Nehemia
Kapitel 4, Vers 1–11
Ein Angriff wird geplant
1Als Sanballat und Tobija, die Araber, die Ammoniter und die Einwohner von Aschdod erfuhren, dass der Aufbau der Jerusalemer Mauer Fortschritte machte und die letzten Lücken schon fast geschlossen waren, gerieten sie in Wut. 2Sie verbündeten sich, um Jerusalem anzugreifen und unsere Pläne zu durchkreuzen. 3Wir aber flehten zu unserem Gott und stellten Tag und Nacht Wachen auf. 4Das Volk der Judäer sang ein Klagelied: »Die Kraft der Träger reicht nicht mehr, der Schutt ist viel zu viel. Alleine ist es uns zu schwer, wir kommen nie ans Ziel.« 5Unsere Feinde dachten: »Noch bevor die Juden uns bemerken, sind wir schon mitten unter ihnen, bringen sie um und zerstören ihr Bauwerk!« 6Aber immer wieder kamen Juden, die in ihrer Nähe wohnten, zu uns und erzählten, was die Völker ringsum gegen uns im Schilde führten. 7Darum stellte ich dort wehrfähige Männer auf, wo die Mauer noch besonders niedrig war und Lücken aufwies. Sie waren nach Sippen eingeteilt und mit Schwertern, Lanzen und Bogen bewaffnet. 8Ich sah mir alles noch einmal genau an, dann sagte ich zu den führenden Männern und zum übrigen Volk: »Habt keine Angst vor ihnen! Vertraut dem Herrn, denn er ist groß und mächtig. Kämpft für eure Brüder und Söhne, für eure Töchter und Frauen und für eure Häuser!« 9Als unsere Feinde hörten, dass wir alles wussten und dass Gott ihre Pläne vereitelt hatte, konnten wir wieder an die Arbeit gehen, jeder an seinen Platz. 10Allerdings baute von diesem Tag an nur noch die Hälfte der Männer an der Mauer weiter, die anderen hielten in ihren Rüstungen Wache und waren mit Lanzen, Schilden und Bogen bewaffnet. Sie standen mit ihren Offizieren hinter den Männern, 11die an der Mauer arbeiteten. Die Lastträger trugen mit der einen Hand das Baumaterial, in der anderen hielten sie eine Waffe.
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Weitere Infos →Beim Wiederaufbau der Mauern von Jerusalem musste nun strategisch vorgegangen werden. Nehemia war als Mensch begrenzt und konnte nicht alles wissen. Nehemia war auf die Hilfe anderer Leute angewiesen, die mehr über die Pläne der Feinde wussten. Zudem zeigt sich hier mal wieder sehr deutlich: Gott beschützte sein Volk selbst. Denn Gott war es, der Nehemia die richtigen Einfälle, die richtigen Gespräche und die nötige Taktik zur richtigen Zeit schenkte.
"Als unsere Feinde hörten, dass wir alles wussten und dass Gott ihre Pläne vereitelt hatte, konnten wir wieder an die Arbeit gehen, jeder an seinen Platz." [9]
Gott vereitelt bis heute böse Pläne. Davon bin ich überzeugt. Wir bemerken es nicht. Doch immer wieder kommt der Gedanke in mir auf, wie oft Gott wohl schon Böses gegen mich verhindert hat, damit ich weiterhin seinen Plan für mein Leben ausüben kann.
Wie oft hat Gott schon Lügen aus deinem Kopf geräumt und dich vom Gegenteil überzeugt? Wie oft hat Gott schon Menschen aus deinem Leben entfernt und im Nachhinein hast du gemerkt, dass es genau richtig war, diese Menschen loszulassen? Wie oft hat Gott die eine Tür geschlossen, damit eine bessere für dich aufgeht? Danke Gott heute dafür!
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