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Impuls

Ein bewundernswerter Glaube

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Lukas

Kapitel 7, Vers 1–​10

EIN HAUPTMANN VERTRAUT JESUS

1Nachdem Jesus das alles zu der Menschenmenge gesagt hatte, ging er nach Kapernaum. 2In dieser Stadt lebte ein Hauptmann des römischen Heeres. Dessen Diener war schwer krank und lag im Sterben. Weil der Hauptmann seinen Diener sehr schätzte, 3schickte er einige führende Männer der jüdischen Gemeinde zu Jesus, von dessen Ankunft er gehört hatte. Sie sollten ihn bitten, mitzukommen und seinem Diener das Leben zu retten. 4So kamen sie zu Jesus und baten ihn inständig: »Hilf diesem Mann! Er hat es verdient, 5denn er liebt unser Volk und hat sogar den Bau der Synagoge bezahlt.« 6Jesus ging mit ihnen. Aber noch ehe sie das Haus erreicht hatten, schickte ihm der Hauptmann einige Freunde entgegen und ließ ihm sagen: »Herr, mach dir nicht die Mühe, in mein Haus zu kommen; denn ich bin es nicht wert, dich zu empfangen. 7Deshalb bin ich auch nicht persönlich zu dir gegangen. Sag nur ein einziges Wort, dann wird mein Diener gesund. 8Auch ich stehe unter höherem Befehl und habe andererseits Soldaten, die mir gehorchen. Wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹, dann geht er. Befehle ich einem anderen: ›Komm!‹, dann kommt er. Und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu dies!‹, dann führt er meinen Auftrag aus.« 9Als Jesus das hörte, wunderte er sich sehr über ihn. Er wandte sich der Menschenmenge zu, die ihm gefolgt war, und sagte: »Eins ist sicher: Nicht einmal unter den Juden in Israel bin ich einem Menschen mit einem so festen Glauben begegnet.« 10Als die Freunde des Hauptmanns in das Haus zurückkamen, fanden sie den Diener gesund vor.

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Der Hauptmann hat es verdient, dass Gott seine Bitte erhört. Davon gehen zumindest die Menschen aus, die wissen, welche Wohltaten Gott seinem Volk erwiesen hat (vgl. V. 4+5). Und doch ist der Mann demütig. Er hat verstanden, dass seine Taten niemals dazu führen können, dass Gott etwa seine Gebete erhören müsste. Er formuliert die folgenden Sätze: "Herr, mach dir nicht die Mühe, in mein Haus zu kommen; denn ich bin es nicht wert, dich zu empfangen. Deshalb bin ich auch nicht persönlich zu dir gegangen. Sag nur ein einziges Wort, dann wird mein Diener gesund." (V. 6+7) Jesus erkennt den demütigen Glauben des Hauptmanns an. Und der Wunsch des Hauptmanns wird erfüllt: Sein Diener wird von Gott geheilt (vgl. V. 9+10).

Nichts, was du tust, qualifiziert dich vor Gott! Es kommt niemals auf dich, sondern immer nur auf Jesus Christus allein an! Nicht deswegen, weil du ein besonders toller Christ, eine besonders bewundernswerte Christin bist, erhört Gott deine Bitten, sondern allein aus seiner Gnade heraus! Ein solch bedingungsloses Vertrauen auf Gottes Souveränität findet selbst bei Jesus Christus Bewunderung (vgl. V. 9). Bitte Gott, dass er dir auch solch einen unerschütterlichen Glauben schenkt, der weder von den eigenen Taten noch von den von Gott erhörten Gebeten abhängig ist, sondern der im Vertrauen auf Gott betet und darauf vertraut, dass genau das Richtige geschehen wird.