Blogpost
Wie Gebete die Geschichte deines Lebens schreiben
„Vergiss Gott nicht, wenn es dir gut geht.“
Puh. Das sitzt schon, oder? Doch ich möchte diesen Blogbeitrag gern bewusst mit diesem Statement starten.
Selbst die Bibel formuliert ebenso klar:
„Wer gibt dir denn das Recht, dir etwas einzubilden? Kommt nicht alles, was du hast, von Gott? Wie kannst du dann damit angeben, als hättest du es von dir selbst?“ (1. Korinther 4:7, GNB)
Der Punkt ist der: Deine Gebete schreiben deine Geschichte. Nicht allein deine Leistungen. Nicht allein deine Bemühungen. Nicht allein andere Menschen. Nicht allein du selbst. Sondern Gott. Deine Gebete schreiben deine Geschichte!
Erinnerst du dich, wie du für diese eine Prüfung gebetet hast, die dir so viele schlaflose Nächte bereitete? Jetzt hast du vielleicht deinen Abschluss.
Erinnerst du dich, wie du für deine zukünftige Ehe gebetet hast und dafür, dass deine Sehnsucht nach einer Partnerschaft endlich erhört wird? Jetzt bist du vielleicht vergeben oder bereits verheiratet.
Erinnerst du dich, wie du Gott gebeten hast, dir neue Freundschaften zu schenken? Jetzt lebst du vielleicht inmitten dieser Freunde.
Was passiert, ist eben genau das: Wir vergessen Gott über der Gebetserhörung. Wir wollen etwas haben – und vergessen, wenn wir es erhalten haben, den Geber.
Seit mittlerweile 10 Jahren bin ich Christin. Ein ganzes Jahrzehnt. Eine bewegte Zeit, die mich über meine Berufsausbildung, dann meinen Bachelor, bis hinein in mein Masterstudium mit meiner ersten Teilzeitanstellung gebracht hat. Meine Wege führten mich von meiner Heimat in Norddeutschland fürs Studium nach Gießen in Hessen, dann über Lörrach, ganz im Südwesten von Deutschland, schließlich in ein anderes Land: die Schweiz.
An diesem kurzen Abriss meines bisherigen Lebens mit Jesus merkst du: Es hat sich viel getan. Es ist viel passiert. Freundschaften, die zu Ende gingen, und neue Freundschaften. Prüfungsangst und bestandene Prüfungen. Glaubenskrisen. Abschiede. Drei Umzüge über mehrere hundert Kilometer Entfernung. Neue Begegnungen. Eine Liebesbeziehung, Verlobung und Heirat.
Wenn du schon lang mit Jesus unterwegs bist, vielleicht länger als ich, dann wirst du wissen: Zum Leben gehören Entscheidungen dazu. Wir ringen mit Dingen, nicht immer läuft alles glatt. Doch in all dem beten wir. Wir beten.
Seien es intensive Gebetssessions in unseren privaten Zimmern, unter Tränen, mit Lobpreismusik in den Ohren und mit den ehrlichsten Worten an Gott. Wenn wir zu ihm rufen und unser Leid so stark auf unser Herz drückt, dass wir es ihm einfach nur frustriert vor die Füße werfen wollen. Oder leise in Gedanken während einer Autofahrt, während des Wohnungsputzes oder einfach in der Stille. Gemeinsam mit anderen, wenn Menschen unsere Lasten für uns vor Gott tragen oder wenn wir für andere beten dürfen. Oder ganz allein, weil wir uns für unser Gebetsanliegen schämen und es daher nicht gern teilen wollen.
Ich möchte dir heute einfach die Sicht auf Gebet mitgeben, die mich in der letzten Zeit inspiriert hat: Es sind deine Gebete, die deine Geschichte schreiben.
Es sind die Erinnerungen an die Momente, in denen du nicht mehr konntest und Gott eingegriffen hat. In denen du immer wieder dasselbe gebetet hast, schon müde darüber wurdest. In denen du an Gottes Güte für dein Leben gezweifelt hast, weil er scheinbar allen anderen half, du jedoch noch länger auf sein sichtbares Handeln warten musstest.
„Kommt nicht alles, was du hast, von Gott?“ (1. Korinther 4:7)
Du lebst heute inmitten deiner Gebete. In dem, was Gott daraus gemacht hat.
Vergiss den Geber nicht über dem, was du erhalten hast.
Und bete weiterhin zu Gott, dem Geber von allem in deinem Leben.
Denn Geben ist Gottes Charakter.
„Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. Ihr wisst doch, dass er niemandem sein Unvermögen vorwirft und dass er jeden reich beschenkt.“ (Jakobus 1:5, HFA)