„Kann ich jetzt bitte den Trailer für 2024 sehen? Ich halte es vor Spannung nicht aus!“
Dieser Spruch ist mir zu Beginn des Jahres durch den Kalender auf meinem Schreibtisch ins Auge gefallen. Und wenn ich ehrlich bin, ich fühle genau, wovon dieser Spruch handelt! Der Start in ein neues Jahr hat immer etwas Aufregendes und gleichzeitig Melancholisches. Man blickt auf ein zurückliegendes Jahr, dessen Ereignisse man kennt, bewerten und reflektieren kann. Und gleichzeitig blickt man auf ein neues Jahr, das man noch nicht kennt, noch nicht bewerten und noch nicht reflektieren kann.
Natürlich gibt es Ereignisse des Jahres, die bereits bekannt sind und denen man freudig entgegenfiebert, doch es gibt auch solche, die mit weniger Freude verbunden sind oder die sogar unverhofft eintreten. Somit ist der Blick auf das Jahr bei mir persönlich immer auch mit vielen Fragen verbunden: Werde ich mein Studium meistern? Was wird aus meiner Gesundheit? Werde ich einen geliebten Menschen verlieren? Muss ich finanzielle Not erleiden? Was passiert mit dieser Welt?
Wenn ich mir diese und noch mehr solcher Fragen stelle, merke ich, wie meine Sorgen immer größer werden. Zudem drehen sich meine Gedanken scheinbar nur noch um den potenziellen Ausgang dieser Fragen. Das macht mich ängstlich, ich fühle mich erschöpft und auf gewisse Weise fern von Gott. So schreibt auch Corrie ten Boom:
„Glaube hört auf, wo die Sorge anfängt.“
Doch insbesondere in den letzten und somit ersten Wochen dieses neuen Jahres hat Gott sich mir in meinen Sorgen immer wieder gezeigt und er ließ mir drei Punkte neu wichtig werden. Ich hoffe, dass sie auch für dich eine Ermutigung sein können!
Vertrauen
Gerade erst haben wir zu Weihnachten gefeiert, dass Gott ein genialer Geschichtenschreiber ist. Schon im Alten Testament lesen wir von Prophezeiungen, die den Messias der Welt ankündigen. All das findet schließlich durch Jesus seine Erfüllung und Gottes Plan setzte sich bis ins kleinste Detail durch. Wie ermutigend ist es dann, zu wissen, dass dieser Gott auch für dich und mich einen Plan hat und diesen zur Umsetzung bringen möchte! Durch sein Wort in Psalm 139:16 haben wir diese Gewissheit:
"Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!"
Ich möchte folglich lernen, immer mehr darauf zu vertrauen, dass Gott es gut mit mir und meinem Leben meint, dass er der unsichtbare Regisseur ist, der seine schützende Hand über mich hält, mich nie tiefer als in seine Hand fallen lässt und mich zeitgleich auf Schritt und Tritt begleitet. Hierbei können uns auch die Geschichten von Menschen aus der Bibel eine Ermutigung sein, die immer wieder erlebt haben, wie Gott treu zu seinem Wort und seinen Verheißungen steht.
Gebet
Ich glaube, dass es Gott schmerzt, wenn er sieht, wie wir uns als seine Kinder Sorgen machen. Denn auf eine gewisse Weise sprechen wir ihm dadurch Macht und Souveränität ab. Dabei wünscht er sich so sehr, dass wir ihn als unseren „Sorgenfresser“ in Anspruch nehmen. Hierzu finden wir eine klare Aufforderung in der Bibel (vgl. 1. Petrus 5:7):
"Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch."
Ich stelle mir also sinnbildlich eine Schubkarre mit all meinen Sorgen vor, die ich direkt vor Gottes Füßen ablade. Und dieses Abladen findet seine Umsetzung dann im Gebet, in der direkten Konversation mit Gott (vgl. Philipper 4:6):
"Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!"
Besonders finde ich an diesem Vers, dass wir Gott all das vor die Füße werfen dürfen, was uns fehlt, belastet und besorgt. Er weiß damit umzugehen. Doch am Ende soll der Dank für das, was er bereits in unserem Leben getan hat, und für das, was er uns Gutes verheißt, nicht fehlen!
Für ein anschauliches Abladen der Sorgen vor Gott kann eine kleine Schachtel mit der Aufschrift „Etwas, das Gott erledigt“ helfen. Dort hinein können die auf Zettel geschriebenen Sorgen geworfen und somit an Gott abgegeben werden.
Frieden
Wenn wir unsere Sorgen klar benennen und bei Gott abladen, werden wir einen inneren Frieden bekommen (vgl. Philipper 4:7):
"Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid."
Dieser Frieden bedeutet nicht, sich nie wieder zu sorgen oder nie wieder in Gedankenkreise zu verfallen. Dieser Friede, der unseren Verstand übersteigt, bedeutet, innerlich erfüllt zu sein von der Gewissheit, auf Gottes Zusagen vertrauen zu können und sie nicht von unseren Sorgen überschatten zu lassen. Denn Gott kennt unsere Zukunft und will uns neue Hoffnung geben (vgl. Jeremia 29:11):
"Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!"
Und weil Gottes Wort gilt, dürfen wir auf ihn als unseren „Sorgenfresser“ vertrauen, im Gebet mit Klage, Sorge und Dank vor ihn treten und von seinem Frieden erfüllt leben. Denn (vgl. Psalm 138:8):
"Ja, HERR, du bist auch in Zukunft für mich da, deine Gnade hört niemals auf! Was du angefangen hast, das führe zu einem guten Ende!"