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Impuls

Zweifel: Warum ich? (2)

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

1. Könige

Kapitel 19, Vers 1–​8

Elia muss fliehen

1Ahab berichtete Isebel alles, was Elia getan hatte, vor allem, wie er die Propheten Baals mit dem Schwert getötet hatte. 2Da schickte Isebel einen Boten zu Elia, der ihm ausrichten sollte: »Die Götter sollen mich schwer bestrafen, wenn ich dir nicht heimzahle, was du diesen Propheten angetan hast! Morgen um diese Zeit bist auch du ein toter Mann, das schwöre ich!« 3Da packte Elia die Angst. Er rannte um sein Leben und floh bis nach Beerscheba ganz im Süden Judas. Dort ließ er seinen Diener, der ihn bis dahin begleitet hatte, zurück. 4Allein wanderte er einen Tag lang weiter bis tief in die Wüste hinein. Zuletzt ließ er sich unter einen Ginsterstrauch fallen und wünschte, tot zu sein. »HERR, ich kann nicht mehr!«, stöhnte er. »Lass mich sterben! Irgendwann wird es mich sowieso treffen, wie meine Vorfahren. Warum nicht jetzt?« 5Er streckte sich unter dem Ginsterstrauch aus und schlief ein. Plötzlich wurde er von einer Berührung geweckt. Ein Engel stand bei ihm und forderte ihn auf: »Elia, steh auf und iss!« 6Als Elia sich umblickte, entdeckte er neben seinem Kopf ein Fladenbrot, das auf heißen Steinen gebacken war, und einen Krug Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder schlafen. 7Doch der Engel des HERRN kam wieder und weckte ihn zum zweiten Mal auf. »Steh auf, Elia, und iss!«, befahl er ihm noch einmal. »Sonst schaffst du den langen Weg nicht, der vor dir liegt.« 8Da stand Elia auf, aß und trank. Die Speise gab ihm so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch wandern konnte, bis er zum Berg Gottes, dem Horeb, kam.

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Mit mehr Glaube als Verstand hatte Elia zuvor in einem dramatischen Showdown die Macht Gottes demonstriert. Ein echter Triumph – doch es folgte eine tiefe Abwärtsspirale.

Wenn der Feind einen auf die Strecke bringen möchte, triggert er meist einen wunden Punkt. Elia geriet nach Isebels Drohung in den Strudel einer unlogischen Angst. Alles wurde ihm zu viel. Am Ende stellte er sich vermutlich auch die Frage:

"Warum ich? Warum muss ich diese Last und Verantwortung tragen? Ich kann nicht mehr. Soll Gott doch einen anderen gebrauchen! Ich bin durch."

Isoliert und einsam fand er sich in der Wüste wieder. Er war müde, erschöpft und hungrig. Gott richtete ihn durch einen Engel wieder auf und gab ihm auf wundersame Weise mehrmals zu essen und zu trinken. So kam Elia wieder zu Kräften.

Was möchte dieser Abschnitt in unserer Serie "Warum ich?" uns sagen?

  1. Nur weil du für Gott unterwegs bist, heißt das nicht, dass du nicht ausbrennen kannst.
  2. Nur weil du Gott nicht spürst, heißt das nicht, dass er nicht auch durch andere Menschen oder Engel (wie bei Elia) wirkt.
  3. Nur weil Gott kein offensichtliches Wunder tut, heißt das nicht, dass sein Wunder nicht in dem Natürlichen (bei Elia Essen, Trinken und Schlaf) liegen kann.
  4. Nur weil du dich mit deiner Frage allein fühlst, heißt das nicht, dass du dich auch isolieren sollst.