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Impuls

Wenn es anders läuft

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

1. Samuel

Kapitel 26, Vers 13–​20

David klagt Saul an

13David und Abischai eilten ins Tal hinunter und stiegen auf der anderen Talseite wieder hinauf. In sicherer Entfernung zu Sauls Lager stellten sie sich oben auf den Berg. 14Dann schrie David zu den Soldaten und zu Abner hinüber: »Abner, hörst du schlecht?« Abner rief zurück: »Was ist das für ein Lärm? Wer weckt hier mit seinem Geschrei den König?« 15David spottete: »Du bist mir ein schöner Held, Abner! In ganz Israel gibt es wohl keinen pflichtbewussteren Mann als dich! Doch warum bewachst du deinen Herrn, den König, nicht besser? Vorhin hat sich jemand ins Lager eingeschlichen. Ohne Weiteres hätte er den König umbringen können. 16Das war wirklich kein Glanzstück von dir! Ich schwöre bei dem lebendigen Gott: Für dich und alle deine Soldaten hat die letzte Stunde geschlagen! Denn ihr habt euren König, den der HERR auserwählt hat, nicht beschützt! Schau doch einmal nach, ob der Speer des Königs und sein Wasserkrug noch da sind! Sie lagen beide direkt neben seinem Kopf, als er schlief.« 17Da erkannte Saul Davids Stimme und rief: »Bist du das, mein Sohn David?« »Ja, mein König!«, antwortete David und fragte dann: 18»Warum verfolgst du mich eigentlich, mein Herr? Was habe ich verbrochen? Wo liegt meine Schuld? 19Ich bitte dich, mein König, hör mich an! Irgendjemand muss dich gegen mich aufgehetzt haben. War es der HERR, so will ich ihm ein wohlriechendes Opfer darbringen, damit sein Zorn sich legt. Sind es aber Menschen gewesen, so möge der Fluch des HERRN sie treffen. Denn sie vertreiben mich aus dem Volk Gottes und wollen mich damit zwingen, anderen Göttern zu dienen. 20Du, o König, kannst verhindern, dass ich in der Fremde umkomme – weit weg vom Heiligtum des HERRN. Überleg doch, was du tust: Wie man zur Rebhuhnjagd in die Berge geht, so jagt der König von Israel einem Mann nach, der so unbedeutend ist wie ein winziger Floh!«

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David wurde von König Saul verfolgt – und das bis aufs Blut. Davon haben wir in den letzten Tagen hier in der App immer wieder gelesen. Nun machte David aber eine bemerkenswerte Aussage. Er konfrontierte seinen Verfolger Saul mit dem, was dieser ihm antat. Doch stellte David dabei eines klar heraus:

"Ich bitte dich, mein König, hör mich an! Irgendjemand muss dich gegen mich aufgehetzt haben. War es der HERR, so will ich ihm ein wohlriechendes Opfer darbringen, damit sein Zorn sich legt." [19]

Selbst in dieser bedrängenden und sorgenvollen Zeit wollte sich David bewusst dem Willen Gottes unterordnen. Sollte es tatsächlich Gott gewesen sein, der König Saul auf David losgehetzt hatte und ihn damit aus dem Land Israel vertreiben wollte, so würde David das anerkennen und sich Gott gegenüber ergeben. Dem war nicht so. Dennoch schloss David diese Option nicht aus und wollte das tun, was Gott von ihm erwartete.

Wie bewerten wir es, wenn Dinge in unserem Leben anders laufen, als wir es uns wünschen würden? Stellen wir Gott die Frage, ob er etwas damit vorhaben könnte, damit wir wieder in seinem Willen sind?