1. Korinther
Kapitel 12, Vers 1–11
GOTT GIBT JEDEM SEINE GABE
1Liebe Brüder und Schwestern, ihr habt in eurem Brief die Gaben angesprochen, die Gottes Geist schenkt. Darüber sollt ihr nun Genaueres erfahren. 2Ihr wisst, dass es euch mit unwiderstehlicher Gewalt zu den stummen Götzen gezogen hat, als ihr noch keine Christen wart. 3Ich erkläre euch aber ausdrücklich: Wenn ein Mensch geleitet von Gottes Geist redet, kann er nicht sagen: »Verflucht sei Jesus!« Und keiner kann bekennen: »Jesus ist der Herr!«, wenn er nicht den Heiligen Geist hat. 4So verschieden die Gaben auch sind, die Gott uns gibt, sie stammen alle von ein und demselben Geist. 5Und so unterschiedlich auch die Aufgaben in der Gemeinde sind, so ist es doch derselbe Herr, der uns dazu befähigt. 6Es gibt verschiedene Wirkungen des Geistes Gottes; aber in jedem Fall ist es Gott selbst, der alles bewirkt. 7Wie auch immer sich der Heilige Geist bei jedem Einzelnen von euch zeigt, seine Gaben sollen der ganzen Gemeinde nützen. 8Dem einen schenkt er im rechten Augenblick das richtige Wort. Ein anderer kann durch denselben Geist die Gedanken Gottes erkennen und weitersagen. 9Wieder anderen schenkt Gott durch seinen Geist unerschütterliche Glaubenskraft oder unterschiedliche Gaben, um Kranke zu heilen. 10Manchen ist es gegeben, Wunder zu wirken. Einige sprechen in Gottes Auftrag prophetisch; andere sind fähig zu unterscheiden, was vom Geist Gottes kommt und was nicht. Einige reden in unbekannten Sprachen, und manche schließlich können das Gesagte für die Gemeinde übersetzen. 11Dies alles bewirkt ein und derselbe Geist. Und so empfängt jeder die Gabe, die der Geist ihm zugedacht hat.
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Weitere Infos →Solch eine christliche Gemeinde ist schon eine ziemlich herausfordernde Angelegenheit. Vielleicht durftest du ja auch schon die eine oder andere Erfahrung sammeln. Wenn so viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen, kommt es manchmal zu Uneinigkeiten, Streitigkeiten, Resignation, Stillstand. Menschen verlassen Kirchen und christliche Gemeinden aufgrund von Enttäuschung. Man könnte sich schon mal fragen, warum es nach wie vor Leute gibt, die sich die Aufgabe, eine Kirche oder Gemeinde zu leiten, überhaupt zutrauen. Und auch für die Mitglieder ist das alles des Öfteren eine ziemliche Zumutung. Und ja: Das Projekt Gemeinde und Kirche ist aus menschlicher Sicht wohl wirklich zum Scheitern verurteilt. Doch der riesige Vorteil einer christlichen Gemeinde oder Kirche ist doch, dass Gott selbst in ihr wirkt. Aus Gottes Perspektive kann das Projekt "Gemeinde" absolut gelingen!
Du und ich müssen die Gemeinde nicht alleine zum Gelingen bringen. Jede und jeder muss sich eingestehen, dass sie oder er es aus sich selbst heraus niemals packen wird, eine lebendige Gemeinde zu bauen! Kein Pastor kann das. Kein Lobpreisleiter kann das. Keine Jugendleiterin kann das. Kein Kirchenmitglied kann das. Unsere Hoffnung ist nicht ein Mensch. Die Hoffnung für Kirche und Gemeinde ist der Geist Gottes: "So verschieden die Gaben auch sind, die Gott uns gibt, sie stammen alle von ein und demselben Geist. Und so unterschiedlich auch die Aufgaben in der Gemeinde sind, so ist es doch derselbe Herr, der uns dazu befähigt. Es gibt verschiedene Wirkungen des Geistes Gottes; aber in jedem Fall ist es Gott selbst, der alles bewirkt." (V. 4-6) Der Geist Gottes befähigt die Kirche. Gibst du Raum dafür? Oder bist du viel zu sehr auf deine eigenen Fähigkeiten fokussiert und verpasst dabei, dass Gott eigentlich schon alles für dich vorbereitet hat?