STAYONFIRE

Impuls

"Vaterunser" neu entdeckt

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Matthäus

Kapitel 6, Vers 9–​15

Das Vater Unser

9Ihr sollt deshalb so beten: Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden. 10Lass dein Reich kommen. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht. 11Gib uns auch heute, was wir zum Leben brauchen, 12und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. 13Lass uns nicht in Versuchung geraten, dir untreu zu werden, sondern befreie uns von dem Bösen. 14Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. 15Wenn ihr ihnen aber nicht vergebt, dann wird Gott auch eure Schuld nicht vergeben.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Das "Vaterunser" ist weltbekannt. Doch wird es auch wirklich gebetet oder nur aufgesagt?

Wir müssen uns in Erinnerung rufen, dass die Jünger Jesus gebeten hatten, ihnen zu zeigen, wie man betet (vgl. Lukas 11:1). Die Jünger hörten dieses Gebet zum ersten Mal.

Sie waren ganz sicher sprachlos. "Gott ansprechen wie einen Vater im Himmel? Wir sind doch nur einfache Fischer." Diese Nähe im Gebet war revolutionär.

Und trotz der Nähe ist der Fokus klar ausgerichtet. Vor der ersten Bitte liegt eine dreifache Anbetung.

"Dein Name. Dein Reich. Dein Wille. Hier bei uns." (Vgl. V. 9-10)

Dann wird's sehr persönlich. Die täglich Bitte um all das Nötige zum Leben beinhaltet ebenso den Wunsch Gottes, dass wir ihn jeden Tag neu anrufen.

Und das nicht nur beim Thema Versorgung, sondern auch beim Thema Vergebung. Er möchte uns vergeben, damit auch wir lernen, anderen zu vergeben. Du bist in diesem Prozess nicht allein.

Genauso, wie du auch nicht in den Versuchungen des Lebens allein sein musst. Er möchte dich nicht hineinführen. Er möchte dich IN den Versuchungen führen. Dadurch, dass wir in der Welt leben, stehen wir ja schon inmitten der Versuchungen.

Am Ende geht es, so denke ich, nicht darum, das Gebet jeden Tag aufzusagen (wobei das auch nicht schlecht ist). Es geht im Kern vielmehr darum, diese Gebetsprinzipien wie einen Filter auf die eigenen persönlichen Gebete zu legen.

Gott ist größer. Gott versorgt, vergibt und führt. Jeden Tag.

Tipp: Alle Minuten-Impulse der Themenreihe "4 Wochen des Gebets" findest du in der Mediathek unter "Themenreihen".