Apostelgeschichte
Kapitel 4, Vers 32–37
Die Gemeinde wächst
32Alle, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten, waren ein Herz und eine Seele. Niemand betrachtete sein Eigentum als privaten Besitz, sondern alles gehörte ihnen gemeinsam. 33Mit großer Überzeugungskraft berichteten die Apostel von der Auferstehung des Herrn Jesus, und alle erlebten Gottes Güte. 34Keiner der Gläubigen musste Not leiden. Denn wenn es an irgendetwas fehlte, war jeder gerne bereit, Häuser oder Äcker zu verkaufen 35und das Geld den Aposteln zu übergeben. Die verteilten es an die Bedürftigen. 36Josef, ein Levit aus Zypern, gehörte auch zu denen, die ihr Hab und Gut zur Verfügung stellten. Die Apostel nannten ihn Barnabas, das heißt übersetzt: »der anderen Mut macht«. 37Er verkaufte seinen Acker und überreichte das Geld den Aposteln.
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Weitere Infos →Jesus selbst bat vor seinem Tod darum, dass seine Jünger untereinander eins seien, wie der Vater und er eins sind (vgl. Johannes 17:21). Der heutige Abschnitt aus der Apostelgeschichte liest sich wie eine Gebetserhörung.
Doch weshalb ist die Christenheit heutzutage so zersplittert? Auf diese Frage gibt es aus meiner Sicht mehrere Perspektiven.
Zunächst ist es vielleicht wichtig zu wissen, dass auch in der Urgemeinde nicht alles reibungslos lief. Ein Herz und eine Seele zu sein, schließt Konflikte nicht aus (vgl. Apostelgeschichte 6:1 ff.). Es kommt nur darauf an, wie man mit ihnen umgeht.
Zudem entstand diese innige Gemeinschaft nicht dadurch, dass man sie erzwang. Sie entstand vielmehr durch einen klaren Mittelpunkt und ein Vorbild: Jesus Christus.
Du kannst versuchen, eine Gruppe mit Biegen und Brechen in einem Kreis aufzustellen, was dem Versuch gleichkommt, Gemeinschaft zu erzwingen. Oder du kannst einfach ein Lagerfeuer entzünden; wenn sich alle dem Mittelpunkt zuwenden, bildet sich von selbst ein Kreis.
Die Frage ist also: Fehlt uns wirklich Gemeinschaft, oder fehlt uns Jesus im Zentrum?
Der Abschnitt zeigt ziemlich deutlich, was passiert, wenn wir dem Beispiel Jesu kompromisslos folgen. Er wusch seinen Jüngern die Füße.
Im Kern geht es darum, das Beste für den anderen im Sinn zu haben, ohne Angst zu haben, selbst zu kurz zu kommen. Wenn das passiert, entsteht Gemeinschaft im Sinne Jesu.