Letztens habe ich Dokumente auf meinem alten Computer aussortiert und den folgenden Text gefunden. Ich habe ihn vor einigen Jahren aus einem ziemlich ehrlichen Moment mit Gott heraus geschrieben.
Er umschreibt sehr gut, wie sich meine lebensverändernde Begegnung mit Gott angefühlt hat. Also, lass dich an deinen „Schlüsselmoment“ erinnern und inspirieren, vielleicht selbst einen Text darüber zu schreiben. In Dankbarkeit dafür, wie Gott dir begegnet ist:
„Mein Schlüsselmoment ereignete sich, als ich eines Tages nach Hause kam. Es war im Spätsommer, die warme Abendsonne flutete mein Zimmer und ließ es wärmer erscheinen als üblich. Mein Kopf war schwer und mein Herz noch so viel schwerer. Ich war verbraucht und geschlagen. Ich suchte nach Sinn. Es fehlte mir etwas, doch ich konnte es nicht definieren. Ich konnte mich nicht entsinnen, es jemals nicht vermisst zu haben, mich jemals komplett gewusst zu haben.
Ich surfte im Internet, um meinen sich kreisenden Sorgen und Gedanken eine Auszeit zu geben und dem Gefühl der erstrebenswerten Welt Futter zu reichen – als ich dieses Video sah.
Was dieser junge Mann im Video erzählte, hatte ich schon oft gehört – doch am Ende dann doch noch nie gehört. Das, wovon dieses Video sprach, ergab für mich zwar wenig Sinn und doch wusste ich, dieser Mann hatte recht! Woher auch immer er diese Weisheit nahm, wer auch immer da aus ihm sprach, er sprach die Wahrheit. Die Wahrheit über mich.
Ich fühlte mich getrieben. Getrieben, auf die Knie zu gehen. Getrieben, über mich selbst zu weinen. Getrieben, meine Schuld zu erkennen und mein blutendes Herz zu erkennen zu geben. Getrieben, und dabei dennoch so unfassbar verstanden. So unfassbar geliebt. Ich begriff innerhalb weniger Sekunden etwas, für das ich bis dahin Jahre gebraucht hatte. Ich konnte, kann und werde dieses Leben niemals alleine meistern können. Allein würde ich immer versagen. Ich würde diesen einmaligen Plan für mich nie erfüllen können. Ich würde mich am Ende immer allein fühlen, diese Leere und Sinnlosigkeit würde nie verfliegen.
Dieser Mann kannte Jesus besser, als ich ihn gekannt hatte. Jesus war für mich ein entfernter Bekannter. Ich wusste, dass es ihn gab. Doch, ob ich wirklich an ihn glaubte? Er muss mich das oft gefragt haben, nur hörte ich ihn je? Und nun sprach Jesus Christus persönlich in mein Herz.
Dieses Video war mein Schlüssel. Zu einer Tür, die immer offenstand, nur bei der ich es nie für nötig hielt hindurchzugehen.
Ich übergab Jesus Christus mein Leben. Er wurde von meinem Richter zu meinem Anwalt. An diesem Abend muss es im Himmel ein Fest für mich gegeben haben. Ich glaube zutiefst, dass es keine bessere Entscheidung in meinem Leben hätte geben können als diese eine. Mein Schlüsselmoment. Kein Moment wird je an diesen einen herankommen, als ich ein Kind Gottes wurde. Als der allmächtige Gott von mir die Kontrolle über meinen Lebenslauf bekam.
Ich weiß nicht, ob die Abendsonne damals wirklich schien. Vielleicht war es auch die wärmende Liebe Gottes, die mein Zimmer in meinen Erinnerungen so sanft leuchten lässt.
Oh, what a happy day, you washed my sin away!”