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Ein Gebet, welches mein Leben veränderte

Mona Kleinfeldvon Mona Kleinfeld
Glaubensleben
Ein Gebet, welches mein Leben veränderte

Wieso fällt es uns eigentlich oft so schwer, Gott um einen „Extra-Segen“ zu bitten? Ich spreche da einfach mal von mir selbst, bin mir aber sicher, dass ich hiermit nicht alleine dastehe. Man fühlt sich fast so, als habe man ein schlechtes Gewissen, Gott um noch mehr zu bitten, wenn man Menschen kennt, denen es schlechter geht als einem selbst. Doch wem gegenüber fühle ich mich schlecht? Gott ganz sicher nicht. Er ist doch schließlich derjenige, der durch Jesus gezeigt hat, dass wir um Größeres bitten sollen.

Viel zu häufig nehme ich Situationen aber genau so hin, wie sie sind, anstatt mehr daraus zu machen. Sich damit abfinden und denken, gut sei gut genug, das kann es doch auch nicht sein. Als Jesus den Menschen von Gott erzählte, hätte Er sich meiner Meinung nach nicht einfach mit einem „Gut“ begnügt. Er tat es eher auf eine unkonventionelle Art. Mit Glauben an mehr. An Wunder. Für dich und mich. Für uns.

Ich frage mich immer, warum tue ich es Ihm so selten gleich? Bequem kann jeder. Die Situation annehmen, wie sie ist, und darin stagnieren sollte keiner. Und hier spreche ich ebenso von den Dingen, die vielleicht über dir ausgesprochen wurden. Machst du dir diese Worte zu eigen oder bist du dir bewusst, dass Gott allein deinen Wert bestimmt? Hierin zeigt sich, ob ich bereit bin, kühn zu beten und Veränderung zu erwarten oder nicht.

Meine eigene Haltung hat sich vor ein paar Jahren durch eine prägnante Bibelstelle stark verändert:

„Ein Mann namens Jabez aber war angesehener als alle seine Brüder. Seine Mutter nannte ihn Jabez, denn sie sagte: »Ich habe ihn unter Schmerzen zur Welt gebracht.« Er war es, der zum Gott Israels betete: »Segne mich doch und erweitere mein Gebiet! Sei bei mir in allem, was ich tue, und bewahre mich vor allem Kummer und Schmerz!« Und Gott erfüllte ihm seine Bitte." (1. Chronik 4:9-10)

Zunächst einmal nimmt dieser Mann nicht das Schicksal an, welches er durch seinen Namen von Geburt an auferlegt bekam. Er betete kühn. Für eine Gebietserweiterung, eben ohne Kummer und Schmerz. Gegen das, was sein Name nun mal ausdrückte. Gott ließ diese Bitte zur Realität werden.

Denk mal darüber nach, wie es mit ihm weitergegangen wäre, hätte er nicht in dieser Haltung gebetet. Sicherlich ein gutes Leben, so heißt es doch: „[…] war angesehener als alle seine Brüder.“ Gut ist aber eben keine Gebietserweiterung. Ich habe daher für mich beschlossen, meine Gebete nach einer Gebietserweiterung auszurichten. Mehr zu erwarten und mich gegen das zu stellen, was Menschen denken und meinen, wie ich zu sein hätte.

Eben das wünsche ich dir. Deine persönliche Gebietserweiterung. Und nicht nur wünsche ich es dir, sondern ich fordere dich heraus, sie anzustreben und darum zu bitten. Und Gott wird sie dir schenken. Vielleicht anders als erwartet, aber lass dich überraschen, welchen „Extra-Segen“ er dir geben möchte.