Mit den Monaten November und Dezember sind wir nun „endlich“ in der Jahreszeit angekommen, in der die Farben des Tages meist Variationen aus Grautönen sind und sich das Wetter primär nass und kalt gestaltet. So oder so ähnlich erlebte auch ich die vergangenen Wochen. Immer wieder wurde ich beim Hochziehen des Rollladens am Morgen enttäuscht, dass mich kein blauer Himmel und keine strahlend aufgehende Sonne begrüßten, sondern sich stattdessen Nebelschwaden und dichte Regenwolken am Himmel breitmachten. Wie soll man dabei motiviert in den Tag starten und nicht sofort wieder rückwärts ins Bett fallen, um auf einen besseren Tagesstart zu hoffen?!
Dennoch erlebte ich in diesen Tagen immer wieder hoffnungsvolle und ermutigende Momente, die mich auch in Bezug auf das Weihnachtsfest in 10 Tagen vorfreudig stimmten.
An nicht wenigen dieser grauen, nebligen und trüben Tage wurde zu immer unterschiedlichen Zeiten ein Regenbogen in seiner Farbvielfalt am Himmel sichtbar. Und weißt du, was ich mich in diesen Momenten immer gefragt habe: Wo um alles in der Welt ist die Sonne? Habe ich während meiner Schulzeit noch so wenig von physikalischen Gesetzen und Erscheinungen verstanden, so weiß ich doch, dass es beides, Regen und Sonne, für die Entstehung eines Regenbogens braucht. Genau das erinnerte mich an mein tägliches Leben. Auch hier erlebe ich neblige und grau-trübe Regentage, an denen scheinbar nichts funktioniert, alle Welt gegen mich handelt, ich mich einfach nur gestresst von allen Aufgaben und Verpflichtungen fühle und völlig kraftlos durch den Tag trotte. An diesen Tagen frage ich mich, wann und wie wieder Licht in Sicht ist. Kennst du das?
Doch der Regenbogen am Himmel zeigt, dass irgendwo ein Licht sein muss. Und der Regenbogen verheißt noch mehr als nur eine Lichtquelle:
Und das ist mein Versprechen: Nie wieder werde ich eine so große Flut schicken, um die Erde und alles, was auf ihr lebt, zu vernichten.« Weiter sagte er: »Diesen Bund schließe ich mit euch und allen Bewohnern der Erde, immer und ewig will ich dazu stehen. Der Regenbogen soll ein Zeichen für dieses Versprechen sein. Wenn ich Wolken am Himmel aufziehen lasse und der Regenbogen darin erscheint, dann werde ich an meinen Bund denken, den ich mit Mensch und Tier geschlossen habe: Nie wieder eine so große Flut! Nie wieder soll alles Leben auf diese Weise vernichtet werden! Ja«, sagte Gott, »diese Zusage gilt für alle Zeiten, der Regenbogen ist das Erinnerungszeichen. Wenn er zu sehen ist, werde ich daran denken.« (1. Mose 9:11-17)
Gott gibt uns mit dem Regenbogen ein Zeichen, welches uns an sein Versprechen erinnern soll. Und so steht jeder einzelne Regenbogen an diesen regnerischen Tagen für etwas Größeres, nämlich dafür, dass Gott an UNS denkt. Selbst die größten Krisen, Katastrophen und Kriege werden nie dafür sorgen können, dass Gott sein Versprechen, die Erde und alles, was auf ihr lebt, nicht zu vernichten, bricht. Gott ist immer da, auch wenn deine Tage vor lauter Aufgaben, Verpflichtungen und dem dabei aufkommenden Stress nur schwierig zu bewältigen erscheinen. Denn Gott ist die Lichtquelle unseres Lebens, wie die Sonne die Lichtquelle zur Entstehung eines Regenbogens ist. Erinnerst du dich noch an meine Frage zu Beginn? Wo um alles in der Welt ist die Sonne?
Ein Regenbogen ist eine Naturerscheinung. Er ist zu beobachten, wenn man die Sonne im Rücken hat und eine abziehende Regenwolke von der Sonne beleuchtet wird.
Aha! Die Sonne stand also immer in meinem Rücken und so konnte ich sie zumindest bei der Betrachtung des Regenbogens nicht sehen. Das hat mich an ein Bild erinnert, wie auch Gott als Lichtquelle in unserem Leben wirkt. Insbesondere an den grau-trüben, hoffnungslosen Tagen fällt es uns schwer, an die Gegenwart, Güte und Gnade Gottes zu denken und darauf zu vertrauen. Denn wir sehen nur schwarz und kein Licht. Doch die Bibel schreibt schon im Alten Testament in Jesaja 9:1:
Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind.
Genau dieses Licht wurde durch einen hell strahlenden Stern angekündigt und so fanden Hirten und Sterndeuter den Weg zur Krippe. Gott dachte bereits an diesem ersten Weihnachtsfest an UNS und sandte seinen Sohn als Licht in diese Welt, damit wir nicht länger in der Finsternis leben müssen. Wenngleich wir wie beim Betrachten des Regenbogens die Sonne als Lichtquelle nicht sehen, so wissen wir doch, dass sie in unserem Rücken da sein muss. So ähnlich stelle ich mir die Gegenwart Gottes an trüben Tagen meines Lebens vor: Selbst in den dunkelsten Stunden, die ohne Hoffnung und Zuversicht erscheinen, leuchtet sein Licht „von hinten“. Er strahlt mich an. Und er will auch dir ein Licht im Leben sein, denn …
Dann sagte Jesus wieder zu allen Leuten: „Ich bin das Licht der Welt! Wer mir folgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht haben, das zum Leben führt.“ (Joh. 8:12)