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Ein Gebet für die Anderen

Mona Kleinfeldvon Mona Kleinfeld
Soziales Leben
Ein Gebet für die Anderen

Während ich für diese Woche über den Fokus nachdachte, den ich mit dir zusammen nun zum Thema Gebet beleuchten möchte, kam ich nicht an der Stelle vorbei, an der Jesus explizit für seine Jünger betete (Johannes 17). Vorab einmal zum Kontext: Dieses Kapitel ist ein einzig großes und inniges Gespräch von Jesus mit seinem Vater. Und obwohl er es unmittelbar vor dem Zeitpunkt spricht, als er verraten und verhaftet wird, richtet es sich an seine Jünger und an die Menschen, die durch sie noch zum Glauben kommen werden.

Stark, oder findest du nicht?! Wenn ich mich in solch einer Todesangst wiederfinden würde, ich denke, mein Gebet wäre so viel mehr auf mich gerichtet. Und selbst, wenn ich die Menschen mit einbeziehe, die mir am nächsten stehen, so, wie Jesus es hier mit seinen Jüngern tut, käme ich sicherlich nicht auf die Idee, ebenso die Personen mit einzuschließen, die wer weiß wann einmal von Jesus hören werden. Auch hier darf ich einmal mehr von Jesus selbst lernen!

Wenn ich auf mein Leben schaue, sehe ich meine Herausforderung nicht darin, große Gebete zu sprechen. Ich meine die Art von Gebeten, die unmöglich erscheinen und beinahe waghalsige Schritte von mir selbst erfordern. Denn über die Jahre durfte ich selbst lernen, was es bedeutet, intensiv dranzubleiben sowie zu gehen. Auch, wenn ich mich somit ins Ungewisse begebe. Und doch stehe ich hier und merke, dass ich es zu oft vernachlässige, mir intensiv Zeit für die Personen zu nehmen, denen ich in meinem Leben begegne. Oder einmal weiter und aus Gottes Sichtweise gedacht – die Personen, die durch meine engsten Freunde zu Gott finden dürfen.

Wann immer ich umgezogen oder ins Ausland gegangen bin, ich wusste, dass insbesondere meine Eltern und meine Oma im Gebet hinter mir stehen. Auch, wenn ich selbst aktiv gehen musste, bin ich mir äußerst bewusst, dass diese Haltung erst das möglich machte, was ich in den besagten Zeiten erleben und mir aufbauen durfte. Dafür bin ich mehr als dankbar!

Gerne möchte ich dir mitgeben, dass du diese Woche Johannes 17 nochmals in Ruhe liest. Aus diesem Gebet können wir so viel vom Wesen Jesu mitnehmen und uns ebenso selbst hinterfragen, welche Worte die Zeiten mit Gott füllen, die ich mir mit ihm nehme. Geht es einschließlich um mich? Um das, was ich mir wünsche, und das, was meine Träume ausmachen? – Keinen Stress, auch dies ist gut genug, um es mit Jesus zu bereden.

Oder beginne ich damit, die Menschen einzuschließen, um die es mir in meinem Leben gehen sollte? Freunde, Familie und Bekannte, die bereits im Glauben stehen, oder, wenn noch nicht, die Menschen, die Gott mir aufs Herz gelegt hat.

Vergiss nie die Power, die ein Gebet aus tiefstem Herzen mit sich bringt. Einmal mehr, wenn wir uns investieren, für eine andere Person zu beten. Mit einer sehr guten Freundin habe ich vor einiger Zeit begonnen, Gebetsanliegen zu sammeln, und zwar immer montags, sodass wir einmal stärker in die neue Woche starten.

Mach einen Unterschied. Und beginne damit im Gebet für die Anderen.

(Repost, 19.09.2019)