2. Korinther
Kapitel 2, Vers 1–11
VERGEBUNG FÜR EINEN BESTRAFTEN
1Ein Besuch bei euch schien mir nicht sinnvoll zu sein, weil er uns allen nur neuen Kummer gebracht hätte. 2Denn wenn ich euch nur traurig mache, bleibt ja niemand, der mich wieder froh stimmen könnte. 3Genau das habe ich euch ja in meinem Brief geschrieben. Ich wollte nicht zu euch kommen und erleben, wie gerade die Menschen, die mir Freude bereiten sollten, mich traurig machen. Denn ich bin mir sicher, dass auch ihr euch freut, wenn ich mich freuen kann. 4In großer Sorge, mit schwerem Herzen und unter Tränen hatte ich euch geschrieben. Aber ich wollte euch damit nicht verletzen. Im Gegenteil! Ihr solltet vielmehr erkennen, wie sehr ich gerade euch liebe. 5Wer anderen Kummer bereitet hat, der hat nicht nur mich traurig gemacht, sondern euch alle – oder doch fast alle, um nicht zu übertreiben. 6Die meisten von euch haben sein Verhalten bestraft, damit soll es gut sein. 7Jetzt müsst ihr ihm vergeben und ihn ermutigen, denn er soll nicht verzweifeln. 8Deshalb bitte ich euch: Entschließt euch dazu, ihm wieder eure Liebe zu zeigen. 9Der Zweck meines Briefes ist ja erreicht; ich wollte nämlich sehen, ob ihr euch bewährt und meine Anweisungen befolgt. 10Wem ihr vergebt, dem vergebe ich auch. Wenn ich etwas zu vergeben hatte, dann habe ich es um euretwillen vor Christus längst getan. 11Denn wir kennen die Absichten Satans nur zu genau und wissen, wie er uns zu Fall bringen möchte. Aber das soll ihm nicht gelingen.
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Weitere Infos →Eine Person in der Gemeinde in Korinth hat einen Fehler gemacht. Einen so schweren Fehler, dass er vielen Menschen mit seinem Verhalten Trauer und Kummer bereitet hat. Die Person hat ihre Strafe dafür bekommen, so hat Paulus es auch der Gemeinde empfohlen. Doch nun ist es umso wichtiger, nach der gerechten Konsequenz für das Verhalten, der entsprechenden Person zu vergeben! Sie zu ermutigen, ihr Leben nun wieder in den Griff zu bekommen! Der Satan, so bezeichnet Paulus den Teufel an dieser Stelle, will, dass Christen in Bitterkeit und Streitsucht ohne Vergebung miteinander leben. Also hält Paulus an dieser Stelle entschieden dagegen: "Deshalb bitte ich euch: Entschließt euch dazu, ihm [der Person] wieder eure Liebe zu zeigen." (V. 8)
Mal wieder ein super relevanter und sehr praxisnaher Text zu unserer heutigen Lebenswelt. Auch in unserer heutigen Kirchen- und Gemeindekultur kann es leider vorkommen, dass Menschen einander nicht vergeben. Gedanken wie "Das geschieht ihm oder ihr aber recht" oder "Mit ihr oder ihm werde ich nie wieder auch nur ein Wort sprechen" sind zerstörerisch und führen zu nichts. Ja, Gerechtigkeit und Strafe müssen sein. Menschen müssen aus ihren Fehlern lernen. Aber wenn dir jemand, auch oder gerade in der Kirche oder Gemeinde, etwas Schlechtes getan hat, dann darfst du dieser Person von Herzen vergeben. Dieser Weg ist gesund. Dieser Weg kommt von Christus. Dieser Weg führt zum Leben. Kein anderer. Nur der Weg der Vergebung.