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Kein Verräter

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
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Markus

Kapitel 14, Vers 17–​26

DAS PASSAHMAHL

17Am Abend kam Jesus mit den zwölf Jüngern. 18Beim Essen erklärte er ihnen: »Ich versichere euch: Einer von euch, der jetzt mit mir isst, wird mich verraten!« 19Bestürzt fragte einer nach dem andern: »Du meinst doch nicht etwa mich?« 20Jesus antwortete: »Es ist einer von euch zwölf, der mit mir das Brot in die Schüssel getaucht hat. 21Der Menschensohn muss zwar sein Leben lassen, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist; aber wehe dem, der ihn verrät! Dieser Mensch wäre besser nie geboren worden.« 22Während sie aßen, nahm Jesus ein Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot in Stücke und gab es ihnen mit den Worten: »Nehmt und esst! Das ist mein Leib.« 23Anschließend nahm er einen Becher Wein, dankte Gott und reichte ihn seinen Jüngern. Sie tranken alle daraus. 24Jesus sagte: »Das ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird zur Vergebung ihrer Sünden vergossen. 25Ich versichere euch: Von jetzt an werde ich keinen Wein mehr trinken, bis ich ihn wieder in Gottes Reich trinken werde.« 26Nachdem sie das Danklied gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

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Es ist diese bekannte Szene des letzten Abendmahls, die in der Bibelstelle für heute beschrieben wird. Neben dem, was den meisten bekannt vorkommt – das Brechen des Brotes, der Wein und die Anweisung, dies als Erinnerung an Jesu Tod für die Menschen selbst immer wieder durchzuführen –, sticht ein weiterer Aspekt hervor. Jesus weiß, wer ihn verraten wird. (Judas hat ein Komplott gegen Jesus geplant und wird ihn für Geld an dessen Feinde ausliefern, die ihn dann schließlich am Kreuz hinrichten werden). Judas ist selbst einer der Jünger Jesu, er nimmt am letzten Abendmahl teil. Doch obwohl Judas ihn aufs Übelste verraten hat, verrät Jesus ihn nicht. Er nennt seinen Namen nicht in dieser Runde. Er stellt ihn nicht bloß. Judas soll wissen, dass Jesus es durchaus weiß, doch Jesus will nicht den Zorn der anderen Jünger auf Judas richten. Es ist eine Sache zwischen Judas und Jesus.

Wie oft verraten wir Jesus? Wir liefern ihn vielleicht nicht an seine Feinde aus. Aber wie oft verleugnen wir ihn und seine Wahrheiten vor anderen Menschen? Wie oft verbringen wir keine Zeit mit ihm und tun so, als könnten wir ihm – Gott selbst – etwas vormachen? Wie oft vertrauen wir ihm nicht? Auch wenn wir Jesus, Gott, verraten – er wird uns niemals verraten. Er steht zu dir und will das, was zwischen ihm und dir steht, aus dem Weg schaffen und neu durchstarten. Jederzeit.