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Impuls

Never ending Story

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

Jakobus

Kapitel 2, Vers 1–​13

FALSCHE MAßSTÄBE

1Liebe Brüder und Schwestern! Ihr glaubt doch an unseren Herrn Jesus Christus, dem allein alle Herrlichkeit zusteht. Dann lasst euch nicht vom Rang und Ansehen der Menschen beeindrucken! 2Stellt euch einmal vor, zu eurem Gottesdienst kommt ein vornehm gekleideter Mann mit goldenen Ringen an seinen Fingern. Zur selben Zeit kommt einer, der arm ist und schmutzige Kleidung trägt. 3Wie würdet ihr euch verhalten? Ihr würdet euch von dem Reichen beeindrucken lassen und ihm eifrig anbieten: »Hier ist noch ein guter Platz für Sie!« Aber zu dem Armen würdet ihr sicherlich sagen: »Bleib stehen oder setz dich neben meinem Stuhl auf den Fußboden.« 4Habt ihr da nicht mit zweierlei Maß gemessen und euch in eurem Urteil von menschlicher Eitelkeit leiten lassen? 5Hört mir gut zu, liebe Brüder und Schwestern: Hat Gott nicht gerade die erwählt, die in den Augen dieser Welt arm sind? Sie sollen im Glauben reich werden und einen Platz in Gottes Reich haben, das er allen zugesagt hat, die ihn lieben. 6Ihr dagegen behandelt die Armen geringschätzig. Habt ihr denn noch nicht gemerkt, dass es gerade die Reichen sind, die euch unterdrücken und vor die Gerichte schleppen? 7Wie oft sind gerade sie es, die Jesus Christus verhöhnen, auf dessen Namen ihr getauft seid! 8Lebt nach dem wichtigsten Gebot in Gottes Reich: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!« Wenn ihr das in die Tat umsetzt, handelt ihr richtig. 9Beurteilt ihr dagegen Menschen nach unterschiedlichen Maßstäben, dann macht ihr euch schuldig und werdet durch das Gesetz entlarvt. 10Es hilft dann nichts, wenn ihr alle anderen Gebote Gottes genau einhaltet. Wer nämlich auch nur gegen ein einziges seiner Gebote verstößt, der hat gegen alle verstoßen und das ganze Gesetz übertreten. 11Denn Gott, der gesagt hat: »Du sollst nicht ehebrechen!«, der hat auch bestimmt: »Du sollst nicht töten!« Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber einen Menschen umbringst, so hast du damit dennoch das ganze Gesetz übertreten. 12Maßstab eures Redens und Handelns soll das Gesetz Gottes sein, das euch Freiheit schenkt. Danach werdet ihr einmal gerichtet. 13Gott wird nämlich kein Erbarmen haben mit dem, der selbst unbarmherzig ist. Er wird das Urteil über ihn sprechen. Wer aber barmherzig ist, braucht sich nicht zu fürchten: Bei ihm triumphiert das Erbarmen über das Gericht.

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Was Jakobus hier teilt, scheint eine "Never-ending story" zu sein. Menschen beurteilen andere Menschen nach Status, Einfluss und Reichtum. Selbst das Gemeindeleben ist davor nicht gefeit. Damals wie heute nicht.

Jakobus forderte seine Leser auf, damit aufzuhören. Denn Gott folgt einem anderen Maßstab: "Hat Gott nicht gerade die erwählt, die in den Augen dieser Welt arm sind?" [5] Die Gemeinde Gottes soll ein Ort sein, an dem Gottes Reich regiert. Und wo regiert Gottes Reich? Unter anderem dort, wo wir die Gebote des Königs befolgen. "Lebt nach dem wichtigsten Gebot in Gottes Reich: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!« Wenn ihr das in die Tat umsetzt, handelt ihr richtig." [8] Doch scheinbar wird dieses Problem vom "Statusdenken" niemals ganz verschwinden. Das sieht man daran, dass die Aufforderung ihre Relevanz bis heute nicht verloren hat. Ich glaube, wir sind der gesellschaftlichen Kultur von Status und Einfluss durch Social Media und Co. stärker denn je ausgesetzt.

Unsere Aufgabe ist es, die "Reich-Gottes-Kultur" in unseren Gemeinden zu prägen. Hier hat jeder den gleichen Status vor Gott. Geliebte Tochter, geliebter Sohn. Punkt. Fertig. Aus. Status, Einfluss sowie Reichtum ändern nichts daran.