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Geistliches Wachstum erleben - Umfeld bestimmen
Kurz nach meiner Entscheidung für Jesus habe ich etwas Spannendes erlebt: Mein Umfeld veränderte sich grundlegend.
Ich habe mitbekommen, dass das einige Christen ähnlich wie ich erlebt haben.
Ich erkläre dir gern kurz, wie ich das meine und wie es bei mir war: Mit 17 Jahren entschied ich mich für ein Leben mit Jesus. Allerdings geschah das überraschend, allein in meinem Zimmer durch eine YouTube-Predigt, und demnach losgelöst von jeglicher Kirche vor Ort. In meinem Freundeskreis gab es zum damaligen Zeitpunkt keine einzige Person, die mit Jesus als persönlichem Gott lebte. Meine Mutter glaubte bereits an Jesus, allerdings war unser Verhältnis damals leider (noch) kein so gutes.
Dann geschahen zwei maßgebliche Dinge:
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Mit mir in meiner kurz zuvor begonnenen Ausbildung zur Bankkauffrau lernten zwei weitere junge Frauen. Sie waren Schwestern und, wie ich kurz nach meiner Bekehrung herausfand, beide lebendig mit Jesus unterwegs! Eine von ihnen erzählte bei einer Präsentation, dass Jesus ihr Vorbild sei. Ich ging auf sie zu und so freundeten wir uns an.
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Ich traf bei einem Lobpreis-Gottesdienst, den ich durch die beiden Frauen aus der Ausbildung besuchte, vollkommen unverhofft einen ehemaligen Klassenkameraden von mir wieder, der ebenso mit Jesus unterwegs war. Als wir noch gemeinsam in der Schule gewesen waren, wusste ich das nicht über ihn bzw. von ihm. Er war mittlerweile der Leiter einer Jugendgruppe in einer Gemeinde und hatte bereits viel Wissen über die Bibel und ein Leben mit Jesus.
Diese drei Personen wurden zu Schlüsselpersonen für mich. Denn durch sie fand ich ein für mich gänzlich neues Umfeld. Und das einfach so. Ich traf sie zufällig, und doch war es vorbereitet. Ich glaube fest, dass Gott diese drei Personen mit Absicht genau zu diesem Zeitpunkt in mein Leben stellte. Ich fand durch sie nur wenige Wochen nach meiner Entscheidung für Jesus eine Gemeinde vor Ort, die für mich schnell zu meinem geistlichen Zuhause wurde. Schnell hatte ich weitere neue Freundschaften mit anderen, gleichaltrigen Christen. Ich lernte dadurch viel über Jesus, die christliche Theologie und die Bibel. Ich ließ mich ungefähr ein Jahr nach meiner Bekehrung in dieser Gemeinde taufen.
Eins wird deutlich: Dein Umfeld ist wichtig für dein geistliches Wachstum!
Und: Gott ist sehr stark daran interessiert, dein Umfeld zu prägen! Gerade, weil es solch einen großen Einfluss auf dich hat!
Es liegt ein besonderer Segen auf der Gemeinschaft von Christen untereinander:
Jesus sprach: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.“ (Mt 18:20)
Eine christliche Gemeinschaft ist das, was Jesus sich für dich wünscht. Du bist nicht fürs „Alleinsein“ geschaffen. Und du bist auch nicht dazu erschaffen, mit Personen unterwegs zu sein, die deinen Glauben nicht ernst nehmen, dich von ihm abbringen wollen oder dich dazu bringen, Dinge zu tun, die gegen deinen Glauben stehen!
Glaub mir, ich kann dir ein Lied davon singen, wie das ist. Wie gesagt: Als ich mich für Jesus entschied, war ich in einem ganz anderen sozialen Umfeld! Ich habe erlebt, wie Menschen versucht haben, mir meinen Glauben auszureden, weil ich jetzt eben nicht mehr bei allen Sachen mitmachen wollte, einfach weil diese moralisch gegen meinen Glauben an Jesus sprachen. Gott hatte mir damals bereits die Gnade geschenkt, dass es möglich wurde, mich von diesen Personen zu lösen. Gott machte es mir leicht, weil ich schnell erkannte, was hier nicht in Ordnung war, und weil er mir so zügig neue, christliche Freundschaften an die Seite stellte.
Drei Grundpfeiler, die nach der Bibel ein gesundes Umfeld ausmachen:
1. Ein geteilter gemeinsamer Glaube an Jesus ist das stabile Fundament (vgl. Mt 18:20).
Wenn jemand Jesus im Herzen trägt, wird es dieser Person leichter fallen, anderen zu vergeben, Fehler einzusehen, an sich zu arbeiten, nicht über andere zu lästern, Gutes zu bewirken, … Das heißt absolut nicht, dass Menschen, die Jesus ernsthaft nachfolgen, keine Fehler machen. Aber: Der Heilige Geist ist eine Realität im Herzen einer Person, die nicht zu unterschätzen ist und für eine tiefe Freundschaft mehr als sinnvoll ist. Der Heilige Geist in euren Herzen möchte Einheit bewirken.
2. Freundschaften mit Nichtchristen sind laut der Bibel absolut okay (vgl. 1. Kor 9:19-22), ABER:
Es ist hierbei einfach wichtig, immer aufs eigene Herz zu achten. Dein Glaube mitsamt dem, was du wegen deines Glaubens tust oder auch nicht tust, muss von deinem Umfeld nicht nur akzeptiert, sondern auch respektiert werden. Wichtige Ergänzung: Es ist absolut notwendig, auch Freundschaften mit Christen zu pflegen! Nur so kannst du geistliches Wachstum wirklich erleben. Wie gesagt, das ist Gottes Wunsch für dich.
3. Gegenseitige Ermutigung sowie auch Ermahnung sind möglich (vgl. Hebr 3:13).
In einer wirklichen Freundschaft gehört dies alles dazu. Ermutigung und Ermahnung geschehen in Liebe, Respekt und dem gemeinsamen Blick auf Jesus. Ihr wollt gemeinsam im Glauben und Leben wachsen!
„Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ (Jim Rohn)
Also, wer möchtest du sein?