Johannes
Kapitel 9, Vers 1–12
JESUS HEILT EINEN BLINDEN
1Unterwegs sah Jesus einen Mann, der von Geburt an blind war. 2»Rabbi«, fragten die Jünger, »wer ist schuld daran, dass dieser Mann blind ist? Hat er selbst Schuld auf sich geladen oder seine Eltern?« 3»Weder noch«, antwortete Jesus. »Vielmehr soll an ihm die Macht Gottes sichtbar werden. 4Solange es Tag ist, müssen wir die Taten Gottes vollbringen, der mich gesandt hat. Bald kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. 5Doch solange ich in der Welt bin, werde ich für die Menschen das Licht sein.« 6Dann spuckte er auf die Erde, rührte mit dem Speichel einen Brei an und strich ihn auf die Augen des Blinden. 7Dann forderte er ihn auf: »Geh jetzt zum Teich Siloah und wasch dich dort.« Siloah heißt übersetzt: »der Gesandte«. Der Blinde ging hin, wusch sich, und als er zurückkam, konnte er sehen. 8Seine Nachbarn und andere Leute, die ihn als blinden Bettler kannten, fragten erstaunt: »Ist das nicht der Mann, der immer an der Straße saß und bettelte?« 9Einige meinten: »Er ist es.« Aber andere konnten es einfach nicht glauben und behaupteten: »Das ist unmöglich! Er sieht ihm nur sehr ähnlich.« »Doch, ich bin es«, bestätigte der Mann selbst. 10Da fragten sie ihn: »Wie kommt es, dass du plötzlich sehen kannst?« 11Er berichtete: »Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Brei und strich ihn auf meine Augen. Dann schickte er mich zum Teich Siloah. Dort sollte ich den Brei abwaschen. Das habe ich getan, und jetzt kann ich sehen!« 12»Wo ist denn dieser Jesus?«, fragten sie weiter. »Das weiß ich nicht«, gab er ihnen zur Antwort.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Der Mann war von Geburt an blind. Eine echte Bürde im Leben, die alles andere als leicht sein muss. In der damaligen Zeit war Blindheit sogar ein noch schwereres Schicksal, als es das heute ist. Der Mann konnte nicht arbeiten gehen und bekam stattdessen aber auch keine staatlichen Hilfen. Er war aufs Betteln angewiesen. Im Grunde war er einfach nur hilflos. Einer der Schwächsten in der damaligen Gesellschaft. Und was tat Jesus? Er half diesem Mann. Er sagte auch noch dazu, dass an ihm die Macht Gottes sichtbar werden solle. Was für eine unfassbare Ehre für den Mann damals! Gott selbst beendete nicht nur dessen lebenslanges Leiden, sondern er wurde zum lebendigen Manifest für Gottes Größe! Wow!
Natürlich wäre es eine Lüge zu behaupten, dass Gott zu deinen Lebzeiten auf jeden Fall alle deine Probleme in Luft auflösen würde. Nein, das wäre falsch und spräche gegen die biblischen Aussagen. Perfekt wird es erst im Himmel sein, nicht schon auf dieser Erde, und doch hat es mir persönlich einfach geholfen, um zu bedenken, dass Gott immer weiß, was er tut. Auch wenn ich meine Lage aktuell nicht begreifen kann, möchte ich mich dazu entscheiden, dass mein Problem und mein Leiden Gottes Größe und Macht verherrlichen sollen. Gott wird sich dadurch zeigen.
Wie wäre es, wenn du heute ganz bewusst Gott deine Problemlage "weihst", ihn also bittest, sich selbst dadurch großzumachen?