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Impuls

Das Spiel Um Die Ehre

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Matthäus

Kapitel 23, Vers 1–​12

DIE PHARISÄER UND SCHRIFTGELEHRTEN

1 Dann sprach Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern: 2 »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sind dazu eingesetzt, euch das Gesetz von Mose auszulegen. 3 Richtet euch nach ihren Worten und tut alles, was sie euch sagen! Nehmt euch aber kein Beispiel an ihren Taten! Denn sie halten selbst nicht ein, was sie von den anderen verlangen. 4 Sie denken sich schwere, fast unerträgliche Forderungen aus und bürden sie den Menschen auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. 5 Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau. Sie tragen besonders breite Gebetsriemen und an den Gewändern auffällig lange Quasten. 6 Bei den Festen wollen sie die Ehrenplätze bekommen, und auch in der Synagoge sitzen sie am liebsten in der ersten Reihe. 7 Es gefällt ihnen, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt und ›Rabbi‹ nennt. 8 Lasst ihr euch nicht so anreden! Nur Gott ist euer Meister, ihr seid untereinander alle Geschwister. 9 Ihr sollt auch niemandem auf der Erde den Ehrentitel ›Vater‹ geben, denn nur einer ist euer Vater: Gott im Himmel. 10 Ihr sollt euch auch nicht Lehrer nennen lassen, weil ihr nur einen Lehrer habt: Christus. 11 Wer unter euch groß sein will, der soll allen anderen dienen. 12 Alle, die sich selbst ehren, werden gedemütigt werden. Wer sich aber selbst erniedrigt, wird geehrt werden.«

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Sobald eine Person aus religiösen Gründen besondere Wertschätzung von Menschen erwartet, sollten unsere inneren Alarmglocken angehen. Ist solch eine Erfahrung tatsächlich so fern, wie es uns vielleicht erscheint? Tatsächlich nicht, denn es geht Gott hier um die Herzenseinstellung eines jeden. Egal, ob ich eine kleine Gruppe in meiner Kirche leite, im Gottesdienst im Lobpreis mitspiele oder eine Predigt halte: Es ist ein Dienst für Gott und zu Gottes Ehre. Mein eigenes Ansehen oder meine eigene Ehre sollten hierfür nicht meine Motivation sein. Bin ich so ehrlich, mir einzugestehen, wenn mein Herz hier in eine Schieflage geraten ist? Oder, wenn ich selbst nicht in einer Leitungsposition in meiner Kirche bin: Wie sehe ich meine Leiter an? Denke ich, dass sie auf irgendeine Weise „heiliger“ sind als ich? Gehe ich in meine Kirche, weil ich ihre Leiter oder Prediger so sehr feiere oder weil ich hier tatsächlich Gott erlebe?

Gott möchte uns davor bewahren, unsere Erwartungen an die Institution Kirche und unsere Enttäuschungen durch unperfekte Leiter oder Pastoren auf den einen perfekten Gott zu projizieren. Wir müssen keine unrealistischen Erwartungen an unsere Leiter stellen, die am Ende nur Gott erfüllen kann, sonst ist die Enttäuschung bereits vorprogrammiert.