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Impuls

Vorarbeit am Herzen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Samuel

Kapitel 17, Vers 20–​30

Richtige Zeit, richtiger Ort

20David überließ die Herde einem Hirtenjungen und machte sich mit allem, was Isai ihm mitgegeben hatte, frühmorgens auf den Weg. Als er das Heer erreichte, zogen die Soldaten gerade unter lautem Kriegsgeschrei zum Kampfplatz 21und gingen in Stellung. Ihnen gegenüber standen die Philister, auch sie bereit zum Kampf. 22David ließ sein Gepäck bei der Wache des Lagers zurück und eilte den Soldaten nach, um seine Brüder zu sehen. Als er sie gefunden hatte, fragte er sie, wie es ihnen gehe. 23Noch während sie sich unterhielten, kam Goliat von Gat wieder aus den Schlachtreihen der Philister hervor, und David hörte, wie er die Israeliten zum Zweikampf herausforderte. 24Kaum hatten die Israeliten Goliat erblickt, packte sie die Angst, und sie ergriffen die Flucht. 25»Hast du gesehen? Dort kommt er wieder!«, riefen sie einander zu. »Hör nur, wie er uns wieder verspottet. Der König hat eine hohe Belohnung ausgesetzt für den, der diesen Kerl umbringt, ja, er will ihm sogar seine Tochter zur Frau geben. Dazu soll seine ganze Familie sofort von den Steuern befreit werden.« 26David fragte einige Soldaten in seiner Nähe: »Welche Belohnung soll der Mann erhalten, der diesen Philister da erschlägt und die Schande von unserem Volk abwendet? Wir können doch nicht dulden, dass dieser unbeschnittene Philister sich über das Heer des lebendigen Gottes lustig macht!« 27Sie erzählten David noch einmal, welche Belohnung der König ausgesetzt hatte. 28Als Eliab, Davids ältester Bruder, ihn so mit den Soldaten reden hörte, wurde er zornig. »Was hast du überhaupt hier zu suchen?«, fuhr er ihn an. »Und wer hütet jetzt die paar Schafe und Ziegen in der Steppe? Ich weiß doch genau, wie eingebildet und hinterhältig du bist! Du bist nur zu uns gekommen, um dir eine Schlacht anzusehen.« 29»Was habe ich denn getan?«, entgegnete David. »Ich habe doch nur eine Frage gestellt!« 30Er drehte sich zu einem anderen um und fragte noch einmal nach der Belohnung. Und wieder erhielt er dieselbe Antwort.

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König David war zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Im Auftrag seines Vaters Isai sollte der kleine Hirtenjunge seinen Brüdern Proviant für den Kampf gegen die Philister bringen. Und David machte sich gehorsam auf den Weg. Dort wurde er mit den neuesten Nachrichten der Schlacht über die Philister konfrontiert: Der stärkste Krieger der Philister, Goliat, hatte das Volk zu einem Zweikampf mit einer entsprechenden Belohnung für den Gewinner herausgefordert. Nun war die Frage: Wer sollte bloß für Israel antreten? Ob der kleine David dazu imstande wäre?! Daran glaubte niemand. Doch David zeigte Interesse. Er spürte diese Berufung von Gott bereits in sich, also fing er an, sich zu informieren …

Gott sah in David genau den Krieger, der Goliat (tatsächlich) schlagen würde. Während des Lesens bemerken wir, wie Gott David auf diese Situation bereits vorbereitete. Nach und nach wurde immer klarer, dass tatsächlich David es sein sollte, den Gott an dieser Position in seinem Volk sah.

"Wozu bin ich berufen?" Wenn dir diese Frage durch den Kopf geht, dann sei mal aufmerksamer. Achte auf die Details: Welche Dinge sind immer wieder Thema in deinem Leben? Welches Zeugnis hast du bereits zu berichten? Welche Menschen brauchen und bekommen immer wieder dein Mitleid oder deine Hilfe? …

Gott arbeitet meistens bereits im Voraus an unseren Herzen, bevor er uns in eine sichtbare Berufung stellt.