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Impuls

Am Ende alle gleich

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

1. Samuel

Kapitel 31, Vers 1–​13

Sauls Ende

1Mittlerweile hatte zwischen den Philistern und den Israeliten auf dem Gilboagebirge die Schlacht begonnen. Die Israeliten versuchten zu fliehen, aber viele von ihnen kamen um. 2Die Philister hatten Saul und seine Söhne eingekesselt. Jonatan, Abinadab und Malkischua waren bereits getötet worden, 3um Saul tobte noch ein erbitterter Kampf. Er wurde von den Pfeilen der Bogenschützen getroffen und schwer verwundet. 4Da flehte er seinen Waffenträger an: »Zieh dein Schwert und töte mich! Sonst bringen mich diese unbeschnittenen Heiden um und treiben ihren Spott mit mir.« Doch der Waffenträger weigerte sich. Er wagte es nicht, den König umzubringen. Da nahm Saul selbst sein Schwert und stürzte sich hinein. 5Als der Diener sah, dass sein Herr tot war, ließ auch er sich in sein Schwert fallen und starb zusammen mit dem König. 6So fielen an diesem Tag Saul, seine drei Söhne, sein Waffenträger und alle seine Männer. 7Als die israelitischen Bewohner der Jesreel-Ebene und der umliegenden Gegend hörten, dass das Heer geflohen und Saul und seine Söhne gefallen waren, ergriffen auch sie die Flucht. Die Philister nahmen die verlassenen Städte in Besitz und wohnten darin. 8Am Tag nach der Schlacht kehrten die Philister noch einmal zum Schlachtfeld auf dem Gilboagebirge zurück, um die Gefallenen auszuplündern. Dabei fanden sie die Leichen von Saul und seinen drei Söhnen, die immer noch dort lagen. 9Sie schlugen Saul den Kopf ab und zogen ihm die Rüstung aus. Beides zeigten sie durch Boten im ganzen Land herum und verkündeten allen Bewohnern und den Götzen die Nachricht vom Sieg. 10Schließlich legten sie Sauls Waffen im Tempel der Göttin Astarte nieder. Seine Leiche und die Leichen seiner Söhne hängten sie an der Stadtmauer von Bet-Schean auf. 11Als die Einwohner von Jabesch-Gilead hörten, was die Philister mit Sauls Leiche getan hatten, 12machten sich sofort alle wehrfähigen Männer der Stadt auf den Weg. Sie marschierten die ganze Nacht hindurch nach Bet-Schean. Dort holten sie die Leichen von Saul und seinen Söhnen von der Stadtmauer herunter, brachten sie nach Jabesch und verbrannten sie dort. 13Die Gebeine begruben sie unter der großen Tamariske in Jabesch. Danach trauerten und fasteten sie eine Woche lang.

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Heute haben wir von Sauls bitterem Ende gelesen. Er selbst war im Krieg so verzweifelt, dass er am Ende nur noch eine Option sah: sich selbst zu töten.

Sein Waffenträger tat es Saul gleich. Auch weitere Menschen verloren in dieser Schlacht zwischen den Israeliten und den Philister ihr Leben. Die Leiche von König Saul wurde daraufhin wie eine Siegestrophäe von den Philistern behandelt. Die Israeliten wiederum erwiesen ihm und den anderen Getöteten am Ende dennoch die letzte Ehre.

Wenn du in den letzten Wochen hier in der App mitgelesen hast, dann wirst du immer wieder davon gelesen haben, wie König Saul sich gegen Gott richtete. Gott hatte Saul sehr gesegnet, doch Saul wollte eigene Wege gehen: Er war sehr neidisch auf David und verfolgte diesen bis aufs Blut. An anderer Stelle suchte Saul verbotenerweise Rat bei einer Totenbeschwörerin.

Und nun steht hier dieses Ende von Saul. Am Ende war er schwach, wie jeder Mensch es sein kann. Und das, obwohl Saul ein mächtiger König war und zeit seines Lebens sehr hochmütig von sich selbst dachte.

Bibelstellen wie diese erden uns Menschen. Wir begreifen: Egal, wie toll wir über uns selbst denken – ohne Gott sind und bleiben wir nichts. Ohne Gott können wir nichts. Am Ende wird es uns allen gleich ergehen: Wir werden sterben. Wichtig ist dann einzig und allein, dass wir wissen, wohin wir gehen (vgl. Johannes 3:16).