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Impuls

Ein Verräter und Jünger

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Matthäus

Kapitel 10, Vers 1–​4

Die zwölf Apostel

1Dann rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Macht, böse Geister auszutreiben und alle Kranken und Leidenden zu heilen. 2Das sind die Namen der zwölf Apostel: zuerst Simon, den man auch Petrus nannte, und sein Bruder Andreas; dann Jakobus und sein Bruder Johannes, die Söhne von Zebedäus; 3dazu Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der ehemalige Zolleinnehmer; Jakobus, der Sohn von Alphäus, und Thaddäus; 4Simon, der ehemalige Freiheitskämpfer, und Judas Iskariot, der Jesus später verriet.

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Jesus wählte hier nicht nur seinen engsten Kreis für seine Wirkungszeit auf dieser Erde aus, sondern er bevollmächtigte alle Genannten mit den Gaben der Heilung. Eine enorme Verantwortung und zugleich eine große Ehre, die damit einherging. Zu diesen zwölf Personen gehörte auch:

"Judas Iskariot, der Jesus später verriet." [4]

Ein Satz, der mir bei dieser Bibelstelle besonders ins Auge springt.

Weshalb Judas? Wieso wählte Jesus ihn aus?

Als Christen glauben wir, dass Jesus Christus nicht nur ein Mensch war, sondern Gott selbst ist. Jesus konnte in die Zukunft blicken – er wusste, was passieren würde. An anderer Stelle in der Bibel wird das ebenfalls deutlich, etwa als Jesus voraussagte, dass Petrus ihn dreimal verleugnen würde – was später dann genau so geschah.

Ich glaube, diese Erzählung macht uns einmal mehr bewusst, dass wir Gottes Wege nicht immer verstehen können. Welche Person Gott wozu beruft oder weshalb er sich im Leben des einen Menschen so deutlich zeigt und sich im Leben eines anderen scheinbar eher zurückhält – das liegt allein in Gottes Ermessen.

Aber wir müssen Gott auch nicht immer verstehen. Denn wenn wir ihn völlig begreifen könnten, wäre er schließlich nicht mehr Gott.

Und noch etwas zeigt uns diese Geschichte ganz klar:

Gott kann auch aus schlechten Dingen Gutes entstehen lassen.

Dass Judas Jesus verraten würde, war notwendig, damit sich Gottes Plan erfüllen konnte, nämlich, dass Jesus für die Sünden aller Menschen ans Kreuz genagelt werden würde.

Es könnte also mehr als gut möglich sein, dass es genau deshalb an diesem Punkt relevant war, dass auch Judas, der Verräter, zu den zwölf Jüngern gehörte. Denn Gott hat den Weitblick.