Voller Vorfreude blicke ich 2021 entgegen. Viele gute Dinge liegen vor mir und ich freue mich, dass sie nun näher rücken. Ein besonderes Highlight wird mit Sicherheit die Geburt unserer Tochter und somit unseres ersten Kindes im April sein. Dementsprechend dreht sich bei mir und in meinen Gedanken momentan sehr viel um riesige Vorfreude, aber auch Verantwortung, To-dos, ungelöste Probleme und ebenso einige große sowie kleine Ängste. Ein Kind ist mit Sicherheit ein großer Einschnitt im eigenen Leben, auf den ich mich aber auch schon sehr freue.
Wie die meisten Menschen fühle ich mich gerne vorbereitet und habe gerne die Kontrolle über die meisten Sachen. Man könnte denken, dass ich 2020 gelernt habe, dass das leider nicht immer so funktioniert – stimmt auch zu einem Teil. Dennoch erwische ich mich immer wieder dabei, wie Gott mich fragt: „Vertraust du mir?“
Und ich gerate in Bedrängnis, wenn ich eine Antwort geben soll. Vertrauen ist eine kraftvolle Sache, es muss aber wachsen. Manchmal ist es schon verrückt: Gott ist der einzige, der mein Vertrauen noch nie enttäuscht hat, und dennoch fällt es mir manchmal so schwer, ihm, seinem Wort und seinen Versprechen zu vertrauen. In diesem Jahr will ich mich bewusst auf die Versprechen Gottes stellen und ihm vertrauen, dass er die besten Pläne für mich und mein Leben hat. Eben so, wie er es in seinem Wort in Jeremia 29:11 verspricht:
„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
Und was könnte ich für 2021 mehr wollen als Zukunft, Frieden und Hoffnung? Deshalb will ich ihm und seinem Wort vertrauen. Ich will als erste Reaktion auf Probleme nicht in Panik oder Sorge verfallen, sondern ein tiefes Vertrauen darauf haben, dass Gott alles in der Hand hat, und mich erinnern, dass er mich noch nie enttäuscht hat. Sich Sorgen zu machen, ist menschlich, und doch will ich üben, den Dingen gelassener gegenüberzustehen, weil ich weiß, wer hinter mir steht.
Vertrauen muss wachsen. So, wie zwischenmenschliches Vertrauen immer tiefer wird, wenn man sich länger und besser kennt, ist es auch mit dem Vertrauen auf Gott. Ich will mehr in die Beziehung zu ihm investieren und sein Wort besser kennenlernen, damit ich auch im Vertrauen auf ihn wachsen kann.
Ich freue mich auf 2021. Ich bin mir sicher, dass Gott gute Dinge für mein Leben bereithält und will mich auf seinen Zeitplan und seine Versorgung verlassen. Ich will den Herausforderungen und Plänen gelassener entgegenblicken, weil ich weiß, dass ich Gott vertrauen kann – und zwar aus tiefstem Herzen. Ich wünsche mir, dass ich und wir alle dieses Wissen in diesem Jahr neu begreifen und erleben dürfen und es zu einer tiefen Gewissheit wird. Er hat gute Pläne für mich und dich, und er will mir und dir Frieden, Hoffnung und Zukunft schenken. Mit einer besseren Zusage können wir dieses Jahr eigentlich kaum beginnen, auch wenn das manchmal heißt, dass wir ein wenig auf dem Wasser gehen und uns vielleicht auch mal von alten Gewohnheiten trennen müssen.