STAYONFIRE

Impuls

Gott allein weiß es

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Samuel

Kapitel 23, Vers 19–​28

Gott rettet David

19Einige Bewohner der Wüste Sif gingen zu Saul nach Gibea. »Wir wissen, wo David sich verborgen hält«, verrieten sie dem König. »Sein Versteck liegt ganz in unserer Nähe, in den Bergen bei Horescha. Dort gibt es einen Hügel mit Namen Hachila, südlich von Jeschimon. 20Wenn du einverstanden bist, mit uns dorthin zu ziehen, o König, dann liefern wir dir David aus.« 21Saul antwortete: »Der HERR belohne euch für euer Mitleid mit mir. 22Geht nun zurück und forscht gründlich nach, bis ihr genau wisst, wo er sich aufhält und wer ihn dort gesehen hat. Ich habe nämlich gehört, dass er sehr listig ist. 23Spürt jeden Schlupfwinkel auf, in dem er sich verstecken könnte. Sobald ihr Genaues wisst, kommt wieder zu mir. Dann will ich mit euch gehen. Wenn er dann noch im Land ist, werde ich ihn finden, und wenn ich ganz Juda durchkämmen müsste!« 24 Mit diesem Auftrag kehrten die Männer zurück nach Sif. Saul folgte bald darauf mit seiner Truppe, um David zu suchen. 25 David und seine Leute waren inzwischen in der Wüste Maon, südlich von Jeschimon. Als er hörte, dass Saul ihn wieder verfolgte, zog er sich noch weiter in den Süden der Wüste Maon zurück, bis zu dem großen Felsblock, der dort aus dem Tal herausragt. Doch Saul erfuhr davon und jagte David sogleich nach. 26Schon lag nur noch ein Höhenzug zwischen den beiden: Saul auf der einen, David und seine Leute auf der anderen Seite. David versuchte verzweifelt, Saul zu entkommen, während der König und seine Soldaten immer näherrückten. Gerade wollten sie ihn umzingeln und ergreifen, 27da kam ein Bote zu Saul und meldete: »Die Philister sind wieder bei uns eingefallen! Du musst uns sofort zu Hilfe kommen!« 28Saul blieb nichts anderes übrig, als die Verfolgung von David abzubrechen und den Philistern entgegenzuziehen. Seitdem heißt dieser Höhenzug Sela-Machlekot (»Fels der Trennung«).

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Nun sah es richtig eng aus für David. Da einige Menschen den Aufenthaltsort Davids an Saul verrieten, konnte er ihm auf die Schliche kommen. Die Verse für heute lesen sich wie eine spannende Verfolgungsjagd, die sich ebenso gut in einem Hollywood-Film vorfinden lassen würden. In unserem Kopf entsteht bereits ein Kino beim Lesen der Szenen von Wut, Verfolgung, Angst und Flucht. Und dann am Ende: Der Plot-Twist! König Saul konnte David nicht fangen, da er von einer Nachricht überrumpelt wurde, die ihn zur Umkehr zwang. Glück und Segen zugleich und nochmal gut gegangen.

Nochmal gut gegangen? Wohl nicht nur das. Offensichtlich ist Gott an dieser Stelle selbst am Werk und derjenige, der David vor der Grausamkeit seines Feindes Saul beschützt. Schon in den letzten Tagen durften wir immer wieder davon lesen, wie sehr Gott auf Davids Seite war und für ihn kämpfte.

Auch jetzt, wo es richtig brenzlig aussah und David es wohl gehörig mit der Angst zu tun bekam, war er stets von Gottes schützender Hand umgeben. Gott wusste, dass Saul David durch diese Nachricht in der letzten Sekunde doch nicht erreichen würde. Gott hatte mal wieder den Weitblick.

Auch wenn du dich zur Zeit in einer brenzligen Situation befindest: Gott weiß bereits, wie es weitergehen wird. Vertrau dich ihm an! Du kannst nie tiefer fallen als in seine schützende Hand. Du siehst nur das, was um dich herum geschieht, Gott aber weiß, wie es weitergeht.