Matthäus
Kapitel 6, Vers 5–15
Wenn man betet
5»Und wenn ihr betet, dann tut das nicht wie die Heuchler! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, um von den Menschen gesehen zu werden. Ich versichere euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon erhalten! 6Wenn du beten willst, zieh dich zurück in dein Zimmer, schließ die Tür hinter dir zu und bete zu deinem Vater. Denn er ist auch da, wo niemand zuschaut. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen. 7Leiere nicht gedankenlos Gebete herunter wie Leute, die Gott nicht kennen. Sie meinen, sie würden bei Gott etwas erreichen, wenn sie nur viele Worte machen. 8Folgt nicht ihrem schlechten Beispiel, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr ihn um etwas bittet. 9Ihr sollt deshalb so beten: Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden. 10Lass dein Reich kommen. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht. 11Gib uns auch heute, was wir zum Leben brauchen, 12und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. 13Lass uns nicht in Versuchung geraten, dir untreu zu werden, sondern befreie uns von dem Bösen. 14Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. 15Wenn ihr ihnen aber nicht vergebt, dann wird Gott auch eure Schuld nicht vergeben.«
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Wenn du nach Tipps für dein Gebetsleben suchst, dann findest du in diesen Versen der Bibel deine Antwort:
1. Gebet findet im Herzen statt
Jesus macht in diesen Versen mehr als deutlich, dass Gebet nicht der Selbstdarstellung dient. Gebet ist vor allem immer ein persönliches Gespräch mit Gott als Vater! Das geht auch in Gedanken. Es geht um ehrliche Worte – egal, wie sie klingen mögen. Es geht darum, dein Herz zu teilen. Öffentlich darfst du natürlich dennoch beten. In der Gemeinde, der Kleingruppe, mit Freunden, … das finden wir in anderen Bibelstellen. Aber: Auch dabei kommt es auf die innere Herzenshaltung an.
2. Gebet braucht nicht die "richtigen" Worte
Die Verse erzählen davon, dass Menschen meinen, sie müssten nur die frommsten und besten Worte wählen, dann würde Gott ihr Gebet erhören. Genau so ist es eben nicht. Gott freut sich über jedes ehrlich gemeinte Gebet. Erhören tut er die Gebete, die er erhören möchte. Dabei kommt es aber nicht auf deine Wortwahl an.
3. Gebet kennt eine Vorlage
Wenn uns die Worte zum Beten fehlen, weil sich das Herz zu schwer anfühlt, dann ist das hier zitierte Vaterunser eine Möglichkeit, um mit Gott ins Gespräch zu kommen. Die Worte des Vaterunsers untermauern noch einmal, dass Gott unser Vater ist. Gebet bedeutet, in Demut vor ihn zu treten und zu wissen, dass er dich liebt.