Galater
Kapitel 1, Vers 1–5
BOTSCHAFT UND GRUß
1Diesen Brief schreibt Paulus, der Apostel. Nicht Menschen haben mich dazu berufen oder beauftragt, sondern ich bin von Jesus Christus selbst zum Apostel bestimmt worden und von Gott, dem Vater, der Jesus von den Toten auferweckte. 2Ich schreibe im Namen aller Brüder und Schwestern, die hier bei mir sind, und grüße die Gemeinden in Galatien. 3Euch allen wünschen wir Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn. 4Er hat sein Leben für unsere Sünden hingegeben und uns davon befreit, so leben zu müssen, wie es in dieser vergänglichen, vom Bösen beherrschten Welt üblich ist. Damit erfüllte er den Willen Gottes, unseres Vaters. 5Ihm gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit. Amen.
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Weitere Infos →Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht der größte Fan von diesen einleitenden Versen, die es so oft in biblischen Briefen gibt, bin. Und ich muss auch zugeben, dass ich meistens gar nicht erwarte, dass in diesen anfänglichen Zeilen Wahrheiten stecken, die lebensverändernd sind. Meistens denke ich einfach, dass ich diese Zeilen am besten einfach überspringe, weil es mir ja wahrscheinlich ohnehin nichts bringen wird, diese zu lesen.
Doch jetzt hat mich dieser Impuls dazu bewegt, wirklich mal die einleitenden Worte eines Briefes von Paulus zu lesen, und ich bin erstaunt über die Kraft, die diese wahren Worte in sich haben. Paulus beschreibt in den ersten Versen seiner Grußworte an die Galater eine Wahrheit, die so wichtig für dein Leben ist!
"Nicht Menschen haben mich dazu beauftragt, sondern ich bin von Jesus Christus selbst zum Apostel bestimmt worden und von Gott, dem Vater, der Jesus von den Toten auferweckte." (V. 1)
Das ist eine Erinnerung, die auch ich mir immer wieder vor Augen führen muss. In meinem Alltag fühle ich mich oft für viele Menschen und Dinge verantwortlich und werde auch oft von Menschen darum gebeten, etwas zu tun. Versteh mich bitte nicht falsch. Das ist absolut normal und vor allem auch wichtig. Doch lauert die Gefahr, dass wir unseren Wert oder unsere Bestimmung für unser Leben von dem, was Menschen uns zusprechen oder uns an Aufgaben übergeben, abhängig machen. Ich kenne das aus meinem eigenen Leben gut genug. Ich zweifle oft an der Bestimmung, die Gott für mich hat, wenn mir ein Mensch aus meinem Umfeld etwas sagt, was absolut dagegenspricht. Doch ich möchte dir hier und heute nochmal sagen: Menschen bestimmen nicht über dein Leben. Menschen bestimmen nicht darüber, ob Gottes Ruf für dein Leben zu dir und deiner Situation passt. Menschen haben keine Macht dazu, Gottes Berufung für dein Leben durch Worte oder Taten zu zerstören. Denn Gott allein ist derjenige, der dir deinen Wert zuspricht. Gott allein kennt dich zu 100 % in- und auswendig. Gott allein hat eine Bestimmung für dein Leben, die zu 100 % auf dich zugeschnitten ist.
Ich möchte dich dazu ermutigen, dir jeden Tag neu bewusst zu machen, dass Gott dich beruft und beauftragt, und mache dir auch bewusst, dass sich diese Berufung Gottes nicht durch Worte, die Menschen über dein Leben aussprechen werden, verändert oder verloren geht.
Lass Gott dein Leben bestimmen.