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Impuls

Liebe macht schwach?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Thessalonicher

Kapitel 3, Vers 6–​13

INNERLICH STARK

6Doch jetzt ist Timotheus zurückgekehrt. Er hat uns gute Nachrichten von eurem Glauben und eurer Liebe gebracht und uns erzählt, dass ihr euch gerne an uns erinnert und euch ein Wiedersehen ebenso sehnlich wünscht wie wir. 7Von eurem Glauben zu hören, liebe Brüder und Schwestern, hat uns in unserer eigenen Not und Bedrängnis getröstet. 8Wir leben wieder auf, seit wir wissen, dass ihr unbeirrt beim Herrn bleibt. 9Wie sollen wir Gott nur dafür danken, dass er uns durch euch so viel Freude schenkt! 10Tag und Nacht bitten wir ihn inständig um die Gelegenheit, euch wiederzusehen und euch im Glauben weiterzuhelfen. 11So bitten wir Gott, unseren Vater, und Jesus, unseren Herrn, uns recht bald zu euch zu führen. 12Euch aber schenke der Herr immer größere Liebe zueinander und zu allen anderen Menschen – eine Liebe, wie wir sie euch gegenüber haben. 13So werdet ihr innerlich stark, ihr lebt ganz für Gott, unseren Vater, und könnt frei von aller Schuld vor ihn treten, wenn Jesus, unser Herr, kommt mit allen, die zu ihm gehören.

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"Liebe ist etwas für Schwächlinge." Irgendwie hallt mir dieser Satz immer noch nach. Ich habe diese Aussage in meiner Jugendzeit häufiger gehört und dachte (leider) auch eine ganze Zeit, dass sie stimmt. Denn klar: Liebe sorgte scheinbar dafür, dass Menschen von dem abhängig wurden, den sie liebten. Dass Menschen öfter weinten oder sogar richtige Nervenzusammenbrüche hatten. Dass Menschen irrationale Entscheidungen trafen. Dass Menschen alles, was sie waren, komplett für den Menschen aufgaben, den sie so sehr liebten ...

Nun bin ich keine Expertin im Bereich "Liebe", doch ich glaube, dass eine Liebe, die aus solch einer emotionalen Abhängigkeit besteht, tatsächlich keine gesunde Liebe sein kann. Solch eine "Liebe" macht tatsächlich "schwach". Liebe ist dann gesund, wenn sie in einer ebenso großen und gesunden Selbstliebe und einer noch größeren Liebe zu Gott verankert ist. So ist es ja auch im höchsten Gebot der Bibel beschrieben! (Vgl. dazu mal Matthäus 22:37-40)

Eine Nächstenliebe, die nach diesem göttlichen Prinzip funktioniert, stärkt tatsächlich. Sie ist das Gegenteil von Schwäche! Deshalb kann Paulus schreiben: "Euch aber schenke der Herr immer größere Liebe zueinander und zu allen anderen Menschen – eine Liebe, wie wir sie euch gegenüber haben. So werdet ihr innerlich stark, ihr lebt ganz für Gott, unseren Vater, und könnt frei von aller Schuld vor ihn treten, wenn Jesus, unser Herr, kommt mit allen, die zu ihm gehören." [12+13]