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Impuls

In Extremlagen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Samuel

Kapitel 22, Vers 17–​23

Sicher bei David

17Er wandte sich seinen Wächtern zu und befahl: »Los, umstellt diese Priester des HERRN und tötet sie! Denn sie haben Hand in Hand mit David gearbeitet. Natürlich wussten sie, dass er auf der Flucht war. Trotzdem haben sie es mir nicht gemeldet.« Doch die Wachen weigerten sich, die Priester des HERRN umzubringen. 18Da drehte der König sich zu Doëg um und sagte: »Komm her, schlag du sie tot!« Ohne Zögern führte Doëg, der Edomiter, den königlichen Befehl aus. Er tötete an jenem Tag 85 Männer, die alle das Priestergewand getragen hatten. 19Dann ließ Saul alle Einwohner der Priesterstadt Nob mit dem Schwert ermorden, Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge. Auch ihr Vieh – Rinder, Esel, Schafe und Ziegen – wurde getötet. 20Nur ein Sohn von Ahimelech mit Namen Abjatar konnte entkommen. Er floh zu David 21und berichtete ihm, dass Saul alle Priester des HERRN umgebracht hatte. 22»Ich wusste es gleich, dass dieser Doëg ein Verräter ist, als ich ihn damals in Nob sah«, rief David. »Ich allein bin schuld am Tod deiner Verwandten. 23Bleib jetzt bei mir! Dann brauchst du keine Angst zu haben. Derselbe, der mich umbringen will, hat es auch auf dich abgesehen. Bei mir bist du sicher!«

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David stand vor dem, was Saul Grausames getan hatte. Saul ließ viele Menschen in Israel durch einen Mann namens Doëg töten und nur einer von ihnen namens Abjatar überlebte. Er floh nun zu David, um ihm alles zu berichten. Der erschütterte David nahm die Schuld auf sich, denn ihm war klar:

"»Ich wusste es gleich, dass dieser Doëg ein Verräter ist, als ich ihn damals in Nob sah«, rief David. »Ich allein bin schuld am Tod deiner Verwandten." [22]

Was für eine schreckliche Lage. David hatte keinen dieser Menschen getötet, das war klar. Und doch erkannte David seine Rolle in der ganzen Geschichte mit Saul. Es erschien so, als hätte David begriffen, dass er Israel vor Doëg hätte schützen können, wenn er auf seine Intuition vertraut hätte. Nun war es jedoch zu spät und David gestand seinen Teil der Schuld vor dem Überlebenden ein. Gleichermaßen handelte David weiterhin weise und aus Nächstenliebe heraus. So sprach David Abjatar zu:

"Bleib jetzt bei mir! Dann brauchst du keine Angst zu haben. Derselbe, der mich umbringen will, hat es auch auf dich abgesehen. Bei mir bist du sicher!" [23]

Wie reagieren wir in Extremsituationen? Durch Gottes Kraft in uns können wir trotz Gefahren und Bedrängnis aus Liebe heraus handeln. Das bedeutetet, Schuld einzugestehen, Menschen zu helfen sowie weise und bedacht zu handeln. Wir dürfen Gott hierfür um sein spürbares Wirken in uns bitten!