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Q&A mit Nina: Fitness und Glauben miteinander vereinen

Nina-Marie Schindlervon Nina-Marie Schindler
Gesundheit
Q&A mit Nina: Fitness und Glauben miteinander vereinen

Wir sind davon überzeugt, dass der Glaube an Jesus Christus total alltagsrelevant ist und deshalb auch mitten im Alltag gelebt werden kann!

Nina-Marie Schindler hat ein duales Studium im Bereich Fitnesstraining absolviert und mit einem Bachelor of Arts abgeschlossen. Aktuell ist sie Fitness- und Gesundheitstrainerin in einem Premium-Fitnessstudio. Dort arbeitet sie als Trainingsflächenleitung und Ernährungscoach.

Außerdem liebt sie Jesus und ist bedeutender Teil unseres STAYONFIRE-Teams!

Bei Instagram konntet ihr als Community Nina Fragen stellen, die euch beim Thema Fitness im Zusammenhang mit dem Glauben interessieren.

Hier kommen ihre Antworten auf einige spannende Fragen:

Wie finde ich das richtige Maß, um aus dem Fitness-Lebensstil keinen Götzen zu machen?

Das ist eine sehr gute Frage! Denn es kommt nicht selten vor, dass Menschen, die den Fitness-Lebensstil für sich entdecken, plötzlich von etwas erfüllt werden, was sie abhängig macht. Das Spüren von Muskelkater, die Erfolge beim Thema Gewichtsreduktion und Muskelaufbau, die sichtbaren Veränderungen am eigenen Körper und die Reaktionen der Mitmenschen.

Doch stell dir mal die Frage, was deine Motivation hinter diesem Lebensstil ist. Deine Herzenshaltung entscheidet darüber, ob du Fitness zu deinem Herrn oder zu deinem Diener machst. Lass mich das kurz erklären: Wenn du z. B. trainierst, um anderen Menschen zu gefallen, um irgendwo dazuzugehören, um dich verändern zu wollen, weil du dich so nicht lieben kannst, dann wird das Fitnesstraining für dich mehr und mehr zu einem Herrn bzw. einem Götzen, der dich beherrscht, abhängig macht und früher oder später von Gott entfernen kann.

Ein gesunder Lebensstil sollte dir dienen und dich nicht beherrschen! Gott freut sich, wenn du mit deinem von ihm erschaffenen, wundervollen und einzigartigen Körper gut umgehst. Er wünscht sich, dass du ihn fit, lebensfähig, aktiv und gesund hältst, damit du ihn einsetzen kannst, um Gott zu preisen, ihm zu danken, zu tanzen, seine Botschaft und Hoffnung zu verbreiten – all das, um Gottes Reich zu bauen. Ein gesunder Lebensstil sollte also letzten Endes nicht nur dir, sondern auch deinem einzig wahren Gott dienen.

Wie lebst du den Glauben im Sport? Wie kann man in diesem Bereich ein Licht sein?

Dadurch, dass Sport nicht nur mein Hobby, sondern auch mein Beruf ist, durfte ich schon viele verschiedene Erfahrungen sammeln, wie ich meinen Glauben in diesem Bereich leben kann.

Im beruflichen Kontext darf ich das vor allem in 1:1-Terminen mit Mitgliedern erleben, die zu mir kommen, weil sie mit ihrem Körper und ihrem Aussehen unzufrieden sind, die sich unwohl, zu dick, zu dünn, zu schlaksig, zu breit fühlen, die ein gestörtes Selbstbild haben. Anstatt ihnen während der Fett- und Muskelmessungen sowie der Kraft- und Ausdauertests aufzuzeigen, dass sie damit recht haben, nicht in die weltlichen Maßstäbe zu passen, sehe ich es als meine Aufgabe, ihnen Wert zuzusprechen. Ich möchte ihnen Liebe entgegenbringen und Hoffnung schenken. Ich möchte den Fokus mehr auf das Thema Gesundheit als auf das Thema Ästhetik richten, ohne dabei ihre Wünsche und Ziele außer Acht zu lassen. Ich möchte einen Unterschied machen, indem ich mich wirklich für sie interessiere, nachfrage, woher diese Unzufriedenheit kommt, ihnen Verständnis entgegenbringe und ihnen aufrichtig zuhöre. Ja, und manchmal habe ich auch schon, wenn es mir Gott aufs Herz gelegt und die Situation es zugelassen hat, für Mitglieder gebetet.

