STAYONFIRE

Impuls

Altes haftet an uns

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Samuel

Kapitel 29, Vers 1–​11

Die Philister misstrauen David

1Während das Heer der Israeliten bei der Quelle in der Nähe von Jesreel lagerte, sammelten die Philister ihre Truppen bei Afek. 2Bei der Musterung marschierten alle Könige der Philister mit ihren Heeresabteilungen auf, als letzter Achisch mit David und seinen Leuten. 3»Was haben denn diese Hebräer hier verloren?«, wollten die Heerführer der Philister wissen. Achisch antwortete: »Das ist David, der früher im Dienste König Sauls von Israel stand. Er ist nun schon lange bei mir. Seit er zu mir übergelaufen ist, hatte ich noch nie etwas an ihm auszusetzen.« 4Doch die Heerführer wurden zornig und befahlen Achisch: »Schick ihn gefälligst nach Hause! Er kann ja in der Stadt bleiben, die du ihm überlassen hast. Aber auf keinen Fall darf er mit uns gegen Israel in den Krieg ziehen. Stell dir vor, er würde mitten in der Schlacht nicht mehr mit, sondern gegen uns kämpfen! Könnte er sich wohl die Gunst seines Königs Saul besser zurückerobern als mit den Köpfen unserer Soldaten? 5Das ist doch der David, für den sie tanzten und sangen: ›Saul hat tausend Mann erschlagen, David aber zehntausend.‹« 6Da rief Achisch David zu sich und sagte zu ihm: »Ich schwöre dir beim HERRN, dass ich dich für ehrlich halte. Ich hätte es sehr gern gesehen, wenn du mit mir in diese Schlacht gezogen wärst. Denn seit du in meinen Dienst getreten bist, habe ich nichts Schlechtes von dir gehört. Aber leider trauen die anderen Heerführer der Philister dir nicht. 7Darum musst du wohl oder übel umkehren, damit du nichts tust, was sie verärgert.« 8»Womit habe ich das verdient?«, wollte David wissen. »Hast du je etwas an mir auszusetzen gehabt, seit ich in deinen Diensten stehe? Warum darf ich nicht mit in die Schlacht ziehen und gegen die Feinde meines Herrn und Königs kämpfen?« 9»Ich verstehe es ja auch nicht!«, antwortete Achisch. »Soweit ich dich kenne, bist du treu wie ein Engel Gottes. Aber die Heerführer der Philister bestehen darauf, dass du diesen Feldzug nicht mitmachst. 10Packt also morgen bei Tagesanbruch eure Sachen – du und alle früheren Untertanen Sauls – und kehrt in die Stadt zurück, die ich euch als Wohnort überlassen habe. Macht euch in aller Frühe fertig und brecht auf, sobald es hell wird!« 11So packten David und seine Männer früh am nächsten Morgen ihre Sachen und kehrten ins Land der Philister zurück. Die Philister aber zogen nach Jesreel.

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Die Philister waren eindeutig Davids Feinde. Die Geschichte von König David aus seinen jungen Jahren, in denen er den riesigen Philister Goliat besiegt hatte, ist legendär. Doch David selbst stand mittlerweile mit dem ausgesprochen feindseligen König Israels, Saul, auf Kriegsfuß. David täuschte nun die Philister, um zeitweise bei ihnen Schutz vor König Saul zu suchen. Dies gelang auf den ersten Blick scheinbar auch, weil der Philisterkönig Achisch David sein Vertrauen schenkte. Allerdings waren die anderen Heerführer der Philister keinesfalls begeistert:

"Schick ihn gefälligst nach Hause! Er kann ja in der Stadt bleiben, die du ihm überlassen hast. Aber auf keinen Fall darf er mit uns gegen Israel in den Krieg ziehen. Stell dir vor, er würde mitten in der Schlacht nicht mehr mit, sondern gegen uns kämpfen! Könnte er sich wohl die Gunst seines Königs Saul besser zurückerobern als mit den Köpfen unserer Soldaten?" [4]

David musste wohl oder übel gehen. Den Schutz durch die Philister vor seinem Feind König Saul konnte er nicht mehr erwarten. Zu schwer wog das Misstrauen aus der Vergangenheit.

Nun wollte David die Philister mit Absicht täuschen. Doch auch in unserem eigenen Leben können wir es spüren, wenn Menschen uns aufgrund der Vergangenheit misstrauen. Das tut weh. Denn ja, vielleicht haben wir uns wirklich geändert. Doch es braucht Zeit und Geduld und vor allem Gebet, bis Menschen erkennen, wie leid uns Vergangenes tut und wie sehr wir uns dank Jesus wirklich geändert haben.