STAYONFIRE

Impuls

Speer des Herzens

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

1. Samuel

Kapitel 22, Vers 6–​16

Sauls grausame Rache

6Bald wurde es Saul gemeldet, dass David und seine Anhänger wieder im Land gesehen wurden. Saul saß gerade unter der Tamariske auf dem Hügel bei der Stadt Gibea und hielt seinen Speer in der Hand. Er war umringt von seinen Hofleuten. 7»Hört mir zu, ihr Leute vom Stamm Benjamin!«, rief er. »Glaubt ihr etwa, dieser Sohn Isais wird ausgerechnet euch Felder und Weinberge geben und euch zu Hauptleuten und Oberbefehlshabern machen? 8Oder warum sonst habt ihr euch alle gegen mich verschworen? Keiner von euch hat mir gesagt, dass Jonatan sich mit diesem Kerl zusammengetan hat! Euch allen ist egal, was mit mir passiert. Ihr habt es nicht nötig, mir zu melden, dass mein eigener Sohn einen meiner Untergebenen gegen mich aufhetzt! Offensichtlich hatte er Erfolg: Dieser Verräter lauert mir nun heimlich auf!« 9Da meldete sich Doëg aus Edom zu Wort, der jetzt auch bei Sauls Leuten stand: »Ich habe ihn gesehen, als ich in Nob war. Er kam zu Ahimelech, dem Sohn von Ahitub. 10Der Priester fragte den HERRN, was David als Nächstes tun sollte. Dann versorgte er ihn mit Essen und gab ihm sogar Goliats Schwert.« 11Sofort ließ Saul den Priester Ahimelech vorführen. Er und seine ganze Sippe – alle Priester aus Nob – mussten vor dem König erscheinen. 12»Ich habe etwas mit dir zu besprechen, Ahitubs Sohn!«, begann Saul, als sich alle vor ihm versammelt hatten. »Ja, Herr?«, erwiderte dieser. 13»Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und dieser Sohn Isais? Warum hast du ihm Brot gegeben und ein Schwert? Warum hast du Gott um Weisung für seinen weiteren Weg gebeten? Dadurch hast du ihn geradezu ermutigt, mir aufzulauern und mich umzubringen. Dass er das im Schilde führt, ist ja längst ein offenes Geheimnis!« 14Ahimelech versuchte sich zu verteidigen: »Hast du einen treueren Gefolgsmann als David? Er steht treu zu dir, er ist dein Schwiegersohn, er ist der Aufseher deiner Leibwache und genießt am ganzen Hof hohes Ansehen. 15Es war doch nicht das erste Mal, dass ich für ihn die göttliche Weisung eingeholt habe. Ich soll ein Verschwörer sein? Nein, niemals! Mein König möge mich, seinen ergebenen Diener, und meine ganze Sippe nicht verdächtigen, ein solches Verbrechen begangen zu haben. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung von einer Verschwörung.« 16Doch der König ging nicht darauf ein; er sagte nur: »Ahimelech, das wirst du mit dem Tod büßen, du und deine Sippe!«

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Für Saul gab es nichts Größeres, als David zu töten. Jeder, der David in irgendeiner Weise half, wurde zum Feind. So auch der Priester Ahimelech, bei dem David nach seiner Flucht eine Zwischenstation eingelegt hatte. Weißt du noch? Von ihm bekam er die geweihten Brote und die Rüstung Goliats. Als Saul davon erfuhr, wurde er wütend. Die Sache nahm für Ahimelech kein gutes Ende.

Zu Beginn unseres Abschnittes heißt es:

"Saul saß unter der Tamariske auf dem Hügel bei der Stadt Gibea und hielt seinen Speer in der Hand."

Für mich ist diese Beschreibung ein gutes Bild für das, was mit Saul geschehen war. Weder seine Hände noch sein Herz waren offen für eine neue Perspektive. Er hielt fest. Fest in seinem Neid, in seiner Wut. Dabei wurden seine Gedanken immer dunkler. David und seine Anhänger wurden zu Todfeinden. Er selbst konnte niemandem mehr trauen. Er glaubte nur noch den Lügen in seinem Kopf!

"Sie sind gegen mich!"

Saul steckte in einer Sackgasse. Zwar mit Speer in der Hand. Aber unbeweglich. Versteinert. Isoliert. Er hätte loslassen müssen. Lügen hinter sich lassen. Doch er tat es nicht.

Ich hoffe so sehr, dass du loslassen kannst. Den Speer in deinem Herzen. Mache dich auf den Weg zu Versöhnung und Vergebung. Glaube nicht den Lügen in deinem Kopf. Sie sind nicht gegen dich.