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Impuls

Wer heilt wirklich?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Lukas

Kapitel 9, Vers 37–​42

OHNMACHT UND VOLLMACHT

37Als Jesus mit seinen drei Jüngern am nächsten Tag vom Berg herabstieg, kamen ihm viele Menschen entgegen. 38Ein Mann aus der Menge rief: »Bitte, Lehrer, sieh dir meinen Sohn an, mein einziges Kind! 39Oft packt ihn ein böser Geist und lässt den Jungen plötzlich aufschreien. Er zerrt ihn hin und her, bis der Schaum vor seinem Mund steht, und gibt ihn dann kaum mehr frei. Wenn es so weitergeht, richtet er ihn noch ganz zugrunde! 40Ich habe schon deine Jünger gebeten, den bösen Geist auszutreiben, aber sie waren machtlos.« 41Da rief Jesus: »Was seid ihr nur für eine ungläubige und verdorbene Generation! Wie lange soll ich noch bei euch sein und euch ertragen? Bring deinen Sohn her!« 42Während der Junge näher kam, riss ihn der Dämon zu Boden und zerrte ihn hin und her. Jesus bedrohte den bösen Geist, heilte den Jungen und gab ihn seinem Vater wieder.

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Okay, diese Stelle für heute fordert heraus. Diese Seite von Jesus ist ungemütlich und passt nicht so ganz in das Bild vom Gott, der doch die Liebe pur ist: Ein Junge befindet sich in sehr großer Gefahr, durch den Dämon, der ihn besetzt, sogar in Lebensgefahr. Und jetzt schnauzt Jesus dessen Vater auch noch an: "Was seid ihr nur für eine ungläubige und verdorbene Generation! Wie lange soll ich noch bei euch sein und euch ertragen? Bring deinen Sohn her!" (V. 41) Uff. Was ist das Problem, Jesus?! Na ja, das Problem ist, dass der Vater dieses Jungen die Hilfe bei Jesu Jüngern und nicht bei Jesus Christus selbst suchte. Doch nur dieser kann den Jungen wirklich befreien, wie er es ein paar Verse später dann ja auch tut.

Der Vater dieses Jungen sah einfach die Wunder, die Jesus und seine Jünger umgaben. Doch eine Unterscheidung zwischen den Menschen (Jüngern) und Gott selbst (Jesus Christus) machte er da nicht. Er wusste nicht, dass Jesus Christus der eigentliche Heilende war und ist. Er glaubte nicht an Jesus Christus als Gott selbst. Und das war das, wofür Jesus den Vater anklagte, ja, vielmehr ermahnte. Er heilte dessen Sohn dennoch. Und er zeigte dem Vater damit die Wahrheit auf: Er ist Gott selbst. Herausfordernd für uns heute: Glauben wir, ein bestimmter Pastor oder ein bestimmter Star-Prediger heilt uns? Oder ist es doch Gott?