STAYONFIRE

Impuls

Auf der Flucht zu Hause

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

Psalm

Kapitel 57, Vers 1–​12

Erbarme dich über mich!

1Ein Lied von David, nach der Melodie: »Richte nicht zugrunde«. Es stammt aus der Zeit, als er sich auf der Flucht vor Saul in der Höhle aufhielt. 2Erbarme dich über mich, o Gott, erbarme dich! Bei dir suche ich Zuflucht und Schutz. Wie ein Vogel sich unter die Flügel seiner Mutter flüchtet, so will ich mich bei dir bergen, bis die Gefahr vorüber ist. 3Zu Gott, dem Höchsten, schreie ich, zu ihm, der alles für mich zu einem guten Ende führt. 4Vom Himmel her wird er mir seine Hilfe schicken und mich vor denen retten, die mir nachstellen und mich so gehässig verleumden. Ja, Gott wird zu mir halten, er ist treu. 5Ich bin von Feinden umzingelt, wie Löwen lechzen sie nach Blut. Ihre Zähne sind spitz wie Speere und Pfeile, ihre Zungen scharf wie geschliffene Schwerter. 6Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise auf der ganzen Welt deine Hoheit und Macht! 7Die Feinde hatten mir Fallen gestellt, ich war völlig verzweifelt. Mir hatten sie eine Grube gegraben, doch nun sind sie selbst hineingestürzt! 8Gott, mein Herz ist voller Zuversicht, ja, ich bin ruhig geworden im Vertrauen auf dich. Darum will ich singen und für dich musizieren. 9Alles in mir soll darin einstimmen! Harfe und Laute, wacht auf! Ich will den neuen Tag mit meinem Lied begrüßen. 10Herr, ich will dir danken vor den Völkern, vor allen Menschen will ich dir singen. 11Groß ist deine Güte, sie reicht bis an den Himmel! Und wohin die Wolken auch ziehen: Überall ist deine Treue! 12Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise auf der ganzen Welt deine Hoheit und Macht!

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David schrieb diesen Psalm auf der Flucht vor Saul:

"Gott wird zu mir halten, er ist treu." [4]

Weißt du, was Saul etwa zur gleichen Zeit über sein Verhältnis zu Gott sagte?

"Gott hat mich verlassen. Er gibt mir keine Antwort mehr, weder durch Propheten noch durch Träume." (1. Samuel 28:15)

Dieser Unterschied ist mir so präsent, weil ich heute Morgen in meiner persönlichen Bibellese 1. Samuel 28 gelesen habe. Hier befand sich Saul in großer Bedrängnis durch die Philister. Das ist zeitlich sehr nahe an den Worten Davids, die ich eben zitiert habe.

Ist das erstaunlich? Wir fühlen mit David auf der Flucht vor Saul. Aber wer ist hier eigentlich in großer Not? Saul hatte sich immer weiter von Gott entfernt und verrannte sich immer weiter.

David dagegen setzte sein ganzes Vertrauen auf seinen Gott.

"Zu Gott, dem Höchsten, schreie ich, zu ihm, der alles für mich zu einem guten Ende führt." [3]

Besser auf der Flucht als fern von Gott, würde ich sagen. David war zu diesem Zeitpunkt heimatlos, aber innerlich hatte er eine Heimat.

Vielleicht liest du diesen Psalm und deine Umstände sind alles andere als berauschend. Dann lass mich dir sagen: Solange du Gott vertrauen kannst, stehst du im geistlichen Sweetspot!

"Gott, mein Herz ist voller Zuversicht, ja, ich bin ruhig geworden im Vertrauen auf dich." [8]