Lukas
Kapitel 9, Vers 51–56
ABLEHNUNG IN SAMARIEN
51Als die Zeit näher kam, dass Jesus wieder zu Gott zurückkehren sollte, brach er fest entschlossen nach Jerusalem auf. 52Unterwegs schickte er Boten voraus. Diese kamen in ein Dorf in Samarien und wollten dort für eine Unterkunft sorgen. 53Aber weil Jesus auf dem Weg nach Jerusalem war, weigerten sich die Bewohner, ihn aufzunehmen. 54Als seine Jünger Jakobus und Johannes das hörten, sagten sie: »Herr, das brauchst du dir doch nicht gefallen zu lassen! Sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet, so wie es damals bei Elia war?« 55Jesus drehte sich zu ihnen um und wies sie scharf zurecht. 56Dann gingen sie in ein anderes Dorf.
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Weitere Infos →Jesus entschied sich, nach Jerusalem zu gehen. Mit diesem Vorhaben leitet Lukas den größten Teil seines Evangeliums ein, in dem Jesus das Ziel seiner Mission anvisiert. Die Zeitangabe "Als die Zeit näher kam, dass Jesus wieder zu Gott zurückkehren sollte, ..." (V. 51) verdeutlicht diese Tatsache. Hier beginnt der Weg zum Kreuz, zur Auferstehung, zu seiner Himmelfahrt und zur Ausgießung des Heiligen Geistes.
In Anbetracht dieser gewichtigen Einleitung verwundert den Leser die nachfolgende Situation. Samaria liegt zwar auf der Strecke nach Jerusalem, doch die Samariter wollten Jesus und seine Jünger nicht aufnehmen. Die Samariter akzeptierten den Tempel in Jerusalem nicht als die heilige Stätte, wo Gott angebetet werden sollte. Sie mochten Jerusalem also nicht besonders. Dies wird wohl ein Grund dafür gewesen sein, dass sie die Reisenden nach Jerusalem nicht aufnehmen wollten.
Auf die Ablehnung des Gastrechts reagierten die Jünger wie kleine Kinder, denen ihr Spielzeug weggenommen wurde: "Lass Feuer auf sie regnen!" Doch Jesus wies sie scharf zurecht. Man könnte darin fast die Botschaft des Evangeliums angedeutet sehen. Schon hier zeigt sich, dass Jesus nicht auf dem Weg ist, um das Gericht zu bringen, sondern um das Gericht in Jerusalem auf sich zu nehmen. Erst bei seinem nächsten Kommen wird er das Gericht mitbringen.