzipien in der Bibel, die für oder gegen meine Entscheidung sprechen? Geh ins Gebet und bitte Gott um Weisheit.

2. Was sind meine Motive?

Gott sieht in unser Herz und kennt es besser, als wir es kennen. Wir können unsere Motive prüfen und feststellen, ob die Entscheidung ganz tief in uns vielleicht nur dazu dient, dass ich beispielsweise Anerkennung von anderen erhalte. Wenn mein Motiv eines ist, welches Gottes Reich dient, dann steht der Sache in diesem Punkt nichts im Wege.

3. Was sagen andere, gottesfürchtige Menschen in meinem Umfeld?

Manchmal braucht es einen zweiten Blick auf eine Situation. Beziehe vielleicht deinen Pastor oder eine Person deines Vertrauens mit ein. Gemeinsam lässt es sich leichter beurteilen, was der richtige Weg ist.

Also: Als Christ muss ich mit Gegenwind und Widerstand rechnen, das sehen wir in der Bibel und auch in unserem eigenen Leben. Dennoch sind wir dazu aufgefordert, dem Gegenwind standzuhalten und wieder aufzustehen, wenn er uns mal umhaut.

Kann ich daraus ein Prinzip machen? Nein, denn unser Maßstab und Richtwert ist immer das Wort Gottes. Im 2. Timotheus-Brief heißt es: Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Und das Allerwichtigste: Wir dürfen der Führung Gottes vertrauen.

Sprich im Gebet darüber und glaube fest, dass Gott deine Schritte lenkt.