Richter
Kapitel 5, Vers 1–18
Das Siegeslied - Teil
1 1Am Tag des Sieges sangen Debora und Barak, der Sohn von Abinoam, dieses Lied: 2Preist den HERRN für Israels Helden, die sich als Führer bewährten, und für das Volk, das ihnen in den Kampf folgte! 3Hört her, ihr Könige, gebt acht, ihr Herrscher: Für den HERRN will ich singen, ja, singen und musizieren will ich für den HERRN, den Gott Israels! 4HERR, du stiegst herab vom Gebirge Seïr, aus den Steppen Edoms kamst du herbei. Da bebte die Erde, und Regen fiel vom Himmel, das Wasser strömte aus den Wolken nieder. 5Die Berge gerieten ins Wanken, als der HERR kam, als der Gott Israels sich am Sinai zeigte. 6Zur Zeit Schamgars, des Sohnes von Anat, und in den Tagen Jaëls waren die Straßen leer: Wer auf Reisen war, ging auf gut versteckten Pfaden. 7Felder und Dörfer lagen verwaist, bis ich mich erhob, ja, bis ich, Debora, aufstand, die Mutter Israels. 8Mein Volk hatte sich neue Götter erwählt, und dann brach der Feind durch die Tore herein. Bei vierzigtausend Männern in Israel fand sich kein Schild und kein Speer! 9Doch nun bin ich stolz auf die Heerführer Israels und auf alle Soldaten, die freiwillig kämpften. Ja, preist den HERRN dafür, 10denkt darüber nach, die ihr auf weißen Eseln mit kostbaren Satteldecken reitet, singt auch ihr, die ihr zu Fuß gehen müsst! 11Hört, dort am Brunnen, wo man das Vieh tränkt, rühmen sie die mächtigen Taten des HERRN! Sie erzählen, wie er seinem Volk geholfen hat. Israel konnte die Berge wieder verlassen und ist in seine Städte zurückgekehrt. 12Auf, Debora, auf, sing ein Lied! Steh auf, Barak, du Sohn Abinoams, und führe deine Gefangenen fort! 13Die letzten mutigen Soldaten kamen herab vom Gebirge und schlossen sich den Führern Israels an. Das Volk des HERRN kam zu mir, bereit zum Kampf: 14Die Ephraimiter rückten an aus Amaleks Land, gefolgt von den Männern aus Benjamin. Machirs Sippe kam mit ihren Oberhäuptern und Sebulon mit seinen Truppenführern. 15Auch Issachars Fürsten halfen Debora, und seine Soldaten folgten Barak ins Tal. Der Stamm Ruben aber blieb in seinem Gebiet und beriet ohne Ende, ob er mitkommen sollte. 16Warum nur bist du bei deinen Herden geblieben? Um den Flöten der Hirten zu lauschen? Doch der Stamm Ruben ließ sich nicht bewegen und konnte zu keinem Entschluss kommen. 17Die Sippen aus Gilead ruhten sich jenseits des Jordan aus. Warum ging der Stamm Dan nicht von seinen Schiffen? Die Soldaten von Asser saßen am Ufer des Meeres, untätig hockten sie an seinen Buchten. 18Sebulon schließlich wagte sein Leben, zusammen mit Naftali zog er aufs Schlachtfeld, ohne Furcht vor dem Tod.
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Weitere Infos →Als der Sieg errungen war, hielten Debora und Barak ihre Erinnerungen und Gefühle in einem Lied fest. Dieses Lied, von dem wir heute den ersten Teil gelesen haben, erzählt eine Geschichte, die Gott schrieb. Debora erinnerte sich an einsame und traurige Momente:
"Zur Zeit Schamgars, des Sohnes von Anat, und in den Tagen Jaëls waren die Straßen leer: Wer auf Reisen war, ging auf gut versteckten Pfaden. Felder und Dörfer lagen verwaist, […]" [6-7]
Durch Deboras Mut und Gehorsam jedoch nahm die Geschichte mit Gottes Hilfe einen neuen Lauf. Aus Angst, Einsamkeit und Schrecken wurden Mut, Gemeinschaft und Lobpreis. Genau diesen neuen Zustand schilderte Debora einige Verse später:
"Hört, dort am Brunnen, wo man das Vieh tränkt, rühmen sie die mächtigen Taten des HERRN! […] Israel konnte die Berge wieder verlassen und ist in seine Städte zurückgekehrt." [11]
Gott schreibt Geschichte. Tag für Tag. Die Frage ist: Halten wir diese Wunder in unseren Erinnerungen fest? "Ach, das werde ich schon nicht vergessen!", sagen wir uns. Und doch gehen mit der Zeit immer mehr Details verloren. Ich möchte dich ermutigen, dein Medium zu finden. Debora schrieb ein Lied. Was tust du? Malst du, schreibst du, dichtest du, sprichst du in ein Aufnahmegerät oder singst du wie Debora? Es gibt viele Möglichkeiten, nur tue es.