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Impuls

Kreislauf der Liebe

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Liebe

Lukas

Kapitel 10, Vers 29–​37

DER BARMHERZIGE SAMARITER

29 Aber der Mann wollte sich verteidigen und fragte weiter: »Wer gehört denn eigentlich zu meinen Mitmenschen?« 30Jesus antwortete ihm mit einer Geschichte: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho. Unterwegs wurde er von Räubern überfallen. Sie schlugen ihn zusammen, raubten ihn aus und ließen ihn halb tot liegen. Dann machten sie sich davon. 31Zufällig kam bald darauf ein Priester vorbei. Er sah den Mann liegen und ging schnell auf der anderen Straßenseite weiter. 32Genauso verhielt sich ein Tempeldiener. Er sah zwar den verletzten Mann, aber er blieb nicht stehen, sondern machte einen großen Bogen um ihn. 33Dann kam einer der verachteten Samariter vorbei. Als er den Verletzten sah, hatte er Mitleid mit ihm. 34Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte. 35Am folgenden Tag, als er weiterreisen musste, gab er dem Wirt zwei Silberstücke aus seinem Beutel und bat ihn: ›Pflege den Mann gesund! Sollte das Geld nicht reichen, werde ich dir den Rest auf meiner Rückreise bezahlen!‹ 36Was meinst du?«, fragte Jesus jetzt den Gesetzeslehrer. »Welcher von den dreien hat an dem Überfallenen als Mitmensch gehandelt?« 37Der Gesetzeslehrer erwiderte: »Natürlich der Mann, der ihm geholfen hat.« »Dann geh und folge seinem Beispiel!«, forderte Jesus ihn auf.

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Das Christentum: die Religion der Nächstenliebe. Durchaus ist die Christenheit tatsächlich dafür bekannt, dass sie als Gebot den Nächsten bzw. die Nächste lieben soll. Nicht immer gelingt das. Denn Nächstenliebe ist hochkomplex. Und doch stimmt es: Die Bibel gibt diese Art der Nächstenliebe vor! So auch in diesem doch recht bekannten Gleichnis des barmherzigen Samariters. Der Samariter kümmert sich rührend um den verwundeten Mann am Straßenrand, nachdem die angesehenen Herrschaften der damaligen Zeit ihn einfach achtlos am Boden leiden ließen. Und die Aufforderung Jesu ist klar: "Tue es diesem Samariter gleich! Liebe deinen Nächsten genau so, wie dieser beispielhafte Samariter es tat!"

Vielleicht kennst du die Bibel eher als genau solch ein Regelwerk mit Ansprüchen Gottes an den Menschen. Doch hinter der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter steckt so viel mehr als nur die simple Aufforderung, deinen Nächsten zu lieben. Jesus Christus ist der barmherzige Samariter, der sich um den Verwundeten kümmert. Er kniet sich in seiner Gnade zu mir und zu dir nieder. Jesus Christus schenkt dir und mir unverdiente Gnade. Gott selbst beugt sich zu uns Schwachen hinunter und hilft uns. Und deshalb ist und bleibt es auch Jesu Kraft in seinen Kindern, in uns als Nachfolger/innen Jesu, die uns zur Nächstenliebe verhilft. Erst hilft Jesus uns, dann helfen wir durch seine Kraft anderen. "Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat." (1. Johannes 4:19)

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