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Impuls

Im tiefsten Leid

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

Psalm

Kapitel 52, Vers 1–​11

Das hast du nun davon!

1Von David, zum Nachdenken. 2Dieses Lied stammt aus der Zeit, als der Edomiter Doëg zu Saul gekommen war und ihm verraten hatte: »David war bei Ahimelech!« 3Warum lässt du dich als Held feiern und gibst mit deiner Bosheit an? Auch du bist nur von Gottes Güte abhängig! 4Mit deinen Worten verletzt du andere wie mit einem scharfen Messer, du Lügner! 5Du liebst das Böse mehr als das Gute, die Lüge mehr als die Wahrheit. 6Du redest, um zu zerstören, und hast noch deinen Spaß daran, du Heuchler! 7Darum wird Gott auch dich für immer zerstören: Er wird dich ergreifen und aus deinem Haus zerren; er wird dich aus dem Leben reißen, so wie man Unkraut ausreißt. 8Alle, die zu Gott gehören, werden es sehen und erschrecken. Dann aber werden sie über dich lachen und sagen: 9»Schaut ihn an! Statt bei Gott Schutz zu suchen, verließ er sich auf seinen großen Reichtum und glaubte, seine Bosheit mache ihn stark!« 10Ich aber darf wachsen und gedeihen wie ein Ölbaum, der im Schutz von Gottes Haus grünt. Für alle Zeiten weiß ich mich geborgen, weil Gott mir gnädig ist. 11Immer und ewig will ich dir danken, Gott, für das, was du getan hast; vor allen, die treu zu dir stehen, will ich bezeugen, wie gut du bist! Auf dich setze ich mein ganzes Vertrauen!

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Wer war dieser Doëg, von dem hier die Rede ist?

Als David vor Saul floh, suchte er bei dem Priester Ahimelech in Nob Zuflucht. Doëg sah David dort und verriet ihn an Saul. Saul ließ daraufhin Ahimelech und alle Priester sowie die ganze Stadt Nob durch Doëg töten – Männer, Frauen, Kinder und Tiere (vgl. 1. Samuel 22,18-19).

Dir verschlägt es gerade auch den Atem? Mir auch.

David überlebte. Am Boden zerstört sagte er zu einem Sohn des verstorbenen Ahimelech:

"Ich allein bin schuld am Tod deiner Verwandten." (1. Samuel 22:22)

In dieser Zeit schrieb David den Psalm. Er richtete seine Worte ganz konkret an Doëg, vielleicht auch an Saul, obwohl die beiden den Psalm wohl nie zu Gesicht bekamen.

David selbst übte keine Rache. Stattdessen ließ er seine Trauer und Erschütterung vor Gott aus. Obwohl David sicherlich mit Schuldgefühlen zu kämpfen hatte, sah er eine Perspektive für sein Leben:

"Ich aber darf wachsen und gedeihen wie ein Ölbaum, der im Schutz von Gottes Haus grünt. Für alle Zeiten weiß ich mich geborgen, weil Gott mir gnädig ist." [10]

Ich weiß nicht, wie es dir mit diesem Psalm geht. Ich bin gerade einfach sehr bewegt von dem Leid und Davids Umgang damit. Seine Perspektive möchte ich auch heute über mein Leben aussprechen.