STAYONFIRE

Impuls

Kurzer Lichtblick

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

1. Samuel

Kapitel 24, Vers 17–​23

Mein Sohn David

17Da begann Saul laut zu weinen und rief: »Bist du es wirklich, mein Sohn David? 18Du bist ein besserer Mensch als ich. Du bist gut zu mir, obwohl ich dich schlecht behandelt habe. 19Gerade heute hast du wieder bewiesen, wie großmütig du bist: Obwohl der HERR mich dir ausgeliefert hat, hast du mich nicht umgebracht. 20Wer lässt schon seinen Feind unbehelligt laufen, wenn er ihn einmal in seiner Gewalt hat? Der HERR möge dich für deine Großzügigkeit belohnen! 21Ich weiß genau, dass du König sein wirst und deine Familie in Israel für alle Zeiten regieren wird. 22Darum bitte ich dich: Schwöre mir vor dem HERRN, dass du meine Familie nicht auslöschen wirst. Bitte lass nicht zu, dass mein Geschlecht ausstirbt.« 23David schwor es. Danach kehrte Saul nach Hause zurück, während David und seine Leute wieder in die Berge hinaufstiegen.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Es war eine Szene, die viele von uns kennen. Der Bösewicht steht mit dem Rücken zur Wand. Plötzlich gibt es scheinbar keinen netteren Menschen mehr.

Etwas Ähnliches erlebte David mit Saul. Als Saul begriff, dass David ihn hätte töten können, erschien es für einen Augenblick so, als würde er seine Gesinnung ändern:

"Der HERR möge dich für deine Großzügigkeit belohnen! Ich weiß genau, dass du König sein wirst und deine Familie in Israel für alle Zeiten regieren wird." [20-21]

Danach bat Saul darum, ihn und seine Familie weiterhin zu verschonen.

Ob im Film oder im eigenen Leben, wir kennen diese Momente. Als Zuschauer fragt man sich: Wird er ihm vertrauen? Als Beteiligter ist die Frage noch existenzieller: Kann ich ihm vertrauen?

David war nicht naiv. Doch er war auch nicht verbittert. Und das ist ein guter Kompromiss. Er ging auf Saul zu und versicherte ihm, dass er ihm weiterhin nichts tun würde. Gleichzeitig kehrte David aber auch nicht mit Saul an den Königshof zurück, als wäre alles Friede, Freude, Eierkuchen.

David blieb in seiner Spur. Er folgte seinen Werten. Genau das sollten wir auch tun. In kurzen Lichtblicken der Versöhnung. Nicht naiv, nicht verbittert. Sondern fair und straight.