1. Samuel
Kapitel 6, Vers 1–9
Die Bundeslade kommt zurück
1Die Bundeslade war nun schon sieben Monate bei den Philistern. 2Schließlich riefen die Philister alle ihre Priester und Wahrsager zusammen und fragten sie: »Was sollen wir nun mit der Bundeslade des Gottes Israels machen? Sagt uns doch, wie wir sie wieder in ihr Land zurückschaffen können!« 3»Wenn ihr sie wirklich loswerden wollt«, antworteten die Priester und Wahrsager, »dann dürft ihr sie auf keinen Fall allein zurückschicken. Ihr müsst unbedingt eine Opfergabe dazulegen, die eure Schuld wiedergutmachen soll. Wenn ihr dann wieder gesund werdet, wisst ihr, dass der Gott der Israeliten euch durch diese Plagen bestraft hat.« 4»Was für ein Sühnegeschenk sollen wir ihm denn geben?«, fragten sie. Da schlugen die Priester und Wahrsager vor: »Fünf Fürsten stehen an der Spitze der Philister. Stellt also fünf goldene Abbilder der Geschwülste, die euch quälen, und fünf goldene Feldmäuse her. Denn ihr alle, Fürsten und Volk, habt unter der gleichen Plage gelitten. 5Sendet dann die Nachbildungen eurer Geschwüre und der Mäuse, die euer ganzes Land kahl fressen, dem Gott der Israeliten. Damit erweist ihr ihm die Ehre. Vielleicht wird er euch und euren Gott dann nicht mehr quälen. 6Seid nicht so verbohrt wie damals die Ägypter und der Pharao. Es nützt ja doch nichts! Sie mussten die Israeliten schließlich ziehen lassen, weil der HERR ihnen durch schreckliche Plagen keine andere Möglichkeit ließ. 7Baut nun einen Wagen und spannt zwei säugende Kühe davor, die noch nie ein Joch getragen haben. Ihre Kälber nehmt ihnen weg und bringt sie in den Stall zurück. 8Stellt dann die Bundeslade des HERRN auf den Wagen. Legt die goldenen Geschenke, mit denen ihr eure Sünde wiedergutmachen wollt, in ein Kästchen daneben. Dann lasst die Kühe laufen, wohin sie wollen. 9Laufen sie nach Israel hinüber, in Richtung Bet-Schemesch, dann hat wirklich der Herr so viel Unglück und Leid über uns gebracht. Laufen sie aber in eine andere Richtung, dann hat nicht der Gott der Israeliten uns bestraft, sondern alles war nur ein Zufall.«
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Weitere Infos →Wie wir gestern bereits hier in der App gemeinsam gelesen haben, wurden die Philister mit schweren Plagen getroffen. Der Grund: Sie hatten die Bundeslade, das Heiligtum Gottes zur damaligen Zeit, aus Israel mitgenommen und entehrt. Es war Gott, der die Philister nun seine Macht spüren ließ.
Die Philister selbst jedoch glaubten an andere Götter. Deshalb wollten sie mit den im Text für heute beschriebenen Maßnahmen überprüfen, ob denn nun wirklich der Gott Israels hinter den Strafen für die Philister steckte oder ob eben alles ein Zufall gewesen war (vgl. V. 9).
Wie oft denken auch wir heute noch, alles sei Zufall? Wenn uns gute Dinge passieren, schreiben wir das schnell einem unspezifischen "Glück" zu. Wenn uns schlechte Dinge passieren, dann ist es einfach "Pech". Persönlich finde ich es viel verrückter, an ein Konstrukt wie "Zufall" zu glauben anstatt daran, dass es einen Gott gibt, der regiert und der wirkt. Wie kann alles auf dieser Welt einfach nur reiner Zufall sein? Für jemanden, der an Gott glaubt, gibt es keine Zufälle, sondern Berufung, Bestimmung und eben auch Konsequenzen des Sündenfalls für diese Welt, den wir in der biblischen Schöpfungsgeschichte nachlesen können.
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