Im privaten Kontext, was wahrscheinlich eher mit dieser Frage gemeint ist, liegt ebenfalls sehr viel Potenzial, um Gott alle Ehre zu geben. Hier ein paar praktische Beispiele, wie du während deines Fitnesstrainings deinen Glauben leben kannst, für dich ganz persönlich, aber auch im konkreten Umgang mit deinen Mitmenschen:

Komme mit Freunden, die ebenfalls gern Sport treiben, tiefer ins Gespräch über eure Motivationen, Ziele sowie Anreize bezogen auf Fitness und nutze die Gelegenheit, um ihnen Wert zuzusprechen.

Bete in Gedanken während deines Trainings gezielt für die Menschen in deinem Fitnessstudio. Vielleicht ist dir schon des Öfteren eine Person aufgefallen, bei der du das Gefühl hast, dass sie es dringend braucht.

Höre Predigten, christliche Podcasts, Lobpreis o. Ä., während du deinem Training nachgehst.

Biete aktiv deine Hilfe an, wenn du erkennst, dass sich eine andere Person beim Training schwertut (z. B. Hantelstange halten beim Bankdrücken).Achte bewusst auf deine Blicke. Menschen, die unzufrieden mit sich sind, nehmen jeden herablassenden Blick und jede verachtende Mimik wahr. Ein motivierendes Lächeln hingegen kann einen großen Unterschied machen.

Sprich konkret Lob und Anerkennung aus, anstatt deinem Neid Raum zu geben (wenn z. B. jemand im Gegensatz zu dir eine Übung oder ein Gewicht schafft).Wie lebst du deinen Glauben im Bereich Fitness? Schreib es uns gern in die Kommentare oder per WhatsApp-Nachricht.

Ich habe viele Dinge probiert und schaffe es dennoch nicht abzunehmen. Will Gott nicht, dass ich Gewicht verliere?

Ich bin der festen Überzeugung, dass Gott dich so liebt, wie du bist, und dass es ihm nicht darum geht, was für eine Zahl da auf deiner Waage steht und ob du laut Body-Mass-Index im „Normalfeld“ liegst oder nicht. Gott ist es aber nicht egal, wie du mit deiner Gesundheit umgehst. Schließlich hat er deinen Körper geschaffen und ihn sich ausgedacht. Dein Körper soll ein Werkzeug sein, um ihn zu ehren.Er trauert, wenn du deinen Körper nicht wertschätzt, sondern ihm schadest. Und dabei ist es kein Geheimnis, dass dauerhafte ungesunde Ernährung, ständiger Alkoholkonsum sowie mangelnde Bewegung deiner Gesundheit und deiner Lebensqualität erheblich schaden können (die Betonung liegt auf dauerhaft und ständig). Durch solch einen Lebensstil erhöhst du das Risiko, an Gelenk- und Knochenbeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes o. Ä. zu leiden. Deine Selbstständigkeit und auch deine kognitive Leistungsfähigkeit würden im Laufe deines Alters abnehmen, deine Anzahl an Medikamenten hingegen sehr wahrscheinlich zunehmen.

Wenn du aber bereits auf einen gesunden Lebensstil achtest und du deinen Wunsch nach einer Gewichtsreduktion dennoch nicht erreichst, weil vielleicht eine Stoffwechselerkrankung vorliegt, du an einer Fettverteilungsstörung leidest, hormonelle Störungen oder andere Herausforderungen es dir schwer machen oder sich dein Körper einfach auf ein Gewicht eingependelt hat, dann lass mich dir eines sagen:

Gottes Gedanken über dich sind so überwältigend und wertschätzend! Gott hat deinen Körper wunderbar und einzigartig geschaffen (vgl. Psalm 139) und er beurteilt dich nicht nach irgendwelchen optischen Maßstäben. Noch einmal: Solange du auf dich achtest und deine Gesundheit nicht gefährdet ist, ist es ihm so etwas von egal, was da auf der Waage steht.

Doch du darfst auch wissen, dass er dich in deinem Frust, deiner Enttäuschung, deiner Unzufriedenheit und deinem Unwohlsein sieht. Er kennt deine Kämpfe und hört die Lügen, die du über dich aussprichst. Ich glaube, sein größter Herzenswunsch besteht darin, dass du lernst, dich so zu sehen und zu lieben, wie er es tut. Geh mit Gott in diesen Prozess und lass dich von ihm verändern, lies die Bibel und lern seine Gedanken über dich kennen.

„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“ (Römer 12:2, HFA)